Wikimedia-Foundation-Wahlen/2017/Kuratoriumswahlen/Fragen/1

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Warum solltest Du Kuratoriumsmitglied werden?

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Warum glaubst Du ein guter Kandidat bzw. eine gute Kandidatin für einen Sitz im Kuratorium zu sein?

Basiert auf dem Fragenpool des Wahlausschusses
Chris Keating (The Land)
Ich werde eine wirksame Stimme der Community im Kuratorium sein und ich habe tiefgehende Erfahrung in Führung innerhalb der Wikimedia-Bewegung.

Zu sagen "die WMF muss mehr auf die Communitiy hören" oder "wir brauchen KuratorInnen, die aktive Communitymitarbeiter sind" ist einfach. Es zu tun ist der schwierige Teil. Wer hilft der WMF dabei, beser mit der Community zu arbeiten? Wer ist am besten geeignet ein neues Superprotect-Fiasko zu verhindern oder den Übergang zu einer neuen GF zu managen? Wer ist in der Lage, der WMF dabei zu helfen, das Beste aus der neuen Bewegungsstrategie zu holen und das Beste für unsere Mission zu erreichen?
Dies sind die Gründe, aufgrund derer ich ein guter Kurator sein würde:

  1. Ich habe Erfahrung nicht nur als Wikipedianer, der gute Artikel schreibt, sondern auch als Ehrenamtlicher und/oder Mitarbeiter bei vielen anderen Non-Profits, bei denen das Ziel der Gewinn von Wahlen oder die Heilung von Krankheiten ist. Der Kontext ist unterschiedlich, aber die Dynamik der Beziehungen ist ähnlich. Ich habe darüber geschrieben, wie diese Dynamik wirkt und warum die WMF pro-aktiv zuhören, nach Rat fragen und kommunizieren sollte, und es vermeiden sollte, ihre Macht zu benutzen um Lösungen durchzusetzen wo immer dies möglich ist. Ich werde meinem eigenen Rat folgen wenn ich gewählt werde, und den Rest des Kuratoriums dazu ermuntern.
  2. Ich kann wirksam beeinflussen und hinterfragen. Ich kenne meine eigene Meinung und habe keine Angst davor, in der Minderheit zu sein, zur Not auch als Einziger. Ebenso gibt es Zeiten, in denen ich als Minderheit von eins gestartet bin, und mit dem Gewinn der Debatte geendet habe. Ich habe dies still, hinter der Bühne, wirksam getan - das Gegenteil von öffentlicher Effekthascherei. Es ergibt keinen Sinn "die Stimme der Community" zu sein, wenn Du kein Geschick und Urteilsvermögen hast, um diese Stimme wirksam zu machen, egal wie viele Edits Du gemacht hast.
  3. Nach 5 Jahren Erfahrung im Kuratorium von Wikimedia UK weiß ich nicht nur, was das Richtige ist, was ein Kuratoriumsmitglied tun muss, ich habe dies auch schon tatsächlich getan - manchmal auch in Zeiten, in denen das Kuratorium und ich unter starker Anspannung standen. Zu Beginn meiner Vorstandszeit 2012/13 musste ich mit den Umständen umgehen, die zum Wikimedia UK governance review geführt haben, verbunden mit ein paar ernsthaften Herausforderungen, bei denen ich der Organisation half, sie zu meistern, und ich habe die Organisation in einem deutlich besseren Zustand verlassen als ich sie vorfand. Obwohl die WMF aktuell nicht in einer Krise steckt, wird irgendwann in den nächsten drei Jahren das Unerwartete passieren, und meine Erfahrung wird ein echter Gewinn sein.
Milos Rancic (millosh)
Einst in der Vergangenheit war unsere Bewegung am Rande der sozialen Innovation, in der Lage, die Welt zu verändern. Während die Existenz unserer Bewegung heutzutage nicht gefährdet scheint, hat, nachdem wir die Welt mit der Wikipedia verändert haben, unsere Kraft zur Veränderung der Menschheit rapide nachgelassen. Die Gruppe, die dafür die alleinige Verantwortung trägt, ist das Kuratorium. Es gibt offensichtlich noch weitere Faktoren, aber diejenigen, die die Bewegung nicht geführt haben, können schlecht verantwortlich für den Vertrauensverlust der Bewegung selber sein.

Wenn ihr denkt, das Kuratorium hätte in den letzten Jahren alles in allem einen guten Job getan, und ihr Angst vor Veränderungen habt, solltet ihr mich nicht wählen. Es gibt viel bessere Kandidaten für das weiter wie bisher.

Aber wenn ihr das Gegenteil denkt und radikale Änderungen in der Bewegung haben wollt, dann bin ich definitiv einer Eurer Kandidaten. Wie ich schon in meinem Statement gesagt habe, trete ich zwar ausdrücklich an, um Kurator zu werden, aber darin eingeschlossen ist mein Wunsch nach einem Mandat um an tiefgreifenden Änderungen in unserer Bewegung zu arbeiten, was ich nicht als Kurator, sondern als normaler Wikimedianer mit ausreichend wikimedianischer politischer Unterstützung tun kann.

Ich habe eine Reihe formeller und informeller, gemeinnütziger und gewinnorientierter, Organisationen in verschiedenen Rollen geführt: Von Posten wie Präsident oder Spitzenmanager über nuancierteren Rollen von Primus inter Pares bis zu gleichberechtigtem Mitglied verschiedener Gruppen und Kollektive. Die Komplexität menschlicher Interaktionen ist etwas, mit dem ich normalerweise leicht klar komme.

Ja, eine Reihe meiner Visionen sind schon in unserer Bewegung umgesetzt; ja, in einer Reihe von Fällen habe ich unsere Community bzw. Communities erheblich verbessert... Aber, nein, ich war nicht immer erfolgreich bei der Umsetzung meiner Visionen; nein, ich war nicht immer in der Lage oder willens meine Visionen voranzutreiben; ja, ich habe Fehler gemacht; ja, ich bin i der Lage diese zuzugeben; und ja, ich bin in der Lage meine Position aufgrund präsentierter Fakten zu ändern.

Und ja, ich denke, das unsere Bewegung aktive Personen im Kuratorium braucht, die in der Lage sind, die Organisation zu managen und die Bewegung zu leiten, anderer Leute Fehler bereinigen können; aber viel mehr als das benötigt unsere Bewegung in dem Kuratorium die, die in der Lage sind zu sagen, dass sie falsch lagen, ihre eigenen Fehler bereinigen können und, egal wie hart die Situation auch sein mag, immer bereit sind den Dialog zurück auf Anfang zu setzen, unsere gemeinsame Grundlage zu betonen und die Arbeit an der nahen und fernen Zukunft unserer Bewegung neu zu starten.
Dariusz Jemielniak (Pundit)
Die Bewegung braucht KuratorInnen, die, wie ich, unsere Projekte verstehen, echtes Wissen und Erfahrung mitbringen, in der Lage sind, konstruktiv zusammenzuarbeiten, aber ebenso zu ihrer Meinung stehen und einen Standpunkt haben.

Ich habe echtes Wissen in Management und Strategie, und auch Erfahrung anderer Kuratorien. Ich habe Forschung an Spitzenuniversitäten betrieben. Durch viele Rollen in der Community (Steward, CU, FDC-Vorsitz, Ombudsmann...) habe ich ein inniges Verständnis von unserer Bewegung erworben. Ich bin effektiv: Als ich 2015 gewählt wurde hatte ich einen Plan, der unter anderem die Abschaffung von SuperProtect und die Entwicklung einer Anti-Belästigungs-Politik und die Einführung einer Communitykontrolle über das WMF-Budget in dem FDC enthielt. Ich habe es geschafft. Ich habe außerdem zur Erhöhung der Transparenz unseres Kuratoriums beigetragen, und habe die Entwicklung neuer Seiten zur Kommunikation und zum Nachhalten unserer Verpflichtungen vorgeschlagen. Aber am wichtigsten ist, dass ich sowohl konstruktiv als auch durchsetzungsfähig bin. Ich habe bewiesen, dass ich in der Lage bin, auch gegen alle anderen KuratorInnen, unsere Werte zu verteidigen. Ich habe sehr hart, mehrere hundert Stunden, daran gearbeitet die Führungskrise zu lösen, in der wir uns befanden. Obwohl ich anfangs nicht in der Lage war meine MitkuratorInnen von meiner Sicht zu überzeugen, konnte ich zusammenarbeiten und Konsens suchen, was dann schließlich (ja, spät) gute Ergebnisse hervorgebracht hat. Der Eerhalt der institutionellen Erinnerung an diese Krise ist wichtig um eine Wiederholung zu verhindern.

Dies ist wichtig: Wir brauchen KuratorInnen, die die Stimme erheben und in der Lage sind, selbständig zu denken (damit sie sich z.B. in Situationen wie SuperProtect sofort äußern). Aber wir benötigen auch KuratorInnen, die fähig zur Zusammenarbeit mit andern sind, und Lösungen bringen statt Gesten.
James Heilman (Doc James)
Die Bewegung braucht KuratorInnen, die aktiv eingebunden sind in und ein ausgezeichnetes Verständnis von unseren Projekten haben. Als jemand, der beinahe täglich schreibt, und zu mehr als 110 verschiedenen Projekten etwas beigetragen hat, habe ich ein ausgezeichnetes Verständnis sowohl unserer kultureller Normen, als auch einiger der dringendsten Probleme, denen wir gegenüberstehen, erworben.

Als ich 2015 gewählt wurde, tat ich dies teilweise auf der Basis der Verbesserung des Verhältnisses zwischen der Community und der WMF. Ich habe in etlichen Belangen Erfolg gehabt mit der Rücknahme von superprotect, größerer Transparenz und dem Bekommen einer besseren GF, die unsere Kultur und Werte besser vertritt. Es gibt allerdings noch immer Arbeit und wir stehen weiter schweren Aufgaben gegenüber.

Wir müssen sowohl die Probleme mit Belästigungen und Mobbing als auch mit nicht deklariertem Bezahlschreiben angehen. Wir brauchen Verbesserungen in der Software, die wir zum Schreiben benutzen. In Bezug darauf werden wier am meisten erreichen, wenn wir zusammenarbeiten. Ich habe eine Reihe von Kooperationsbemühungen zwischen verschiedenen Teilen der Bewegung vorangetrieben: die Entwicklung unseres CopyPatrol Werkzeugs, unsere Medical Translation Task Force, unsere [Offline Medical App] (aktuell in 10 Sprachen) und half, die Wiki-Community für die Reise wieder unter dem Schwesterprojekt Wikivoyage zusammenzubringen.

Daher glaube ich, dass ich sowohl eine Erfolgsbilanz als auch die Erfahrung habe, um uns bei der Bewältigung der aktuellen Probleme zu helfen.
Abbad Diraneyya (عباد ديرانية)
Ich denke, dass die meisten KandidatInnen für das Kuratorium in der Lage sind eine recht große Erfahrung im Management von gemeinnützigen Organisationen und Communityeinbindung darstellen können. Meine Fachkenntnisse sind denen der meisten ähnlich, wahrscheinlich ein wenig nachrangig im Vergleich, sie bestehen lediglich aus ein paar Jahren Offline-Wikimediaaktivität und nur zwei Jahre als Teil einer neuen Benutzergruppe. Ich bin auch nicht sehr aktiv in der globalen Community der Bewegung, weil ich mich in meiner bisherigen Laufbahn sehr auf Projekte in meiner Heimatsprache konzentriert habe. Weil ich Ehrlichkeit schätze, würde ich nie die falsche Behauptung aufstellen wollen, ich wäre die allerbeste Ergänzung des Kuratoriums. Kurz: Ich stelle mich aus folgenden Gründen zur Wahl:
  • Ich glaube, dass meine Sprachgemeinschaft, mein Alter, meine Region und meine generelle Zugehörigkeit zum Globalen Süden mich zu einem Mitglied von einigen der zu wenig vertretenen Gruppen der Bewegung machen würde. Meine Wikimediaerfahrung und -beiträge, obwohl sie bestimmt nicht besonders eindrucksvoll im der weiteren Bewegung sind, sind wahrscheinlich relativ gut im Vergleich zu Wikimedias Präsent in den Communities, aus denen ich stamme.
  • Ich bin allgemein sehr zuversichtlich genug Verständnis, und auch eine umfassende Einsicht in die Mission der Bewegung, zu haben, um damit etwaige Hindernisse in Bezug auf meine unterdurchschnittlichen Erfolge.
  • Ich habe neue Ideen, die ich einführen möchte. Wie gesagt, ich würde nie behaupten, etwas bahnbrechendes beizutragen, aber, wie viele andere KandidatInnen, kann ich neue Herausforderungen in der Zukunft sehen, und ich habe einige Vorschläge und Gedanken darüber, wie mit ihnen umgegangen werden könnte.
María Sefidari (Raystorm)
Meine hart erworbene institutionelle Erinnerung, eine breite Arbeitserfahrung in der Wikimediabewegung, und meine Lebenserfahrung sind die Eckpfeiler der positiven Beiträge, die ich dem Kuratorium zusteuern möchte. Ich hoffe, dass die Auswirkungen dieser Beiträge aufgefallen sind in den guten Entscheidungen, die wir im letzten Jahr getätigt haben.

In der aktuellen Situation ist meine institutionelle Erfahrung seht wichtig für das Kuratorium. Wir kommen aus einer Krise, wir haben es geschafft die Kurve zu kriegen, aber die Realität ist die, dass das Kuratorium sich noch immer im Aufbau befindet. Wir haben unbesetzte Sitze und müssen bis zu fünf neue Leute - einschließlich der benannten Sitze - finden, die dem Kuratorium bei der Wikimania in Montreal beitreten. Das wird einen tiefen Eindruck auf die aufkeimende Dynamik des Kuratoriums haben - denn das aktuelle Kuratorium ist auch sehr neu, und funktionierende Dynamik passiert nicht über Nacht. Vier von sieben von uns (inklusive mir) waren nicht Mitglied als ein Communitymitglied entfernt wurde. Zwei haben die neue Geschäftsführerin nicht mit angestellt. Aber wir alle haben die neue Strategie der Bewegung verabschiedet. Wir alle haben Entscheidungen auf höchster Ebene getroffen, um die Funktion der Foundation und die Zukunft der Bewegung zu verbessern. Die zuletzt zugekommenen zwei Mitglieder (von den Affiliates ausgewählte Mitglieder) mussten sich sofort den Herausforderungen stellen und Schlüsselverantwortungen übernehmen, und sie haben dies in einer bewundernswerten Weise getan. Weil einige KuratorInnen keine weitere Amtszeit übernehmen wollen, ist es wichtig, dem Kuratorium die Chance zu erhalten, auf bestehende Beziehungen und bestehendes Wissen aufzubauen um Wirksamkeit und Zusammenhalt zu sichern. Ich kann das. Ich erledige Aufgaben.

Ich habe breite und anhaltende Erfahrung in ehrenamtlicher Arbeit für das Wikimedia-Movement im Ganzen. Ich war in einer breit gestreuten Anzahl von Positionen an der Wikimediawelt beteiligt, als Autorin, Admin, Chapter-Kuratorin und -angestellte, Mitglied und Mitarbeiterin des Affiliations Committee, Gründerin einer Benutzergruppe, Mitglied von Iberocoop, und, wie viele andere Langzeitcommunitymitglieder, weitere Tätigkeiten in den Jahren, die, wenn ich sie aufzählen würde, diese Liste sprengen würden.

Ich kann - und tue dies auch - Gesichtspunkte einbringen, die viele verschiedene Communities und Interessen auf den Tisch bringen, wenn wir Prioritäten und Strategien diskutieren. Darum kandidiere ich, um sicherzustellen, dass die Gesichtspunkte unserer Communities in den Diskussionen da sind, wenn es darauf an kommt.

Wir haben eine inspirierende Herausforderung vor uns - den 15-Jahres-Strategieplan, eine wahrhaftig gute Geschäftsführerin, der ich dabei vertraue, uns dorthin zu bringen, und ein Kuratorium, dass sich krumm gelegt hat, um die Aufgaben zu erledigen. Ich biete meine Erfahrung als Kuratorin und Vizevorsitzende an, um die Sache auf hohem Niveau reibungslos am Laufen zu halten, damit wir die Ablieferung einer so inklusiv wie nur möglichen Strategie 2030 fertig stellen können, als ein Vermächtnis an die Bewegung und unsere Communities.
Peter Gallert (Pgallert)
(Bitte erlaubt mir hier eine einzige Antwort, mit über 1600 Buchstaben) Ich glaube, das mindestens vier Dinge wichtig sind für die anstehenden Aufgaben, und das diese, in absteigend wichtiger Reihenfolge Integrität, Transparenz, Kompetenz und Erfahrung sind. Ich erfülle diese Anforderungen, insbesondere:
  1. Integrität: Von uns wird erwartet, die Interessen der Community zu repräsentieren. Nichts anderes zählt mehr. Nichts wird mich davon abbringen, Punkte anzusprechen und Fragen dazu zu stellen, die Diskussion in eine angemessene Richtung zu lenken, um das Ziel zu erreichen, und in dieser Richtung abzustimmen, falls kein Konsens erreicht werden kann. Die Basis für Integrität ist Unabhängigkeit und Moral. Ich glaube, beides zu besitzen, und lade Euch ein, dies zu überprüfen.
    Kuratorien können dunkle Plätze sein. Wie Ihr wahrscheinlich wisst, war ich bisher nicht im Kuratorium der Wikimedia. Meine Kandidatur 2015 war aus meiner Sicht erfolgreich, aber nicht erfolgreich genug, um einen der drein Sitze zu erlangen. Daher weiß ich nicht, und kann auch nicht darüber spekulieren, wie viel fischige Geschäfte dort getätigt werden. Aus meiner Erfahrung anderswo weiß ich, dass eine Kuratoriumsmitgliedschaft einige bedeutende Vorteile haben kann: Freiflüge, großzügige Bezüge, ein netter Eintrag im Lebenslauf, und gefühlter sowie tatsächlicher Einfluss. Daraus folgt, dass die Personen, die am besten für einen Sitz geeignet sind, weder machthungrig noch in großer Geldnot sein sollten. Ich kann Euch versichern, dass dies auf mich zutrifft, aber ich denke nicht, dass ich dafür viel vorzeigen kann, was von Euch als sicherer Beweis akzeptiert würde - gebt mir eine Chance und ihr werdet es sehen.
  2. Transparenz: Lasst mich das Offensichtliche sagen: Die Aufgabe des Kuratoriums ist die Überwachung der Funktionen der Wikimedia Foundation. Die Aufgabe der Wikimedia Foundation ist es, sicherzustellen, dass die Wikimedia-Projekte erfolgreich sind. Wikimedia-Projekte werden ohne Community nicht erfolgreich sein. Eine glückliche und florierende AutorInnen-Community ist daher der Hauptaugenmerk der Foundation, und somit auch des Kuratoriums.
    Ihr werdet sehen, dies ist die Richtung vieler meiner Antworten. Dies ist die erste, die ich schreibe, sie ist daher ein wenig länger, und ich sage: Wenn die Community Transparenz wünscht, sollte es Transparenz erhalten. (Ich persönlich denke auch, das Transparenz gut ist, aber meine persönlichen Ansichten zählen hier weniger, wenn ich gewählt würde.) Niemand sollte sich hinter Gesetzen verstecken, die dies oder das erlauben, nur um Dinge geheim zu halten vor dem einzigen Reichtum, den die Foundation hat, den AutorInnen. Die WMF hat keinen Wettbewerb. Selbst wenn es eines Tages einen geben sollte, würde dies eher unterstützend, nicht nachteilig, für die Vision des Wikimedia-Projekts sein. Es gibt also keinen Grund, irgendetwas geheim zu halten, außer um die Würde von Menschen zu schützen: den Angestellten, den AutorInnen, den KuratorInnen, den Artikelgegenständen usw.
    Selbst dieser letzte Vorbehalt, der ab und an vorgebracht wird: Den Grund einer Aktion nicht sagen unter dem Vorwand des Schutzes von Individuen kann nicht allumfassend sein. Denn, wenn ich über jemanden, ich denke da an Doc James, sage, er habe so schreckliche Dinge getan, dass sie nicht genannt werden dürften, habe ich damit schon seine Reputation beschädigt. Es wäre besser gewesen, eine allgemeine Begründung zu geben, was auch immer diese gewesen wäre.
  3. Kompetenz und Erfahrung: Ich bin jemand, der lebenslang lernt, und ich habe Jobs in einer Vielfalt getan, die übertrieben oder verrückt klingt. Es geht vom Straßenreiniger bis hin zum Gastprofessor, mit Ausflügen in Kinderpflege, Büroleitung, Kunsthandwerk, Kunst und das Militär. Das eine, was ich immer versucht habe zu tun, ist den Rat zu beachten, den ein Stammesältester mir einmal gegeben hat: "Wenn etwas es wert ist, getan zu werden, ist es es wert, gut getan zu werden." Auf diese Weise werde ich meine Amtszeit im Kuratorium angehen.
    Also bin ich ein wenig 'rumgekommen. Das trifft auch auf meine Rollen als Autor, Wikipediaaktivist und Profi. Meine Wikipedia-verwandte Erfahrung habe ich hier in meiner Kandidatur angegeben. Ich war in unserer Universität fünf Jahre im Senat (dem Gremium direkt unter dem Kuratorium, das wie Council nennen), und ich war sieben Jahre lang Linienvorgesetzter in einem Universitätsinstitut. Mein Lebenslauf sagt, dass ich während meiner Zeit dort "alle produktiven Mitarbeiter halten konnte"; was bedeutet, dass ich ein paar, die diesen Anforderungen nicht genügt haben, losgeworden bin. Es ist wichtig gelegentlich "Nein" zu sagen. Ich bin jetzt normale Lehrkraft um endlich meinen Doktor zu machen. Ja, es geht um die Wikipedia, nud ich gebe gerne weitere Auskünfte, sollte das gewünscht werden.
Yuri Astrakhan (yurik)
Ich bin ein langjähriges Mitglied der Community und ehemaliger Angestellter der WMF. Ich habe daher eine einzigartige Einsicht darin, wie die WMF funktioniert, und auch eine wichtiges Wissen über die technischen Möglichkeiten von MediaWiki. Bei der Beurteilung zukünftiger Ausrichtungen wird das Kuratorium stark von einem aus der Community stammenden technischen Experten profitieren. Es gibt verschiedene Richtungen, die ich wichtig finde:

“Fake news” sollten mit überprüfbaren Fakten gekontert werden. Ich habe die Datenspeicherungs und -visualisierungs</nowiki>seiten der Wikis umgesetzt und vorangetrieben. Verlässliche Datenquellen, klare Grafiken / Diagramme und bessere Editierwerkzeuge werden die Inhaltsverlässlichkeit erhöhen und im Kampf gegen die Verbreitung von Gerüchten und Lügen helfen.

Ich habe die Projekte ruwiki bots und ”schools and universities” (ru) angestoßen und mit verschiedenen Bots 2,6 Millionen Edits gemacht. Ich habe an etlichen neuen Schlüsseltechnologien gearbeitet, die dazu entwickelt wurden, die Qualität und Vielfalt des Inhalts, Karten und Grafiken, zu verbessern, und bin weiterhin dabei, die Communities bei der Integration dieser Technologien zu unterstützen.

Ich glaube fest daran dass die WMF mehr Transparenz benötigt, insbesondere bei der Entwicklung von Produkten und bei der Annahme von Spenden für spezielle Projekte.

Schließlich habe ich eine klare und umsetzbare Vision davon vorgestellt, wie der Inhalt der Wikipedia verbessert werden kann um neue LeserInnen und AutorInnen anzuheuern.
Abel Lifaefi Mbula (BamLifa)
Ich bin dem Wikipediaprojekt beigetreten, weil ich davon überzeugt war, dass es auf einem der fundamentalen Werte der Menschheit beruht: Freiheit.

Ich bin zu ihren Ursprüngen zurückgegangen, ich habe seine Schwesterprojekte entdeckt und auch die Wikimedia Foundation, die alle diese Projekte hostet. Darüber hinaus konnte ich auch begreifen, dass dies eine schwindelerregend wachsende Bewegung ist. Eine Bewegung ohne sprachliche und soziale Barrieren. So gut, und sogar gut in der Theorie. In der Praxis habe ich verstanden, das nicht alles so ist, wie es sein sollte. Es gibt Communities, die unterrepräsentiert sind und andere, die beanspruchen, repräsentiert zu sein. Kurz: Ich habe schnell verstanden, dass wir in einer europäisch-amerikanischen, männlichen Kluft. Ist die Wikipedia nur für Europäer oder Nordamerikaner oder Männer? NEIN, sie gehört uns allen. Also müssen wir genau jetzt etwas ändern. Und wir brauchen jemanden der bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen.

Wir müssen eine Community aufbauen die jeden vertritt. Stoppt Rassismus, keine Maskulinisierung. Mein Kampfruf ist daher ermutige und/oder kämpfe für die Repräsentation der lange "vergessenen" Communities auf allen Ebenen der Bewegung. Ich bin ihre STIMME.


Communityeinfluss im Kuratorium

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Manchmal - hoffentlich sehr selten - müssen KuratorInnen Entscheidungen treffen, bei denen das Beste für die Community, das Beste für die WMF und/oder das Beste für das Leitbild/die Mission in Konflikt zueinander stehen. Wie würdest Du mit solchen Fällen, und dabei auch Deine gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber der Foundation, umgehen? Wie würdest Du die Prioritäten bezüglich Deiner gesetzlichen Verpflichtungen als Kurator gegenüber der Foundation, Deiner Verpflichtung gegenüber der Community als Deiner Wählerschaft, und Deiner Verpflichtung gegenüber der Mission setzen, wenn diese in Konflikt geraten? Wie würdest Du den Communityeinfluss und das -interesse bezüglich dem Kuratorium handhaben?

Basierend auf Fragen von Mautpreller, denny und KlaasZ4usV
Chris Keating (The Land)
Wie Milos stelle auch ich fest, dass dies ursprünglich als zwei verschiedene Fragen vorgestellt wurde, und ich versuche beide zu beantworten. Also Entschuldigung für die lange Antwort.

Basisprinzipien: Vor dem Gesetz gibt es keinen Unterschied zwischen den Interessen der WMF und dem wirksamen Verfolgen ihrer Mission. Die WMF hat keinen anderen Sinn als die Verfolgung ihrer Mission. Wenn du Kuratoriumsmitglied einer gemeinnützigen Organisation wirst, übernimmst die Aufgabe, im besten Interesse der Mission der Organisation zu handeln. Das ist also die einfache Antwort auf höchster Ebene: Die Mission ist alles.

In der Praxis gibt es viele Ansichten davon, wie wir unser Ziel erreichen können. Oft benutzen die Leute "die Interessen der WMF" wenn sie meinen "die Finanzierung der WMF", oder möglicherweise "die aktuellen Prioritäten der letenden Angestellten". KuratorInnen müssen die WMF anleiten wirksam zu arbeiten durch die Bereitstellung von genauen Prüfungen und Herausforderungen ausgerichtet an den Werten und Ansichten der Mitglieder der Community. Geld, Ansehen und Angestellte sind wichtig - aber eine blühende Community ist wichtiger als ein paar dutzende von Millionen Dollars Einkommen (nicht dass es ein entweder/oder zwischen den beiden gäbe).

Insbesondere sollte die WMF seinen Besitz der Server, Warenzeichen und Geldmittel nicht dazu benutzen um legitime Meinungsunterschiede zu unterdrücken. Jede SuperProtect-artige Situation verlangsamt die Wikimedia-Bewegung beim Erreichen des Ziels. Wenn ein ähnlicher Vorfall wieder passiert, und das Kuratorium entscheiden sollte, ihn in ähnlicher Weise zu behandeln, würde ich es schwer finden, im Kuratorium zu verbleiben. (Ich hoffe und erwarte das dies eine ferne Möglichkeit ist - insgesamt ist die WMF in den letzten Jahren deutlich besser in so etwas geworden).

Meiner Ansicht nach ist dieses Thema hauptsächlich eins von Verhalten, nicht Strukturen. Ich habe manchmal Rufe nach einer Abschaffung der benannten Sitze gehört, oder einen besonderen Status für von der Community gewählte Mitglieder, oder ein neues Community-Gremium, dass überwacht, was das Kuratorium tut. Ich bin grundsätzlich skeptisch gegenüber solchen Ideen. Die Dynamik der Situation (die ich in meinem Essay über das Community-WMF-Verhältnis dargestellt habe) bedeutet, dass eine Änderung der Strukturen wahrscheinlich nur eine Wiederholung der Probleme erzeugt, keine Lösung. Dies beiseite macht diese Wahl die Probleme bezüglich der Vielfalt der von der Community gewählten Kuratoriumsmitglieder deutlich, und wenn wir dafür eine Lösung finden können, die aus einem oder zwei mehr von der Community gewählten Mitgliedern besteht, wäre ich sehr glücklich.
Milos Rancic (millosh)
Diese Frage -- und die Art der Präsentation hier -- ist beschämend. Sie täuscht vor, zwei verschiedene Fragen abzudecken -- eine aus der Community, die die Bedenken der Community behandelt und von 8 Communitymitgliedern unterstützt wurde und die andere, die einen "philosophischen" Konflikt zwischen der Foundation und der Community behandelt, und die niemand außer vermutlich ein paar anderer Kuratoren unterstützt -- während der Communityanteil der Frage nirgends erwähnt wird!

Ich werde also auf beide Fragen antworten, und das wird definitiv länger als 1600 Zeichen sein.

Einfluss der Community

Last uns aufhören der Illusion zu glauben, das Kuratorium wird irgendwas in dieser Angelegenheit unternehmen. Es ist 2017, und wir reden seit ungefähr zehn Jahren darüber. Wir haben Communitymitglieder des Kuratoriums verschiedene Positionen einnehmen sehen bezüglich dieses Themas: Von offenem Abstreiten eines problems überhaupt über die Vermeidung (wie dieser Versuch der Zensur zeigt) über ein Versprechen, alles oder etwas zu verändern. Aber nichts ist passiert.

Warum? Ich bin mir sehr sicher dass die meisten ihre versprochenen Änderungen ernst gemeint haben. Trotzdem, irgendwas passiert mit ihrer Entschlusskraft, ihrem Willen zur Veränderung, sobald sie den Sitz im Kuratorium antreten.

Ich würde sagen, das liegt an negativer Synergie: Wir haben 10 sehr gute Personen, wir bringen sie zusammen und bekommen eine Gruppe Affen. Wenn einer von ihnen Angst hat, bekommen alle Angst, und weil sie Angst haben, werden sie hysterisch und sehr bemüht alles gegen ihre Angst zu tun.

Während ich ziemlich sicher bin, dass ich mich nicht so verhalten werde (begründet in ähnlichen Rollen meinerseits in der Vergangenheit), bin ich zu 50% sicher dass ich in der Lage bin, dies zu reparieren (wieder begründet in ähnlichen Rollen meinerseits in der Vergangenheit) wenn, und nur wenn das das einzige Problem ist. Und ich bin mir sicher das es nicht das einzige ist, was die Chancen mit etwas so komplexen wie der kollektiven Furcht des Kuratoriums unzugehen deutlich senkt. Und ich bin mir sicher, ich bin nicht der erste, der das versucht hat.

Wie auch immer, das ist nicht die einzige Art mit dem Thema umzugehen.

Die einzige Möglichkeit für die Community ihren eigenen Platz in der Bewegung einzunehmen wäre die Organisation, die Gründung eigener politischer Institutionen und ihren eigenen Willen durch diese zum Ausdruck bringen. Und ich möchte diesen Prozess anführen, aber um das zu tun, brauche ich die Legitimation der Community, ausgedrückt durch eine relevante Anzahl von Stimmen in dieser Wahl.

Mit anderen Worten: Wenn ich gewählt werde, würde ich zwei Rollen einnehmen; (1) ein Kurator einer gemeinnützigen Organisation sein; und (2) verantwortlich für den Prozess sein, der die Community ermächtigt durch die Gründung der wichtigen Institutionen, wie Versammlungen es sind.

Foundation vs. Community

Dies ist eine der Fragen die mit den Worten anfangen sollte: "Angenommen, die Kuh wäre ein ideales kugelförmiges Wesen..." :P

Ich sehe keinen Konflikt zwischen der formellen Mission der WMF und der WMF selber. Wenn zum Beispiel die Mission einer Organisation die Durchführung einer bestimmten Aufgabe wäre, und diese Aufgabe wäre erledigt und es gäbe sonst nichts sinnvolles für die Mission zu tun, dann sollte die Organisation aufhören zu existieren. Wenn die Organisation 1 Milliarde Streichhölzer herstellen soll, und 1 Milliarde Streichhölzer hergestellt hätte, dann war's das, game over, schade. Organisationen werden von ihren Missionen definiert, und ihre Missionen stehen definitiv über den Organisationen. Ja, eine Organisation kann ihre Mission ändern, aber das ist eine vollkommen andere Sache.

WMF KuratorInnen sind gesetzlich verantwortlich gegenüber der WMF selber, und historisch verantwortlich gegenüber der Bewegung. Ich habe es noch nie erlebt, dass Kuratoriumsmitglieder sich zwischen ihrer gesetzlichen und historischen Verantwortung entscheiden müssten. Ich würde sagen, das war viel mehr das Ergebnis der Panikmache im und um das Kuratorium.
Dariusz Jemielniak (Pundit)
Ich glaube, dass unsere Mission etwas ist, was wir gestalten. Sie entwickelt sich, und die Rolle des Kuratorium ist es, kontinuierlich zu der Diskussion und den Dialog mit der Community über die strategische Ausrichtung der Mission zurückzukehren. Dies ist, auf einer höheren Ebene, was strategisches Management wirklich ausmacht – sowohl die Prägung von Mission und Vision für die Zukunft als auch regelmäßige Kontrollen der Mission, um sie auf dem richtigen Weg zu halten. Deshalb glaube ich, dass, wenn wir in dem, was wir tun, im Widerspruch zu unserer Mission sind, wir aufhören müssen, es zu tun (oder eine größere Diskussion darüber beginnen, Änderungen vorzunehmen).

Die Frage nach Verpflichtungen gegenüber der Stiftung oder der Community ist kniffliger. Letztlich, wenn ein unlösbarer Konflikt auftritt und ich nur die Wahl habe, entweder meinen Glauben treu zu bleiben oder meiner Rolle im Vorstand, glaube ich, dass ich aufhören würde, da ich keine Werte für organisatorische Posten opfern will – aber ich nehme die treuhänderischen Pflichten definitiv ernst.

In unserer Führungskrise habe ich bewiesen, dass ich in der Lage bin zu tun, von dem ich glaube, es sei richtig, auch unter Druck. Ich habe zum Beispiel mit der Community kommuniziert, obwohl ich darum gebeten wurde, dies nicht zu tun. Allerdings, so wie ich es sehe, habe ich so tatsächlich meine Pflicht sowohl gegenüber der Foundation als auch der Community erfüllt (auch wenn manche Leute diese Pflicht anders wahrnehmen).

BTW, ich glaube, dass der Einfluss der Gemeinschaft auf das Kuratorium größer sein könnte, und ich habe sogar einen Vorschlag vorgelegt, um alle von der Kuratoriumssitze in von der Community gewählte umzuwandeln. Ich wollte grundsätzlich ein System, in dem wir entscheiden, welche Art von Fachwissen benötigt wird, und die Community wählt die Leute aus. Leider hat das Kuratorium nicht zugestimmt, diese Idee zu diesem Zeitpunkt umzusetzen, aber ich glaube, dass eine größere Diskussion durchgeführt werden kann, wie man alle KuratorInnen danach auswählt (a) echte, benötigte, Vorstandsniveau-Expertise und (b) echtes Verständnis der Wikimedia-Bewegung mitzubringen.

Letztendlich ist die Community unsere größte Stärke. Wir sind keine Tech-Organistion, Google kann uns da jederzeit schlagen. Aber wenn wir anfangen über offene Wissensproduktion durch Zusammenarbeit zu reden sind wir tatsächlich die #1 der Welt.
James Heilman (Doc James)
Die Teile unserer Bewegung sind fast unzertrennlich. Wenn ich gebeten würde, eine Entscheidung zu unterstützen, die kurzfristigen Gewinn für die WMF bringen würde, aber den Communities ernsthaft schaden würde, würde ich es nicht unterstützen. Schaden für unsere Communities wird schließlich der Bewegung schaden und letztlich auch der WMF. Das gleiche gilt für kurzfristige Communitygewinne, die der WMF schaden. Ich habe mich seit etwa einem Jahrzehnt ernsthaft mit der Wikimedia-Bewegung beschäftigt. Ich bin hier für die Langstrecke.

Aus einer mehr philosophischen Perspektive: Die WMF ist der Teil der Wikimedia-Bewegung der mit der Beschaffung von Mitteln für die Bewegung und die Verwaltung unserer Marken betraut ist. Während sie technisch die Gelder und Marken besitzen, halten sie sie ethisch nur im Auftrag der Bewegung. Die Gelder, die aus dem von der Bewegung geschaffenen Inhalt erzeugt werden, gehören uns allen. Deshalb glaube ich, dass der aktuelle Strategieprozess so wichtig ist. Die Bewegung als Ganzes muss die Richtung entscheiden, die wir gehen wollen und wie wir unsere Mittel ausgeben wollen. Kein Teil der Bewegung sollte die endgültige Kontrolle erhalten.

Wenn es um das Interesse der Gemeinschaft an der WMF und dem Kuratorium geht, müssen wir dies begrüßen. Die Community ist unsere Stärke. Dies ist, was wir besser als jedes andere Top-Ten-Internetunternehmen machen. Mit Transparenz ist unsere breitere Bewegung in der Lage, Probleme anzugehen, die eine Handvoll Leute in einem Vorstandssaal übersehen kann. Wir sind nicht Apple, wir sind nicht Google und wir dürfen nicht so tun, als wären wir es.
Abbad Diraneyya (عباد ديرانية)
Ich verstehe zwar, dass der Ausschuss gerne die Fragen so kompakt und praktisch wie möglich machen möchte, aber ich kann nicht erkennen, wo das hier hinführen soll. Natürlich sollte die Mission eines Kuratoriumsmitglieds meiner Meinung nach darauf konzentriert sein, der Vision und den Erwartungen der Community zu dienen. Wenn es Situationen geben sollte, bei denen ich völlig und definitiv auf mein eigenes Urteilsvermögen angewiesen wäre (was mein Verständnis von dieser Frage wäre) müsste ich dies einfach tun. Ich kann mein Urteil unmöglich vorhersagen bevor die Situation da ist, und ich einfach sagen würde, was ich tue. Ich sehe keinen Sinn in einer weitergehenden theoretischen Diskussion.
María Sefidari (Raystorm)
Solche Situationen können und werden von Zeit zu Zeit auftreten. Als Treuhänderin ist es meine treuhänderische Pflicht, im besten Interesse der Wikimedia Foundation zu handeln. Als Wikimedianerin glaube ich, dass die Foundation auf keine Weise erfolgreich sein kann, wenn sie sich nicht die besten Interessen der Community zu Herzen nimmt. Beide folgen derselben Mission - ein Ausgleich ist sicher möglich und definitiv ideal. Ich glaube, wenn ein Konflikt entsteht, sollten die Treuhänder und Treuhänderinnen Entscheidungen treffen, die auf ihren Werten beruhen, und zwar nach einem ordentlichen Diskussionsprozess mit ihren Kollegen und Kolleginnen soie den Beschäftigten, relevanten Kommittees der Communities ... Wenn die Treuhänder nicht einem ordentlichen Diskussionsprozess folgen und das Board wichtige Beiträge nicht zur Kenntnis nimmt oder Maßnahmen beschließt, die nur halb unterstützt werden, ist das nicht optimal.

Ich war Mitglied eines Wikimedia Foundation Kuratoriums, das 7-3 oder 6-4 Entscheidungen getroffen hat - ein Kuratorium, dass nicht daran arbeitet ein gemeinsames Verständnis vor der Entscheidungsfindung zu erreichen ist nicht ideal. Aber das ist nicht alles, was dazugehört. Ihr braucht auch KuratorInnen die die Werte wertschätzen, die denen unserer Bewegung entsprechen, und die mit den Anforderungen an die Rolle einer Kuratorin vertraut sind - Aufsicht über die Foundation, seines operativen Geschäfts, was die Geschäftsführerin macht. Wenn die KuratorInnen den Blick aufs Ganze verlieren, weil sie nicht aufmerksam sind oder sich auf andere Sachen konzentrieren - dann bekommt das Kuratorium Probleme. Was ich also tun würde - und denke bislang getan zu haben - ist, sowohl die KuratorInnen beim Blick aufs ganze im Bilde zu halten als auch die korrekten Prozessen bei der Entscheidungsfindung einzuhalten. Ihr könnt sehen, dass dies etwas ist, an dem wir arbeiten - das Kuratorium hat in den letzten anderthalb Jahren viele sehr hochrangige Entscheidungen getroffen - inklusive eines 15-Jahre-Strategie-Prozess, einer Anti-Bedrohungs-Initiative und der Anstellung einer neuen Geschäftsführerin. Und alle Entscheidungen in diesem Zeitraum waren einstimmig, dank reichhaltiger, respektvoller und fruchtbarer Diskussionen. Wir sind auf einem positiven Weg.

Ich glaube, die Community kann eine Art Verteidigungslinie sein, wenn das Board daneben liegt, wie in der Situation mit Arnnon - das verlangt, dass die TreuhänderInnen unterscheiden können, was ein erhliches Anliegen ist und was nicht. Ich glaube nicht, dass der Einfluss der Community auf Board-Ebene ein Problem ist - wir müssen freilich daran denken, dass die Community mehr ist als das, was wir vielleicht an den gewohnten Orten sehen oder hören. Das ist der Grund, warum es für Boardmitglieder wichtig ist, ausgetretene Pfade zu verlassen und mit unterschiedlichen Gruppen und Communities zu reden. Außer dass ich eine regelmäßige Teilnehmerin an Veranstaltungen in Madrid und aktive Benutzerin in der spanischen Wikipedia bin, habe ich täglich mit Leuten aus verschiedenen Ländern zu tun, zum Beispiel mit den Leuten von Iberoccop. Ich unterstütze Initiativen wie Wikimujeres und Whose Knowledge?, die es mir ermöglichen, weltweit und über die Wikis hinweg in Kontakt mit Menschen zu sein, und versuche mich an den neuen Kommunikationskanälen zu beteiligen, die Community-Mitglieder für ihre Interaktionen benutzen.
Peter Gallert (Pgallert)
Ich bin auch ein wenig verwirrt über die Ausrichtung dieser Frage. Aber zunächst hat ein Kuratorium bestimmt Pflichten. In einem 08/15-Betrieb wir es die Mehrzahl der Vorlagen der Führungsebene durchwinken und zustimmen. Selten, wenn überhaupt, wird es eigene Vorschläge machen oder sich mit wichtigen strategischen Entscheidungen befassen.

Hier bei der WMF haben wir eine völlig andere Situation. Die Führungsebene hat, bis in die nicht zu ferne Vergangenheit, große Bewegungsfreiheit in ihrer eigenen Traumwelt, hat die Arbeitsatmosphäre für die Mehrzahl der Mitarbeiter vergiftet und die Stakeholder (die AutorInnen) auf alle erdenkliche Weise verärgert. In ihrer Verzweiflung haben die AutorInnen sich an das Kuratorium gewandt, damit dieses die Situation verbessert. Dadurch ist es überhaupt möglich geworden, dass sich jemand vorstellen kann, etwas wäre gut für die Foundation aber schlecht für die schreibende Community....Seht genauer hin! Wenn etwas schlecht ist für die Community ist es schlecht für die Mission, und als Folge auch für die Foundation. Also werde ich in solchen Fällen die Sichtweise der Community bevorzugen.

Der zweite Teil weist möglicherweise auf das Ausmass des Communityeinfuss im Kuratorium hin. Ich sage, dass theoretisch die Community schon 6 der 10 Sitze im Kuratorium hat. Aber irgendwie fühlt sich die schreibende Community nicht durch die Leute von den Partnern oder Jimmy Wales vertreten. Das ist das Problem. Ich glaube die Partner könnten mehr versuchen, jemand zu schicken, der auch von der Community akzeptiert wird. Ich glaube Jimmy Wales könnte deutlicher sagen, wo seine Loyalität heutzutage liegt. Und ich glaube, dass die benannten Positionen nicht mit Führungskräften aus dem Silicon Valley besetzt werden sollten, sondern mit Leuten, die Verbindungen zu Bildung und freiem Wissen haben.
Yuri Astrakhan (yurik)
Wie die “Superprotect”-Misere deutlich gezeigt hat, sollte sich die WMF nicht von ihrer Community abspalten. Das Ziel der WMF ist es, die Community zu unterstützen, verschiedene Sprachen und lokale Communities enger zusammen zu bringen und die technischen Plattformen für die Community bereitzustellen, damit unsere Mission vorangetrieben wird. Es gibt keine Möglichkeit die zu gewährleisten ohne einen guten Feedback-Mechanismus sicherzustellen, damit jedes Mitglied der Community fühlt, das seine Meinung gehört wird. Es gab Zeiten, in denen das Handeln im besten Interesse des Kuratoriums, also das Schweigen und der Widerstand gegen öffentliche Diskussionen, zu einem sehr viel größeren Schaden für die Mission geführt hat als handeln mit voller Transparenz. Ich war im Discovery-Team während des Knowledge-Engine-Debakels und habe einigen der dort getätigten nicht-transparenten Ansätze stark widersprochen.
Abel Lifaefi Mbula (BamLifa)
Mein Slogan ist einfach: "Alles für die Community und nur für sie".

Die Foundation, die Mission und die Community sind drei unteiilbare Dinge.

Die Foundation sichert strikte Einhaltung der Werte und der Mission, die von der Community gewählt wurde. Unsere Organisation ist eine transparente. Also mus alles, was wir tun, auch von der Community gewusst werden können. Die Hauptfunktion des Kuratoriums (und dazu auch der Foundation) ist es, der Community zuzuhören, das anzuwenden, wozu diese abstimmt. Sollte eines Tages wärend meiner Zeit als Kurator die Community den Wunsch äußern, nusere Vision zu ändern, und die Foundation dem nicht zustimmen, würde ich meine Stimme mit der Community verbinden.


Mögliche Interessenkonflikte

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Gibt es irgendeine Verbindung zwischen Deiner Anstellung (oder anderer finanzieller Interessen) und der Position im Kuratorium? Wenn ja, erkläre bitte, wie Du sicherstellen möchtest, dass dies sich nicht behindert.

Basiert auf dem Fragenpool des Wahlausschusses
Chris Keating (The Land)
Nein, ich habe keine finanziellen Interessenskonflikte.

Allerdings würde ich mich für für befangen erklären, falls das Kuratorium sich mit Angelegenheiten befasst, die mit der britischen Politik zu tun haben. Also für den Fall, dass, sagen wir hypothetisch, ein SOPA-artiger Blackout gegen etwas, das die britische Regierung plant, vorgesehen wäre. Meine Mitwirkung bei der Liberal Democrat Party im UK bedeutet, es ist für mich am sichersten mich in solchen Situationen für befangen zu erklären. (Falls jemand neugierig sein sollte, wie meine Mitwirkung aussieht: Ich habe für sie bis 2010 gearbeitet, und ich habe 2014 für Local Councils kandidiert.) as 2014)

Ich werde mich selbstverständlich auch bei sämtlichen Kuratoriumsentscheiden betreffend Wikimedia UK als befangen erklären, dort war ich bis 2016 Kurator.
Milos Rancic (millosh)
Nein. Ich bin ein GNU/Linux Administrator und habe eine eigene kleine Firma.

Aber es sollte erwähnt werden, dass die Organisation, die ich leite, Interglider.ORG drei Projekte in Kooperation mit der WMF bearbeitet hat (Lader für Afrocrowd, Wiktionary Meets Matica Srpska und Wiki Loves Monuments Serbia 2017, mit unterschiedlichem Erfolg). Weder ich noch meine Organisation hatten finanzielle Vorteile aus diesen Projekten. In allen Fällen habe ich persönlich finanziell zu den Projekten beigetragen.

Das ist ausschließlich mit meinem wikimedianischen Interesse verknüpft, d.h. wenn ich gewählt werde werde ich meine wikimedianischen Interessen (wie z.B. die Gründung von Wikimedia-Projekten in tausenden Sprachen) weiter über die WMF verfolgen. Wenn andere in der Organisation willens sind an andern Wikimedia-Projekten mitzuarbeiten würde ich vom Posten als deren Vorsitzender zurücktreten.
Dariusz Jemielniak (Pundit)
Nein. Ich habe eine Vollzeitprofessur an der Akademia Leona Koźmińskiego und bin Gastdozent am Berkman-Klein Center for Internet and Society in Harvard. Ich bin ehrenamtlich bei der Wikimedia.
James Heilman (Doc James)
Nein. Ich bin klinischer Assistenzprofessor der University of British Columbia und arbeite als Notaufnahmearzt. Meine Arbeit als Wikipedianer ist vollkommen ehrenamtlich.
Abbad Diraneyya (عباد ديرانية)
Ich denke ich brauche nicht mehr zu sagen als ein "absolut nicht".
María Sefidari (Raystorm)
Nein - Ich bin Hochschullehrerin im Digital Communications, Culture and Citizenship Master’s Degree Programm an der Rey Juan Carlos University in Spanien. IK-Offenlegungen im Kratorium laufen so ab, dass du ein IK-Formular unterzeichnest, wenn du beitrittst, und von dir aus die Rechtsabteilung, die GF, den Vorsitz...informierst, wenn ein möglicher IK auftreten könnte. Falls ich also einen IK haben sollte würde ich sicherstellen, das dieser korrekt abgewickelt wird und die Foundation davon gewahr wird, damit ich bei Entscheidungen, die auch nur am Rande damit zu tun haben entschuldigt bin - Ich habe dies von mir aus jedes mal getan, wenn ich den Eindruck hatte, es könnte ein Thema sein.
Peter Gallert (Pgallert)
Ich habe noch etwas nicht benötigtes Unterstützungsgeld, das ich zurückgeben werden, sobald die nächste Kuratoriumsperiode anfängt. Ich habe sonst keinen finanziellen Interessenskonflikt. Bezüglich meiner Arbeit: Kuratoriumssitzungen könnten mir Einblick darin verschaffen, was in Bezug auf meine Wikipedia-bezogene Forschung nützlich ist. Ich denke, dass ich meine Rollen da fein auseinander halten kann.
Yuri Astrakhan (yurik)
Ich bin aktuell bei Elastic beschäftigt, der Firma, die Elasticsearch entwickelt hat - die OpenSource-Engine hinter der Wikipedia-Suche. Bei Elastic arbeite ich an der Weiterentwicklung von Kartotherian - dem Kartenserver, der im Original für Wikipedia entwickelt wurde. Meine Arbeit bei Elastic, wie auch meine ehrenamtlichen Beiträge, tragen weiterhin zu Verbesserung der Wiki- Kartennutzungsmöglichkeiten bei. Ich habe außerdem noch immer ständigen Kontakt mit meinem alten Team bei der WMF, berate sie und helfe als Ehrenamtlicher mit Karten und anderen Projekten.
Abel Lifaefi Mbula (BamLifa)
Glücklicherweise habe ich keinen finanziellen Konflikt. Ich arbeite aktuell an einer High School und habe Zeit für die Wikimediabewegung.


Vielfalt des Kuratoriums / der Bewegung

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Die Mehrheit der Mitglieder der Kuratorien der Wikimedia Affiliates besteht aus Männern. Bei der letzten Wikimedia-Konferenz 2017 in Berlin war das Treffen der Vorsitzenden eine rein männliche Angelegenheit. Was sind Deine Vorschläge, um diese Gegebenheiten zu reduzieren durch Deine mögliche künftige Kuratoriumsrolle? Siehst Du weitere Lücken, die von der Wikimedia Foundation angesprochen werden sollten, und wie würdest Du diese angehen?

Gib bitte entsprechend dieser Vorgaben zwei Dinge an, bei denen Du Dich vom Rest des Kuratoriums, in das Du gewählt werden würdest, unterscheiden würdest, und zwei Dinge, die Du mir diesen gemeinsam hättest.

Basierend auf Fragen von ProtoplasmaKid, Aegis Maelstrom und Man77
Chris Keating (The Land)
Es ist schon traurigerweise ironisch diese Frage eine Gruppe von KandidatInnen zu stellen, die beinahe alle Männer sind und überwiegend weiß!

Zwei Schlüsseldinge:

  1. Wir (womit ich das Kuratorium, den Wahlausschuss und die Bewegung allgemein meine) müssen einen genauen Blick auf den Prozess für künftige Wahlen werfen. Letztes mal wurden 3 Männer aus dem globalen Norden gewählt, diesmal haben wir weniger KandidatInnen und die sind auch noch weniger vielfältig. Das ist ganz klar ein Bug, kein Feature. des Prozesses der Community-Wahlen. Ich möchte alles über diese Wahl analysieren um sicherzustellen, dass es das nächste Mal repräsentativer für die gesamte Wikimedia-Community ist: wir müssen uns den Aufruf zur KandidatInnenbewerbung ansehen, die Kommunikation, die Übersetzungen, den Zeitrahmen, den Prozess und das Wahlsystem, und wir müssen aktiv nach mehr und breiter ausgerichtetem Feedback darüber suchen. Wir sollten auch nach einem Mechanismus suchen, der benutzt werden könnte, um ein vielfältigeres Ergebnis zu gewähren, inklusive möglicherweise 2 oder 3 neuen Communitysitzen.
  2. Ich glaube, wir (damit meine ich die Bewegung, und insbesondere die WMF und die großen Partner) müssen in das investieren, was viele große gemeinnützige Organisationen "Kapazitätsaufbau" - Training, Unterstützung, Entwicklung der Kapazitäten der Ehrenamtlichen um mehr zu tun nennen. Ich persönlich habe einige Schritte in diese Richtung unternommen mit dem ansetzen von Board Training Workshops, aber es gibt viel mehr, was wir tun können für ehrenamtliche Funktionen sowohl offline als auch online. Wenn wir das tun, haben wir die Chance, initiativ mehr Frauen und Wikimedianer aus dem Globalen Süden in Führungspositionen zu unterstützen.

Zurück zu mir: Ich bin offensichtlich ein weißer Mann mit Festanstellung aus einem reichen englischsprachigen Land. Nach jedem realistischen Standard habe ich viele Privilegien. Die einzige Art von Vorurteilen die ich selber erlebt habe ist Homophobie (ich bin bisexuell), allerdings glücklicherweise ist das eher selten in meinem aktuellen Leben. Ich versuche mir darüber bewusst zu sein, dass meine persönliche Erfahrung deutlich unterschiedlich (und viel einfacher) ist als die von vielen anderen WikimedianerInnen. Dieses Bewusstsein ist es, das mich glauben lässt, die Vielfalt von Hintergründen und Erfahrungen ist wirklich sehr wichtig um dem Kuratorium zu ermöglichen seinen Job zu erledigen.

Inwiefern gleiche ich den anderen? Jeder, den ich bislang kennengelernt habe, der in die Wikimedia involviert ist, hat eine Art grundlegende Neugier über das Leben und eine unstillbare Sehnsucht danach, mehr herauszufinden, und mir geht's genauso.
Milos Rancic (millosh)
Vor zehn Jahren war ich der erste versucht hat zu verstehen, warum Frauen in der Bewegung unterrepräsentiert sind.

Was ich damals geschlossen habe, und was noch immer wahr ist, ist die Tatsache, dass es für Frauen aufgrund der generell feindseligen Atmosphäre und der mehr oder weniger harschen patriarchalen Kultur weltweit schwerer ist, in den Projekten zu editieren. Allerdings war es damals und ist es noch immer einfacher für Frauen in den organisatorischen Strukturen der Wikimediagruppen teilzunehmen.

Also ist die erste und offensichtliche Antwort sich um die Repräsentation von Frauen in den Körperschaften der Wikimedia und deren Mitarbeiterinnen zu kümmern.

In Bezug auf Letzteres ist mein Eindruck, dass wir einen guten Job machen: Top-Management-Positionen wurden oft von Frauen bekleidet, es ist üblich, kleine Fachgruppen mit mehr Frauen als Männern als Mitarbeiter oder in ähnlichen Positionen zu sehen.

Wenn es hingegen um Wahlen geht, bevorzugen Wikimedianer, Menschen zu wählen, die sich stark in der Arbeit auf dem Wiki hervortun. Das macht die Aufgaben viel schwieriger.

Ich würde grundsätzlich sagen, dass wir unsere Bewegung verbessern sollten, das würde mehr Frauen in die Bewegung bringen und es damit eher ermöglichen, dass Frauen an die Spitzenpositionen innerhalb der Bewegungsgruppen gewählt werden. Es ist besser, in den Projekten eine weniger feindselige Umgebung zu haben; Es ist besser, keinen stark konkurrierende Umgebung zu haben, die das Arbeiten am Wiki stressig macht; und so weiter.

Es ist auch eine gute Idee, Frauen in unserer Bewegung zu helfen, sich weniger bedroht und mehr wertgeschätzt zu fühlen. Wir haben bewiesen, sehr gut darin zu sein männliche Neulinge aufzuziehen, und wir sollten das gleiche mit weiblichen machen.

Allerdings sollten wir bedenken, dass wir nicht nur ein oberflächliches, wikimedia-exklusives Problem angehen. Wir wagen es ein weit verbreiteten Problem von Tausenden Jahren der Ungleichheit anzupacken, der tiefsten Ungleichheit, die jemals unter den Menschen existierte. Wir könnten eine Vorreiterrolle spielen, was diese Thema angeht, aber unsere Ergebnisse werden durch die dominanten Tendenzen innerhalb der momentanen Zivilisation stark eingeschränkt sein.

Es ist eine gute Sache, dass die Beteiligung von Frauen in Außenseiter-Bereichen des Internets, in denen sich viele Geeks finden - und Wikimedia ist eines dieser Gebiete - höher ist als vor zehn Jahren und definitiv viel höher als vor zwanzig Jahren.

Mit anderen Worten, ich würde sagen, dass wir diese Arbeit in vielfältiger und kreativer Weise fortsetzen sollten. Aber viel wichtiger als die erlassbasierte Politik, ihre blinden Durchführungen und fundamentalistischen Tendenzen ist es, denke ich, dass wir uns wirklich umeinander kümmern, einschließlich um unsere weiblichen Wikimedianer.

Persönliche Fragen wie "Wie fühlst du dich? Ängstlich? Bedroht?", "Warum hast du aufgehört etwas beizutragen?", "Wie kann ich dir helfen?" und ähnliches geben viel bessere Einblicke in das, was wir tun sollten, um die Situation zu verbessern, als jede Theorie, die auf einem völlig anderen Kontext basiert. Nicht zu erwähnen, dass sich jeder besser fühlen würde, wenn man ihm solche Fragen stellt.

Ich denke auch, dass wir nicht genügend Daten haben, um etwas relevanteres als Rückschluss auf den gesunden Menschenverstand zu erlangen. Besonders weil es um ganz persönliche Erfahrungen geht, die nicht durch gewöhnliche Fragebögen gesammelt werden können. So müssen wir, neben dem Befassen mit sichtbaren Themen, wie der Bekämpfung feindlicher Atmosphäre und Belästigung, mehr Anstrengungen unternehmen, um den Hintergrund der Probleme zu verstehen, mit denen wir es zu tun haben.

"Es gibt zwei Wege zu glauben, dass du dich von den Mitgliedern des Vorstandes unterscheidest":(1) Am wichtigsten ist, dass ich oft die Stimme von unterrepräsentierten Wikimedianern bin. (2) Nicht, dass ich sagen würde, dass ich ein außergewöhnlicher Konfliktlöser bin, aber es stellt sich heraus, dass ich eine gute Verstärkung wäre, wenn ich gewählt werden würde.
Dariusz Jemielniak (Pundit)
Die Geschlechterlücke bei Führungskräften ist ein wichtiges Thema. Beim Kuratorium der WMF weniger (aktuell ist es 50-50 bei den nicht-permanenten Sitzen, wenn zwei Fachleute nachberufen würden, könnte es sogar eine weibliche Mehrheit geben). Nichtsdestotrotz ist die Geschlechterlücke bei den Affiliates sichtbar. Ich glaube aber trotzdem, dass die Affiliates unabhängig in ihren Entscheidungen sein sollten. Während ich mehr weibliche Führungskräfte in unserer Bewegung klar befürworten würde, denke ich, diesbezügliche strenge Vorschriften seitens der WMF an die Affiliates wären sehr spaltend und ärgerlich. Wir können aber daran arbeiten, dass die Leute erkennen, dass Vielfalt, in allen ihren Aspekten, einer unserer Kernwerte ist - der nicht nur in der Führung gespiegelt werden sollte, sondern auch in den Wikipediaeinträgen. Eine gute Kampagne, um diesen systemischen Bias anzugehen ist Whose Knowledge?.

Mangelnde Vielfalt im Kuratorium ist viel mehr eine Sache von geografischem/kulturellem Fokus. Die übergroße Mehrheit (alle außer Nat und mir) des Kuratoriums sind aus Nordamerika oder Westeuropa. Ich denke, dass ich, obwohl ich auch aus Europa komme (ich bin wirklich glücklich und dankbar dafür, wie sich die Dinge in den letzten 20 Jahren entwickelt haben!), so bin ich doch Teil der Vielfalt in dieser Hinsicht. Ich habe Erfahrung mit dem Leben unter einem totalitären Regime, mit echter harter Zensur. Ich habe außerdem Erfahrung darin von weniger als 30$ im Monat leben zu müssen, und erinnere mich an den Blick voller Neid und Frustration auf die westlichen Länder (auf deren "gute Ratschläge", koloniale Auffassungen, Geringschätzung, die Annahme, ich sei schon allein deswegen schlechter, weil ich aus dem sowjetischen Block komme usw.). Meine erste Reise nach Westeuropa (und meine zweite Reise ins Ausland überhaupt) habe ich als Erwachsener gemacht. Das erlaubt mir ein besseres Verständnis für Probleme von Ländern von außerhalb der westlichen Blase.

Ich wurde auch als Mitglied des Honorary Committee of Pride Parade in Polen für sechs Jahre eingeladen, und unterstütze regelmäßig Gleichheit. Ich habe über den Gender-Gap in der Feminist Review (ein hoch angesehenes und als peer-reviewed eingeschätztes Journal) veröffentlicht, und war im Bereich des Anti-Mobbing aktiv.

Es gibt zwei Dinge, die ich mit den anderen teile: Den Glauben an unsere globale Mission und die Leidenschaft für freies Wissen.
James Heilman (Doc James)
Falls ich gewählt werden sollte, wird der Vorsitz der Wiki Project Med Foundation (WPMF) höchstwahrscheinlich von Shani Evanstein übernommen werden. Unser aktuelles Kuratorium von 12 hat 3 (25%) weibliche Mitglieder und 2 (16%) aus dem Globalen Süden.

Ich habe 2015 einiges über das Geschlechtermissverhältnis unter unseren medizinischen Autoren veröffentlicht. Zu der Zeit bezeichnete sich unsere Autorenschaft zu 80% als männlich, zu 10% als weiblich und zu 10% als entweder anders oder wollte es nicht sagen. Das war bedenklich.

Einige meiner Bemühungen dies anzusprechen waren die Zusammenarbeit mit medizinischen Schulen wie der UCSF (die üblicherweise mehr weibliche als männliche Studierende hat) und Translators Without Borders (wo die Ehrenamtlichen meist Frauen sind).

Um die Anzahl der Frauen in Führungspositionen bei den Affiliates zu steigern müssen wir die Anzahl der Frauen in den Autorengemeinschaften, aus denen sich diese generieren, steigern. Während der medicine pre conference auf der Wikimania haben wir eine Rede einer neuen Wikipedianerin angesetzt, die über ihre Erfahrungen mit dem Eintritt in die Community in den letzten sechs Monaten berichten wird.

Wenn es um die Gewinnung neuer langfristiger AutorInnen geht, müssen noch ein wenig experimentieren um herauszufinden, was erfolgreich ist. Ich glaube das Bemühungen die Höflichkeit zu verbessern helfen werden. Ebenso werden verbesserte Möglichkeiten im Umgang mit Sockenspielereien, die oft für Bedrohungen benutzt werden, dabei helfen. Zwei Dinge, bei denen ich Gemeinsamkeiten mit den anderen KuratorInnen habe, sind der Wunsch, die Wikipedia zu verbessern und ein langes Leben derselben zu erleben. Zwei Dinge, bei denen ich mich unterscheide sind mein Aufwachsen (bis ich 15 war) ohne Elektrizität und fließendes Wasser auf einer Farm auf dem Lande. Das Jahreseinkommen meiner Familie war geringer als meine jährlichen Gebühren für das Medizinstudium.
Abbad Diraneyya (عباد ديرانية)
Diversität ist nicht nur die Anzahl von Männern oder die Anzahl von Bürgern aus Industrienationen auf dieser Plattform. Dies sind solche "wähle einige aus"-Rollen, die extrem schwer abwechslungsreich zu gestalten sind, da sie streng auf die Qualität der Kandidaten beschränkt sind, die bereit sind, sich in dem anspruchsvollen Wahlprozess zu engagieren.

Ich habe einen anderen Ansatz, um die Vertretung von Gemeinschaften zu entwickeln, die sich hauptsächlich auf Erfahrungsaustausch untereinander konzentrieren, basierend auf ihren eigenen Bedürfnissen. Mein Beispiel, um dies zu erklären, ist sehr ausschweifend für eine Begrenzung auf 1.600 Buchstaben. Aber was ich sagen will ist, dass die normalen Wikimedia-Leute, auch wenn sie absolut begeistert davon sind ihr Wissen zu teilen, im Allgemeinen dazu neigen, Gemeinschafts-Probleme auf einem viel zu hohen Level zu diskutieren, wenn sie mit aufstrebenden Gemeinschaften (z. B. Mittlerer Osten) sprechen, dass sie damit den Mitgliedern solcher Gemeinschaften wenig helfen, obwohl diese eine erfahre Führung dringend benötigen.

Gemessen daran, was in der Fragenbeschreibung verlangt wird, denke ich, dass ich einzigartig bin im Vergleich zu anderen potentiellen Rats-Kandidaten bei:

  • Ich glaube, dass unsere Gruppierung nicht übermäßig besorgt über Fragen der Vielfalt sein sollte. Ich bin damit einverstanden, dass für viele unterrepräsentierte Gruppen eine bessere Unterstützung nötig ist, aber ich bin nicht einverstanden mit den anspruchsvollen Ansätzen, die in der Regel vorgeschlagen werden, um diese zu erreichen. Was Regionen, wie der Globale Süden, wirklich brauchen, könnte einige sehr einfache Dinge sein (z. B. die Bereitstellung einer fachkundigen Anleitung zu bestimmten Dingen in ihrer Muttersprache oder geringe ARten von Sponsoring bzw. offizieller Unterstützung durch die Stiftung). Auf der anderen Seite profitieren solche unterentwickelten Gemeinschaften in der Regel nicht von massiven Zuschüssen, und wenn wir ihnen große Mengen an Geld zuwerfen, dass sie ein bisschen glücklich machen könnte, wird es wahrscheinlich alles andere als das produzieren.

Bin weniger interessiert an der breiteren Massenbewegungen, als vielmehr besorgt darüber, was unsere individuellen Nutzer im Einzelnen brauchen und/oder wünschen. Ich bin viel zu lange im unterem Bereich dieser Bewegung aktiv gewesen, als daß ich nicht dabei helfen könnte, Wikimedia eher als eine Gemeinschaft von Autoren und Editoren zu betrachten, denn als eine Truppe verrückter Technik-Freaks und ehrenamtlichen Helfern, deren Gedanken viel zu sehr auf die Planung und Durchführung regelmäßiger Meetings gerichtet ist.

Jetzt zwei Dinge, von denen ich glaube, dass ich sie mit den anderen Kandidaten gemeinsam habe:

  • Bewundern der großartigen Mission der Bewegung und der Wunsch, ein Teil davon zu sein, was wahrscheinlich ein Hauptgrund für die Teilnahme an den Wahlen für die meisten von uns ist.

Die Notwendigkeit eines Wandlungsprozesses in vielen kleinen und größeren Aspekten der beobachtend, um sowohl Schritt zu halten mit weiteren Entwicklungsszenarien im Internet als auch der Welt als Ganzes um uns herum.

Hier gibt es viele Herausforderungen, die wir gemeinsam zu bewältigen haben in den kommenden Jahren, von denen wir Alle unsere eigenen Vorstellungen haben, wie diese am Besten zu bewerkstelligen wären.
María Sefidari (Raystorm)
Es gibt viele Lücken in unserer Bewegung z.B. Sprachen, Kulturen der Wissensvermittlung, Wissenslücken, und so weiter als auch. Dies ist etwas, von dem ich glaube, dass wir als Ergebnis aus den Strategiekonsultationen mit allen Projekten und Partnern bekommen - wir müssen vielfältiger werden. Der einfache Grund ist, dass die Kosten nicht zu erreichen zu groß sind – wir scheitern mit unserer Mission. Die Beseitigung dieser Lücken erfordert eine Bereitschaft zum experimentieren und ausprobieren, wie wir dies derzeit im Strategieprozess Bewegung tun - ich glaube, wir werden viele interessante Lernmuster aus diesem Prozess hervor kommen sehen.

Wenn wir die Stimmen nicht hinzufügen können, die wir überhören, wenn wir Inhalte aus der ganzen Welt verpassen - dann haben wir es nicht geschafft, die Gesamtheit des menschlichen Wissens vorzulegen. Wir müssen auch Realitäten, die sich von unserer unterscheiden, verstehen und uns anpassen - Länder mit schrecklichen Internetverbindungen, wachsende Communities und ihre Bedürfnisse, Länder, in denen die Regierung den Zugang kappen kann, Landschaften und Kulturen, in denen Englisch eher die Ausnahme als die Norm ist. Wir müssen weg von den simplizistischen Erklärungen wie "Sie sind halt nicht interessiert". Wenn Leute nicht teilnehmen, müssen wir wissen warum. Wenn die Entscheidungsgremien der Partner nur oder fast nur aus Männern bestehen - werden wir keine Chance haben die Probleme aus allen notwendigen Blickwinkeln zu betrachten. Es gibt bessere Entscheidungen mit einem vielfältigeren Kuratorium. Wenn wir keins haben - nun ja, ich bin auch der Meinung, das Frauen hier die Rolle des Kanarienvogels in der Kohlengrube spielen: wenn die Luft zu dünn wird, verschwinden sie.

Wir wissen, dass es ein Bedrohungsproblem in den Projekten gibt - wir haben Schritte unternommen, um damit umzugehen. Zunächst durch unsere öffentliche Erklärung und der Zuteilung besonderer Ressourcen, um den Communities mit besseren Werkzeugen zum Umgang mit Bedrohungen im Wiki zu versorgen.

Ich bin eine Frau und ich bin die einzige nicht-weiße und offen homosexuelle Person im Kuratorium der Foundation. Ich bin zur Hälfte Spanierin und zur Hälfte Perserin. Ich bringe eine komplett andere Sichtweise auf das Leben - und das Bearbeiten - in das Kuratorium ein, sowie eine verschiedene Sicht auf die Dinge, von der ich glaube, dass sie hoch geschätzt wird. Ich verstehe die Probleme der Vielfalt nicht nur als intellektuelle Frage - ich lebe mit ihnen jeden Tag meines Lebens.

Ich weiß, wie es ist, eine Außenseiterposition - und -gefühl - zu haben, denn in meinem täglichen Leben war ich oft die einzige Frau, die einzige Nicht-Weiße, die einzige Homosexuelle im Raum. Mit vier von uns gibt es aktuell eine gesunde Anzahl Frauen im Kuratorium, aber wir können noch immer besser werden in Bezug auf Vielfalt und Lebenserfahrungen. Die einzige Möglichkeit für das Kuratorium dies zu tun ist durch die benannten Sitze, bei denen es bestimmt Raum für Verbesserungen gibt, und ich weiß genau, dass dies auf dem Radar ist. Aber nicht nur dies. In den letzten Communitywahlen, bei den Partnersitzen und den benannten Mitgliedern waren alle ausgewählten weiß und aus Europa oder Nordamerika. Zwei der sieben waren Frauen (eine benannt). und in den letzten beiden Communitywahlen - inklusive dieser - haben wir keine neue Frau als Kandidatin. Wir müssen eine Methode finden, dies zu ändern - Leute neigen dazu andere zu wählen, die ihnen ähnlich sind, das sind Opportunitätskosten. Untersuchungen zeigen das vielfältige Kuratorien bessere Entscheidungen treffen - viele Gesichtspunkte helfen mit den Veränderungen Schritt zu halten und verringern den Effekt einer Echokammer. Vielfalt ist nicht nur gut für die Öffentlichkeitsarbeit, sie ist auch außerordentlich gesunder Menschenverstand.

Was habe ich mit dem Kuratorium gemeinsam? Das ist einfach. Eine Leidenschaft für die Mission und einen großen Willen, diese zu erfüllen. Ich widme dieser Bewegung ein Drittel meiner Zeit. Sie ist ein Teil von mir.
Peter Gallert (Pgallert)
Die wichtigste Maßnahme um solche Lücken zu bekämpfen (ich sehe da auch noch Nord-Süd und Reich-Arm) ist es, die Symptome liegen zu lassen und sich um die Heilung der Krankheit zu kümmern. Ich bin gegen Quoten jeglicher Art, und ich hoffe, dass diejenigen, die für mich stimmen, dies tun, weil sie mich für geeignet halten, nicht weil ich in Afrika wohne. Was nun diese Krankheit genau ist, wissen wir nicht immer so genau. Ich sehe einen Teil der Rolle der Foundation darin, als Treiber und Finanzier von Forschung über Fragen, die uns wirklich wichtig sind, zu fungieren, und ich denke, sie könnte diesbezüglich deutlich mehr tun.

Ich verstehe den zweiten Teil der Frage als eine zu unseren Lebensdaten, hier wären sie also: Ich halte mich für einen Mann mit mittlerem Einkommen und formeller Ausbildung, diesbezüglich bin ich also wie die anderen KandidatInnen. Was mir (vermutlich) unterscheidet ist, das ich alleinerziehender Vater bin, und habe habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich der Älteste dieser KandidatInnengruppe bin.
Yuri Astrakhan (yurik)
Ich denke, dass das Fehlen von Diversität ein trauriges Wiederspiegeln der Editoren-Community ist, die zu 90 Prozent männlich ist. Wenn die Diversität der Community verbessert werden könnte, hätten wir auch ein diverseres Kuratorium. Einige Gründe für das Fehlen der Diversität im Movement wurden schon genannt. Manche davon sind einfacher zu bennen, wie zum Beispiel die Verbesserung der Verwendbarket der Benutzeroberfläche. Es ist viel schwieriger die Art wie die Community funktioniert und miteinander umgeht zu ändern. Ein Grund dafür ist besonders die Anonymität der Editoren. Aber eine Änderung hiervon wäre viel bedeutsamer für das Movement..

Ein weiterer Aspekt für den Mangel an Vielfalt ist die Konzentration aufs Englische. Es kann viel mehr getan werden, um um andere, besonders kleinere Sprachgemeinschaften, zu ermutigen, zu wachsen. Zum Beispiel sind Wiki-Vorlagen eine der am häufigsten verwendeten Wiki-Funktionen, aber es ist unglaublich schwierig, eine Vorlage in einer anderen Sprache wiederzuverwenden. Teile meiner Arbeit mit Modul:TNT und Datensätze auf Commons spricht das Problem ebenfalls an, aber es sollte mehr getan werden, um die Teilnahme von nicht-englischen Sprechern zu vereinfachen und zu fördern.

Meine tiefe Leidenschaft für die Bewegung, die Bereitschaft das zu tun, was es braucht, um sie besser zu machen, und die Hingabe zu einem offenen und transparenten Prozess teile ich klar mit den anderen Kandidaten. Allerdings ist meine "Insider" -Perspektive geprägt durch meine vierjährige Arbeit bei WMF und meine eingehende technische Kompetenz mit MediaWiki ist einzigartig. Damit würde ich dementsprechend stark auf der Plattform beitragen und die Bewegung profitiert davon.
Abel Lifaefi Mbula (BamLifa)
Die Problematik des Geschlechts ist heute eine gesellschaftliche Tatsache. Jede Gemeinde denkt darüber nach, wie diese zu überwinden ist. Um dabei erfolgreich zu sein, müssen wir effektive Strategien aufbauen.
  1. Eine starke Sensibilisierung beginnen. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass die meisten Frauen nicht informiert sind, wenn wir nur eine kleine Anzahl von Frauen haben, die an der Bewegung beteiligt sind. Die Sensibilisierung muss in jeder Ebene unserer Organisation erfolgen, und vor allem in den möglichst niedrigsten Ebenen: Den Benutzer-Community-Gruppen.
  2. Ermutigen und unterstützen von bestehenden Initiativen von Frauen bei Ihren Aktivitäten.
  3. Verpflichten der Verbände und anderer mindestens eine Frau in der Delegation zu haben, bei der Teilnahme an Konferenzen und anderen Wikimedia Offline-Aktivitäten.
  4. Erschaffen einer Frauen-Auszeichnung (oder nennen Sie es wie Sie wollen), um aktive Wiki-Frauen zu auszuzeichnen.

Etwas anderes, dass ich bemerkt habe, wie oben bereits erwähnt, ist, dass die Bewegung dazu tendiert ein "Eigentum" der "Amerikaner" und "Europäer" zu werden. Um diese Situation zu bekämpfen, können wir nur das anwenden, was ich für Frauen erwähnte: Sensibilisierung und Ermutigung. Zusätzlich müssen wir hart arbeiten, um Benutzergruppen in allen Ländern (vor allem Afrika, Asien, Südamerika) zu haben. Damit dies gelingen kann, ist es am besten, mit bestehenden Verbänden und Nutzergruppen zu kooperieren, um ein Trägerschafts-System mit neuen Verbänden und Benutzergruppen aufzubauen.
Ich wurde gebeten, anzugeben, was mich von anderen Kandidaten unterscheidet. Hier ist meine Antwort: Ich bin die Stimme der unterrepräsentierten Gemeinschaften und ich kann NEIN sagen, wo jeder andere ja sagt. Es ist noch zu sagen, dass ich bereit bin, vom Kuratorium zurückzutreten, wenn die Ursache der Community nicht hervorgehoben wird.

Dinge, die ich mit anderen teile, sind: Wir alle haben (oder werden haben) gesetzliche Verpflichtungen, denen wir folgen müssen (Code of Conduct). Wir sind auch durch das Empfinden für offenen Wissens verbunden.


Öffentliche Richtlinie und politische Einstellung

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Was ist Deine Meinung zur Wikimedia Foundation Policy and Political Association Guideline, insbesondere zu der Frage des Einholens von Feedback aus der Community?

Basierend auf einer Frage von Yair rand
Chris Keating (The Land)
Es erscheint mir ziemlich vernünftig. Wenn es irgendwelche Rückmeldungen darüber gibt, wie es in der Praxis funktioniert, denke ich, dass der beste Platz dafür auf der Meta-Diskussionsseite wäre, obwohl die E-Mail-Liste der öffentlichen Geschäftspolitik oder die direkte E-Mail an das Rechts-Team zusätzlich sinnvoll wäre.
Milos Rancic (millosh)
Mit dem Wissen über den Zweck dieser Strategie im Hinterkopf, nämlich allein für die WMF zu sein, für keinen anderen Teil der Bewegung, ist es seht gut geschrieben. Auf der anderen Seite sollten wir etwas ähnliches für die gesamte Bewegung formulieren. Aber dafür müssen wir erst einmal herausfinden, wie wir das als Bewegung tun wollen.
Dariusz Jemielniak (Pundit)
Ich unterstütze das Bedürfnis nach solch einer Richtlinie. Allerdings denke ich, die Community sollte immer das letzte Sagen haben durch ein RfC/MB. Aus praktischen Gründen bedarf politischer Lobbyismus manchmal schnelles Handeln, und ich denke, wir können der WMF soweit trauen, dass sie innerhalb eines gewissen Vertrauensrahmens bleibt - aber definitiv nicht, wenn es klar ist, dass manche Ideen KEINE Unterstützung der Community haben.
James Heilman (Doc James)
Die Richtlinie sieht durchdacht aus. Die minimale Einbindung der Community besteht aus einer "allgemeinen Ankündigung". Für wichtigere Dinge ist wie angekündigt ein RfC (MB) vorgesehen. Mit ausreichend Transparenz werden die Community-Mitglieder die WMF sowieso mit Feedback versorgen. Das ist eine unserer Stärken :-) Kann die WMF das Einsammeln solchen Feedbacks verbessern? Natürlich. Als erstes sollten alle KuratorInnen das Wikimedia Foundation Board Noticeboard beobachten.
Abbad Diraneyya (عباد ديرانية)
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María Sefidari (Raystorm)
Es ist eine sinnvolle Richtlinie. Sie gilt für die Foundation (nicht die Community) und stellt ein klares Protokoll bereit, das Communityberatung und -konsens für größere Initiativen erfordert. Als eine nach 501(c)(3) gemeinnützige Organisation gibt es legale und finanzielle Grenzen des Umfangs, in dem die Foundation sich in politischer Arbeite engagieren kann. Und ich denke dass es eine gute Idee ist einen transparenten und die Community einschließenden Prozess zu haben.
Speziell dazu, wie Feedback aus der Community eingeholt werden kann - nun ja, wir haben bislang kein besseres Verfahren ausgetüftelt als ein Request for Comments [Anfrage nach Kommentaren, entspricht in etwa dem MB der deWP, Anm. d. Übers.]. Wir versuchen bei dem Strategieprozess der Bewegung etwas neues, und vielleicht können wir ein oder zwei Dinge dabei lernen, wie wir so viele unterschiedliche Communities wie möglich in einer konstruktiven Weise einbinden können, sodass wir das dann in den Prozess der Einholung von Communitybeiträgen für Prozesse der Foundation einbauen können.
Peter Gallert (Pgallert)
Cool, eine Richtlinie über Richtlinien :) Ich muss sagen, dass ich mir, in Anbetracht dessen wie in der normalen Bevölkerung normalerweise Wikipedia und Wikimedia verwechselt wird, eine etwas konservativere Richtlinie gewünscht hätte. Die verantwortliche Öffentliche Richtlinien Beratungsgruppe ist nur eine offene Mailingliste, wenn ich das richtig verstehe, und für verschiedene Punkte dieser Richtlinie sollte ein Konsens gefunden werden, auch wenn das Zweit kostet. Ich verpasse lieber einen Lobbyanlass als etwas zu übersehen, auf das die Community die Foundation aufmerksam machen würde, und das später unvermeidliches Drama verursachen würde.
Yuri Astrakhan (yurik)
Die Richtlinie ist gut formuliert, und wichtig für die Bewegung, solange sie nicht von der Mission abweicht. Wir, die Bewegung, können versuchen viele “Übel” dieser Welt anzusprechen, aber je dünner wir die Ressourcen strecken, desto weniger werden wir Lösungen finden. SOPA war z.B. ein klares und verfolgbares Ziel, der Seiten-Blackout hat einen Unterschied gemacht, und ich bin froh, das wir das getan haben. Die Gemeinschaft sollte immer bei Problemen Beratung geben und die Anliegen jeden Mitglieds sollten angehört werden. Unsere Aufgabe ist es, den besten Weg zu finden, dies sicherzustellen, vielleicht mit Hilfe eines engagierten Themenausschusses.
Abel Lifaefi Mbula (BamLifa)
Ich verbringe eineinhalb Nächte, um die Leitlinien zu lesen, um sie gut zu verstehen. Nachdem ich jeden einzelnen Punkt verstanden habe, unterstütze ich dieses Dokument. Eine Sache, nicht einmal groß, die ich vorschlage, ist Werbe-Nutzung von Website-Assets, um Mögliche Beratung für das Kuratorium hinzuzufügen.