Wikiversity/de

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Wikimedia-Projekte
Vollständige Liste der Wikimedia-ProjekteListe der Wikimedia-Projekte nach Größe

Die Koordination von Wikiversity findet, in allen Sprachen, auf beta statt.

Wikiversity ist nun auf Deutsch unter http://de.wikiversity.org/ erreichbar


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Diese Seite auf englisch

Wikiversity ist ein Projekt in der Beta-Phase der Wikimedia Foundation, erreichbar unter http://de.wikiversity.org/.

Ziele[edit]

(Dieses Kapitel ist eine Übersetzung der Kapitel 'Mission' und 'goals' von proposal )

Das Ziel des Wikiversity Projekts ist der Aufbau einer virtuellen Lerninstitution, welche sowohl für den Aufbau von virtuellen Lernmitteln benutzt wird, als auch für den Unterricht und die Forschung. Diese Anforderungen werden vermutlich die Grenzen des bestehenden Wikimodels ausreizen; bei Bedarf soll das Framework durch die Community erweitert werden.


Im Detail lauten die Ziele wie folgt:

  • Virtuelle Lehrmittel (E-teaching materials)

Die Entwicklung und Katalogisierung von Übungen, Tests und Prüfungen; Lehrmittel, welche über den Bereich Wikibooks hinausgehen, zum Beispiel Präsentationen, Filmmaterial zu Lehrzwecken, vollständige Kurse, interaktive Übungen und mehr. Alle diese Information muss von einem neutralen Standpunkt dargestellt werden und soll den gegenwärtigen Stand von Lehre und Forschung repräsentieren. Wikibooks wird als Partnerprojekt unterstützt, wo immer dies möglich ist und Sinn macht.

  • Virtuelles Lernen (E-learning).

Ein Framework, indem die Mitglieder der Community die online Kurse besuchen und Übungen absolvieren können.

  • Mehr Information über Ziele von Wikiversity sind zu finden unter About page.

Vision[edit]

Wikiversity kann viel mehr werden als "noch eine Universität"; sie soll vielmehr dazu anregen, die Art der Bildung und Wissensvermittlung an sich zu überdenken und neu zu gestalten. Zumindest bietet Wikiversity eine Plattform, um das Modell des gemeinsam erarbeiteten Wissens - Wikipedia - um die Komponente der gemeinsam entwickelten Wissenvermittlung oder einfach Bildung zu erweitern.

Gemeinsames (auch 'kollaboratives', 'konstruktivistisches') Lernen, oder auch als Teil der Lerngemeinschaft (learning community), wird immer mehr als Schlüsselfaktor erkannt aufgrund der zunehmenden Teilnahme und Motivation für offline und online-Kurse.

Bei diesem Modell ist wird die Rolle des Lehrers weiterentwickelt zum Vermittler und Moderator: Sie definieren die Grundelemente für Aktivitäten, Kurse und Programme, aber der eigentliche Inhalt sowie der Prozess dieser Veranstaltungen wird im Wesentlichen von den Lernenden selber bestimmt, wie zum Beispiel das gemeinsame Erarbeiten eines Präsentation, einer Studie bis hin zu einer gemeinsamen Forschungsarbeit. Dass eine solche Zusammenarbeit möglich ist, zeigt eigentlich jedes Wikimediaprojekt, allen voran Wikipedia. Wenn dieses Modell gut umgesetzt wird, vermutlich in erster Linie durch Förderung der Gruppendynamik sowie einer stetigen Begleitung durch den Moderator, werden die Lernenden die Verantwortung für die Aktivitäten übernehmen und sowohl eine höhere Motivation als auch eine höhere Effizienz beim Lernen haben als beim Frontalunterricht, da sie ja selber die Inhalte bestimmen.

Dadurch wird die experimentelle Seite des Lernens wiedererweckt, welches bei den Lernenden ein reflektierendes Verhalten fördert. Das Definieren und Beobachten der eigenen Wissenserarbeitung oder Lernfortschritte kann zum Beispiel durch das Führen eines persöhnlichen Tagebuchs geschehen, an dem selektiv ausgewählte Mitglieder wie der Moderator oder Komilitonen teilhaben können oder sogar ein offener Zugang gewährt wird, zum Beispiel in Form eines Blogs (oder eines Wiki-blogs).

Es ist sehr wichtig, vor allem angesichts der eher akademischen Bezeichnung Wikiversity, dass das Lernen im 'Wiki-umfeld' eben gerade nicht auf Universitätsprogramme beschränkt ist, sondern auch handwerkliches, gewerbliches und künstlerisches Wissen vermitteln kann um genau die Standesschranken (welche sich überall und immer noch in Ausdrücken wie z.B. 'höhere Bildung' und 'Hoch'schulen halten) zu überwinden. Durch das Anbieten von durchgängigen Bildungsprogrammen von Basiswissen über Fachwissen bis hin zu Expertenwissen könnte Wikiversity sowohl in Industrieländern helfen, die Chancengleichheit in Bezug auf Bildung zu verbessern als auch insbesondere vielen Entwicklungsländern gewisse Bildungsinhalte überhaupt zugänglich zu machen.

In einer zunehmend vernetzten Wel sind weitverbreitete Sprachen wie z.B. Englisch und Chinesisch ein wichtiger Katalysator; Wikiversity kann zum einen Kurse für diese Sprachen anbieten, durch die gleichen Konstrukte können aber auch aus diesen verbreiteten Sprachen heraus Kurse zu Sprachen, welche nur sehr lokal gesprochen werden und bisher praktisch nur vor Ort erlernbar waren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Wikiversity durch folgende Charakteristiken beschrieben werden kann:

  • Lerninhalte aller Wissensgebiete, welche mit virtuellen Mitteln übertragen werden können
  • Alle Leute aus allen Altersklassen, jegliche Vorbildung kann innerhalb von Wikiversity erreicht werden
  • Verschiedene Arten von Lerngruppen vom einfachen Kurs bis zur Forschungsrichtung
  • Zusammenarbeit in virtuellen Gruppen - neben Selbststudium
  • Selbstbestimmung der Lerninhalte durch die Lernenden
  • Begleitung und Unterstützung durch Moderator, aber kein Dirigieren durch Lehrer

Softwareanforderungen[edit]

Wikiversity sollte weitgehend realisierbar sein mit den bestehenden Softwaremitteln, MediaWiki. Es kann aber sein, dass vor allem in folgenden Bereichen zusätzliche Anforderungen entstehen:

  • Elektronische Übungsunterstützung Der interaktive Übungsbetrieb hat ein sehr grosses Potential durch direkte Rückkoppelung während des Arbeitens
  • Elektronische Prüfung. Um schlussendlich Wissen zertifizieren können, sind Hilfsmittel für elektronisches Prüfen unerlässlich
  • Web of trust. Ein Modell, das die Möglichkeiten von Zertifizierungen für Wikiversity-studenten darstellt
  • Separate Umgebung für Entwicklung von Lerninhalten. Die Lerninhalte sollten vermutlich nicht ganz so frei erstellt werden wie bei Wikipedia, der Lernende muss sich auf richtige, geprüfte Lerninhalte und insbesondere Übungen verlassen können.
  • MediaWiki Erweiterungen (extensions) für veschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen (siehe vor allem WikiTeX, das aus Sicherheitsgründen noch nicht installiert ist)
  • Vorlagen und Richtlinien für Autoren zur Strukturierung der Kurse und "Lernobjekte" basierend auf bewährten pädagogischen Standards

Erste Kurse[edit]

In Kürze werden die Lernangebote hier detailliert aufgelistet. Ein erster Kurs in Ozeanographie ist aufgeschaltet, allerdings auf Englisch.

Als Beispiel auf Deutsch, auch hier noch im Aufbau begriffen, ist der Kurs Programmierung erwähnt. (Es gibt auch einen englischen Kurs unter v:Programming zum Vergleichen)

Einen sehr interessanten Beitrag liefern auf der deutschen Wikiversity die Vorschläge für virtuelle Werkzeuge. Diese Vorschläge stellen explorative Beispiele für mögliche neue Software zur Lernunterstützung, mit denen das Potential und den Möglichkeiten ergründet werden, welche sich beim virtuellen Lernen eröffnen.

Englische Wikiversity

Um organisiert vorzugehen in Richtung voller Abdeckung aller Wissensbereiche, wurde die gegenwärtige School of Wikiversity in fünf grössere Bereiche unterteilt

  1. Physik
  2. Naturwissenschaften,
  3. Geisteswissenschaften,
  4. Angewandte Wissenschaften
  5. Sozialwissenschaften

Innnerhalb dieser fünf Bereiche gibt es 45 Schulen. Zum Beispiel enthält Humanities Division Schulen für Kunst und Design, Recht, Linguistic, Literature, Musik, Philosophie und Theologie.

Im Bereich Wikiversity Social Sciences Division hat die Schule School of History zum Beispiel einen aktiven Kurs The Great War and Versailles welcher von Christopher Polizano moderiert wird.

Andere sich im Aufbau befindende Kurse: