Kompass 2020/Usability und Technik/de

From Meta, a Wikimedia project coordination wiki
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Das Ressort Usability/Technik hat sich drei Schwerpunkte gesetzt, die hauptsächlich auf die Umsetzung der Visionen 2, 4, 6 und 10 hinarbeiten. Die Barrierefreiheit und Usability sowie der Mehrwert für Wissenssuchende steht für uns im Vordergrund. Die Technik ist der unterstützende Teil des Ressort, der sich im dritten Schwerpunkt widerspiegelt. In diesem ergeben sich Ziele und Maßnahmen, welche die strategischen Ziele aller Ressorts unterstützen oder ermöglichen.

Wikimedia-Projekte sind einfach zugänglich, barrierefrei, intuitiv nutzbar und zeichnen sich durch eine exzellente Usability aus.
Dieser Schwerpunkt deckt die Visionen 10, 4 und 6 ab. – Die Community steht jedem offen, der daran teilhaben kann und möchte. Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen. Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia.
Wir wollen, dass Wissen für alle zugänglich ist. Das ist besonders wichtig für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung bisher an wenig Informationen gelangen. Blinde sind beispielsweise auf digitalisierte Bücher angewiesen, Gehörlose benötigen Informationen in ihrer Sprache, der Gebärdensprache, Lernbehinderte lesen Texte in leichter Sprache. Ein einfacher Zugang ist aber auch auch für jüngere Schüler oder Ältere mit geringer Technikaffinität wichtig. Versierte Nutzer profitieren ebenso von Verbesserungen der Barrierefreiheit – so bietet z.B. die Sprachausgabe eines Artikels eine zusätzliche Rezeptionsmöglichkeit für Nutzer. Nicht zuletzt verpflichtet uns unsere Satzung zu größtmöglicher Barrierefreiheit.
Die Integration von Wikimedia-Inhalten in Angebote Dritter und die Integration von Inhalten Dritter in Wikimedia-Projekte ist selbstverständlich, allgegenwärtig und per simplen Knopfdruck möglich.
Dieser Schwerpunkt befasst sich mit den Visionen 2, 4 und 6. – Freies Wissen ist in den Medien präsent. Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen. Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia.
Diese Forderung gilt ebenso für die Integration in unsere eigenen Wikimedia-Inhalte.
Eine Hauptaufgabe der Wikimedia-Projekte ist seit deren Bestehen, die Verbreitung von Wissen zu fördern und voran zu treiben. Dazu gehört die Integration von Informationen aus verschiedensten Quellen in Wikimedia-Projekte und vor allem die Nutzung von Wikimedia-Inhalten durch Dritte. Dieser gegenseitige Austausch soll zur Selbstverständlichkeit werden. Die von uns verwendeten freien Lizenzen ermöglichen rechtlich die gegenseitige Einbindung von Inhalten – die praktische Durchführung bei Einhaltung der Lizenzbedingungen ist jedoch komplex und führt immer wieder zu Missverständnissen und Problemen. Die Übernahme von Inhalten soll dementsprechend so einfach wie möglich gestaltet werden, um Dritten die Weiternutzung zu ermöglichen, ohne dass diese sich im Detail mit dem Studium der Lizenztexte beschäftigen müssen.
Wir unterstützen die Entwicklung neuer technischer Vorgehensweisen und stellen Technik zur Verfügung, um unsere Ziele besser zu erreichen.
Dieser Schwerpunkt bezieht sich auf keine konkrete Vision. Hier werden Maßnahmen entwickelt und Ressourcen zur Verfügung gestellt, welche helfen, die Ziele aller Ressorts zu erreichen. Dies kann beispielsweise eine Erweiterung der MediaWiki-Software sein, die Betreibung des Toolservers oder der Ausbau von Speicherkapazitäten. Auch die Einbindung neuer Dienste, wie beispielsweise die Integration von OpenStreetMap-Daten in Wikimedia-Projekte, erfordert im Hintergrund eine umfangreiche Entwicklungsarbeit und den Aufbau neuer technischer Infrastrukturen.

Strategische Ziele[edit]

Wikimedia gilt als Referenz für ein barrierefreies und gebrauchstaugliches Web.[edit]

Tausende Menschen greifen ständig auf Inhalte der deutschsprachigen Wikipedia zu. Über eine Millionen Aufrufe zählt die Statistik pro Stunde. Wir haben die Möglichkeit, eine Vorreiterrolle einzunehmen und dieser Vielzahl von Menschen unsere Inhalte barrierefrei und gebrauchstauglich zur Verfügung zu stellen. Die Usability-Initiative arbeitet an einer intuitiv und effizient zu bedienenden Benutzerschnittstelle für MediaWiki. Doch damit sind wir nicht „fertig“. Usability und Barrierefreiheit sind ein Prozess. Immer wieder müssen unsere Wikimedia-Projekte überprüft und den neuen Möglichkeiten angepasst werden. Auszeichnungen für zugängliche reichhaltige Webanwendungen (WAI-ARIA) erlauben uns beispielsweise Wikimedia-Projekte überhaupt erst zugänglich oder wesentlich barriereärmer für blinde Nutzer zu machen.

Was soll bis wann erreicht werden?
Wikimedia-Projekte müssen bis 2014 die entsprechenden Richtlinien wie die WCAG 2.0 erfüllen. Zertifizierungen und Auszeichnungen wie der Biene-Preis bestätigen zudem unseren Referenzcharakter. Bis 2014 sind Barrierefreiheit und Gebrauchstauglichkeit außerdem von der Community akzeptierte Anforderungen an exzellente Inhalte, weil eine Sensibilisierung erfolgte.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Die erfolgreiche Erfüllung des Ziels lässt sich durch Validierung der Wikimedia-Projekte, den tatsächlichen Gewinn von Auszeichnungen und die Berichterstattung über Wikimedia-Projekte im Zusammenhang mit Barrierefreiheit und Gebrauchstauglichkeit überprüfen. Regelmäßige Umfragen unter den Nutzern und die Auswertung technischer Daten geben ebenfalls Anhaltspunkte.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen. – Das fordert unsere Vision 4. Damit die Inhalte leicht nutzbar sind, müssen nicht nur Lizenzfragen einfach zu klären sein. Der Weg zum dem Inhalt und der Inhalt selbst müssen den hohen Ansprüchen der Barrierefreiheit und Gebrauchstauglichkeit genügen, damit sich diese Vision realisieren lässt. Außerdem wird damit die Erreichung der Visionen 10 und 6 ermöglicht. – Die Community steht jedem offen, der daran teilhaben kann und möchte. Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia.
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Der Anteil der Leser und Autoren mit Behinderungen spiegelt ihre Verteilung in der Bevölkerung wider.[edit]

Das Ressort Freiwilligenförderung hat sich ein wichtiges Ziel gesetzt: Die Autorenschaft spiegelt die Vielfältigkeit der Gesellschaft wider. Zu fördernde kompetente Autoren sind aber nicht nur unterrepräsentierte Gruppen wie Frauen oder Wissenschaftler sondern auch Menschen mit Behinderungen.

Die Grundlagenstudie der Aktion Mensch ergab, „dass Gehörlose sowie Menschen mit Lernbehinderung, mit geistiger Behinderung und mit Lese-/Rechtschreibschwäche Wikis viel weniger nutzen oder gar daran mitarbeiten als Nutzer mit anderen Behinderungen“. Ihnen sind Wikis zu kompliziert und sie finden die Informationen nicht in der Form (einfache Sätze oder Gebärdenvideos), in der sie diese benötigen. Fakt ist: Wir wissen viel zu wenig darüber, was Menschen mit Behinderungen davon abhält, Wikimedia-Projekte zu nutzen und – wichtiger – sich aktiv an ihnen zu beteiligen. Wir wollen diese Gründe herausfinden und dann die Mitarbeit von Menschen mit Behinderungen fördern und ihre Wahrnehmung in den Projekten steigern.

Was soll bis wann erreicht werden?
Bis 2014 entspricht der Prozentsatz der Leser und Autoren mit Behinderungen dem Prozensatz ihres Anteils an der deutschen Bevölkerung. Das heißt beispielsweise, von Lesern und Autoren sind 0,1 % gehörlose, 0,2 % blinde und 1,3 % sehbehinderte Menschen.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Die Beteiligung von Menschen mit Behinderung als Leser und Autoren muss durch entsprechende Statistiken überprüft werden.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Dieses Ziel ermöglicht die Erfüllung der Visionen 6 und 10, da der Begriff jeder alle Menschen meint. – Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia. Die Community steht jedem offen, der daran teilhaben kann und möchte. – Außerdem trägt das Ziel zur Erfüllung der Vision 11 bei, indem die Anreize für das Engagement auch für Menschen mit Behinderung gegeben werden. – Engagement für Freies Wissen ist attraktiv, es wird geschätzt und gewürdigt.
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Ausgewählte Artikel liegen als gesprochene Wikipedia und in Gebärdensprache vor.[edit]

Sein Wissen erweitern während man im Stau steht: Nicht nur das ermöglicht einem das Projekt Gesprochene Wikipedia. Neben den Vorteilen der multimedialen Verfügbarkeit für Menschen ohne Behinderung, haben gerade auch Sehbehinderte einen unmittelbaren Nutzen. So lesen Screenreader heute zwar Texte bereits sehr gut vor, aber Tabellen, Diagramme und Bebilderung bleiben dabei oft auf der Strecke. Für einen Vorleser ist es im Gegensatz zu einem Computerprogramm sehr einfach, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Es gibt es mehrere Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland, denen mit einer Audioausgabe geholfen wäre. Ebenfalls nah am Analphabetismus stehen Gehörlose, wenn Informationen nur in Textform vorliegen. Für sie ist die deutsche Schriftsprache nämlich eine Fremdsprache – ihre Muttersprache ist die deutsche Gebärdensprache. In dieser lassen sich abstrakte Zusammenhänge für Gehörlose viel einfacher vermitteln, so dass es sich anbietet, Artikel in Gebärdensprache zu übersetzten.

Was soll bis wann erreicht werden?
Als Pilotprojekt werden bis zum Jahr 2011 mindestens zehn ausgewählte ausgezeichnete Artikel in Gebärdensprache übersetzt und die für die Anzeige notwendige Technik evaluiert. Nach diesem Test ist ein Fazit zu ziehen und die weitere Entwicklung festzulegen. Im gleichen Zeitraum werden möglichst von professionellen Sprechern mindestens 25 ausgezeichnete Artikel als gesprochene Version in Zusammenarbeit mit Radiosendern aufgenommen. Weiterhin wird das Projekt Gesprochene Wikipedia unterstützt, so dass Privatpersonen möglichst qualitative Aufnahmen möglich sind.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Die Zielerreichung ist hier leicht messbar: Die Anzahl der Artikel in Gebärdensprache und die Anzahl gesprochener Artikel gibt Aufschluss über Erfolg oder Misserfolg unserer Maßnahmen.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Der Ausbau der Anzahl barrierefrei zugänglicher Artikel trägt zur Erfüllung der Visionen 4 (Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen.), 6 (Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia.) und 10 (Die Community steht jedem offen, der daran teilhaben kann und möchte.) bei. Der Begriff jeder schließt hier explizit Menschen mit Beeinträchtigungen ein.
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Wikimedia ist allgegenwärtig und integriert.[edit]

Wikimedia-Inhalte sollen Jedermann bei Bedarf unmittelbar zur Verfügung stehen. Wer Informationen abrufen möchte, soll auf möglichst jedem elektronischen Ein-/Ausgabegerät (Computer, PDA, Fernseher, Mobiltelefon, …) direkten Zugriff auf den Bestand der Wikimedia-Projekte erhalten – online und offline. Dies funktioniert ohne einen umständlichen oder langwierigen Programmstart, stattdessen werden diese Daten unmittelbar aus allen benutzten Applikationen aufrufbar sein. Neben herkömmlicher Recherche spielen beispielsweise auch Anwendungen zur Realitätserweiterung (Augmented-Reality) eine Rolle, die Hintergrundinformationen aus Wikimedia-Projekten verwenden, um die angezeigten Informationen aufzuwerten.

Was soll bis wann erreicht werden?
Bis 2014 sollen in einer Vielzahl von öffentlichen Räumen (Flughafen, Bahnhöfe, …) öffentliche Terminals stehen, die den Nutzern einen kostenlosen Zugriff auf Wikimedia-Projekte erlauben. Aktuelle Betriebssysteme sowohl für Computer als auch für Mobiltelefone und weitere elektronische Geräte sollen bereits im Auslieferungszustand über eine Zugriffsmöglichkeit auf Wikimedia-Inhalte verfügen. Eine Vielzahl von Applikationen soll diese Inhalte in ihr Angebot einbetten.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Als Maß für den Erfolg dient die Erfassung der Anzahl von Kiosksystemen, die vorzugsweise in Kooperation mit Wikimedia Deutschland aufgestellt werden. Eine periodische Überprüfung des Auslieferungszustands verschiedener Geräte gibt Aufschlüsse, inwiefern ein Zugang zu Wikimedia-Projekten von Haus aus integriert wurde. Die Zahl der Applikationen, die Inhalte aus Wikimedia-Projekten nutzen (wie beispielsweise der Musikplayer Amarok, der beim Abspielen Bandinformationen aus der Wikipedia abruft), ist zu erfassen.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Dieses Ziel strebt sowohl die Omniverfügbarkeit, als auch die Leichtigkeit der Nutzung an, die von Vision 4 gefordert werden – Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen. Ebenfalls wird durch die Erreichung dieses Ziels die Erfüllung von Vision 6 angestrebt (Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia.), wobei der Nutzer möglicherweise nicht einmal auf Anhieb merkt, dass die entsprechenden Informationen aus Wikimedia-Projekten entnommen werden. Dennoch führt der vielfache Einsatz dazu, dass alle Wikimedia-Marken etabliert sind, so dass Vision 8 Realität wird.
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Commons ist das größte freie Medienarchiv. Für jedes Ereignis der neuesten Geschichte gibt es ein freies Mediendokument.[edit]

Innerhalb kürzester Zeit hat sich Wikimedia Commons als eines der größten freien Medienarchive weltweit etabliert. Mehrere Millionen Medien sind dort zur Verwendung in allen Wikimedia-Projekten gespeichert und kategorisiert. Von aktuellen weltpolitischen Ereignissen existieren nur wenige – von vergangenen wichtigen historischen Ereignissen so gut wie keine frei lizenzierten Bild-, Ton- und Filmdokumente. Da im Allgemeinen der Urheberrechtsschutz erst viele Jahre nach dem Tod des Urhebers ausläuft, gibt es auch wenig gemeinfreies Material, das die wichtigsten Ereignisse der letzten 100 Jahre abdeckt. Ziel ist es, die wichtigsten Ereignisse der neuesten Geschichte mit freiem Medienmaterial zu dokumentieren.

Was soll bis wann erreicht werden?
Die Abdeckung von zeitgeschichtlich relevanten Ereignissen soll bis 2014 massiv ausgebaut werden. Konkret soll versucht werden, für jedes wichtige Ereignis der letzten 100 Jahre freie Mediendaten zur Dokumentation vorzuhalten. Dies soll unter anderem durch Kooperationen mit Rechteinhabern wie Medienarchiven und Bild-/Nachrichtenagenturen erreicht werden.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Anhand einer (noch zu generierenden) Liste von zeitgeschichtlichen Ereignissen wird in Abständen überprüft, ob und in welchem Ausmaß freie Medien in den Wikimedia Commons zu jedem Eintrag vorhanden sind. Hieran lässt sich auch gut die Entwicklung dokumentieren. Kooperationen können explizit darauf ausgerichtet werden, vorhandene Lücken zu schließen. Ein mögliches zukünftiges weiteres Maß ist die Anzahl der Bild- und Nachrichtenagenturen, die freie Inhalte in Wikimedia-Projekte einstellen.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Jeder, der etwas wissen will, geht zu Wikimedia. – Unsere Vision 6 setzt voraus, dass auch tatsächlich Inhalte zu den Themen verfügbar sind, die den Nutzer interessieren. Zu vielen Ereignissen gibt es heute leider nur unfreie Medieninhalte, so dass Nutzer bisher nicht umfassend informiert werden konnten. Durch die Erreichung dieses strategischen Ziels wird direkt die Erfüllung der Vision 7 beeinflusst – Wikimedia-Inhalte sind hochwertig, fundiert und unübertroffen. Ebenso führt eine bessere Abdeckung in den Wikimedia Commons durch Weiternutzung dazu, dass unsere Vision 2 (Freies Wissen ist in den Medien präsent.) vorangetrieben wird.
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Es gibt ein etabliertes Standardformat (Metadaten) für Wissen.[edit]

Dieses strategische Ziel leitet sich unmittelbar aus dem zweiten Schwerpunkt ab. Eine Übernahme von Inhalten „per Knopfdruck“ kann nur realisiert werden, wenn die jeweiligen Wissensinhalte in einem standardisierten Format vorliegen, das den einfachen Austausch und die Wiederverwendbarkeit ermöglicht. Alle verwendeten Systeme müssen über entsprechende Import-/Export-Schnittstellen verfügen.

Was soll bis wann erreicht werden?
Unser Ziel ist es, bis 2014 ein etabliertes Standardformat für Wissensinhalte aus Wikimedia-Projekten einzuführen. Das entsprechende Format muss offen und gut dokumentiert sein, sowie auf breiter Basis genutzt werden. Die verbreitetsten Programme zur Erstellung von Inhalten verfügen bis 2014 über eine Import- und Export-Funktionalität für Wikimedia-Inhalte.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Um das Ziel erfolgreich zu erfüllen, muss die Formatdefinition vorliegen, in Wikimedia-Projekten implementiert sein und von Softwareherstellern unterstützt werden. Das Vorhandensein von entsprechenden Import-/Exportfunktionen in Standardsoftware ermöglicht es, die Akzeptanz zu messen. Hierzu gehören vor allem Redaktions- und Blogsysteme sowie Textverarbeitungssysteme (z.B. MS Word, OOo Writer), die diese Funktionalität direkt ins Grundsystem integriert haben oder eine entsprechende Erweiterung anbieten. Eine Auswertung von Quellenangaben in den Medien und innerhalb der Wikimedia-Projekte gibt ein Näherungsmaß für die Durchdringung bzw. Nutzung von Inhalten an.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Freie Inhalte sind überall zu finden und es ist leicht, sie zu nutzen – Vision 4 erfordert, die Nutzung von Wikimedia-Inhalten so einfach wie möglich zu machen und den Aufwand zur Weiternutzung und zur Integration möglichst gering zu halten, so dass hier keine Widerstände entstehen. Für den normalen Nutzer muss es möglich sein, mit freien Inhalten zu interagieren, ohne dass er sich ungebührlich lange mit technischen Problemen oder Lizenzfragen aufhalten muss. Eine Realisation von Vision 1 (Medien stellen freie Inhalte zur Verfügung und teilen unsere Ideen) ist nur sinnvoll umsetzbar, wenn die Nachnutzung der Inhalte entsprechend einfach möglich ist. Ein von Wikimedia gestütztes Format stärkt auch Vision 8: Alle Wikimedia-Marken sind etabliert.
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Wikimedia-Projekte sind jederzeit nutzbar.[edit]

Dieses strategische Ziel ist auf die Steigerung der Robustheit und der Redundanz der Infrastruktur ausgerichtet. Wikipedia-Veteranen werden sich noch an die häufig schlechte Performance und die Totalausfälle erinnern, die gehäuft 2004/2005 auftraten. Totalausfälle erleben wir heute aufgrund technischer Verbesserungen und hoher Investitionen in Hardware sehr selten – dennoch: Erst im Jahr 2009 konnte der Aufbau eines von Wikimedia Deutschland finanzierten Backup-Servers in Angriff genommen werden, um die Mediendateien der Wikimedia-Projekte zu sichern. Vorher hätte es beispielsweise durch ein Unglück im Rechenzentrum in Florida durchaus zum „Daten-GAU“ kommen können.

Was soll bis wann erreicht werden?
Bis 2014 sollen sämtliche Single Point of Failures (SPoFs) identifiziert und beseitigt werden. Sowohl die Netzanbindung, als auch die technischen Subsysteme sollen alle (mehrfach) redundant ausgelegt sein. Von allen erfassten Daten (Text, Medien) sollen aktuelle Sicherheitskopien existieren. Die Wikimedia-Projekte sollen zu den 5 verlässlichsten Diensten der 20 meistbesuchten Websites gehören.
Wie wird Erfolg oder Misserfolg gemessen?
Nach einer Identifizierung von SPoFs kann deren Beseitigung durch regelmäßige Prüfung überwacht werden. In enger Zusammenarbeit mit den Technikern und den Colocation-Anbietern können alle notwendigen Komponenten aufgelistet und deren redundante Auslegung belegt werden. Anhand der Uptime der 20 meistbesuchten Websites lässt sich die Verfügbarkeit der Wikimedia-Projekte messen.
Wie trägt das Erreichen dieses Ziels zur Erfüllung der Vision bei?
Die Erreichung dieses Ziels trägt zur Erfüllung aller von uns aufgestellten Visionen bei – ohne die funktionierende und verfügbare Infrastruktur ist kein Zugriff auf das zugrundeliegende Wissen möglich.
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Operative Ziele[edit]

Erarbeitung durch das Planungsteam

Operative Maßnahmen[edit]

Erarbeitung durch das Planungsteam

Besetzung des Ressorts[edit]

  • 6. Vorstand (ab März 2009): Maria Schiewe und Tim Bartel
  • 7. Vorstand (ab Mai 2010): Maria Schiewe und Alice Wiegand
  • 8. Vorstand (ab März 2011): Robert Radke und Alice Wiegand

Beteiligung[edit]

Aus dem Vorstand sind Robert Radke und Alice Wiegand für das Ressort Usability/Technik und damit für die strategische Planung verantwortlich. Ihr erreicht sie per E-Mail unter usability@vorstand.wikimedia.de, über die Diskussionsseiten hier auf Meta oder über Kommentare im Wikimedia-Blog.

Daniel Kinzler, als Software-Entwickler der Geschäftsstelle, leitet und koordiniert das dazugehörige Planungsteam Usability/Technik. Um die großen sieben Ziele zu erreichen, erarbeitet das Team zunächst Teilziele und dann konkrete Maßnahmen für die Jahre 2010 und 2011. Dazu brauchen wir euch und eure Ideen. Wenn ihr Interesse an Barrierefreiheit, Usability oder technischer Weiterentwicklung habt und eure Kompetenzen im Planungsteam einbringen wollt, dann gebt uns unter kompass2020@wikimedia.de oder usability@vorstand.wikimedia.de Bescheid.

Unabhängig von der Mitarbeit in dem Planungsteam ist jeder willkommen, hier unsere Ziele zu kommentieren, zu diskutieren und Vorschläge zu machen.