WissensWert/75 - Einsatz des TWX WYSIWYG Editors

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75 - Einsatz des TWX WYSIWYG Editors.
Kein umgebauter HTML-Editor sondern speziell für MediaWiki entwickelt, damit keine Markup zerstört wird.

Zur Idee

Kurzbeschreibung deiner Idee und deren Beitrag zur Förderung Freien Wissens

Die Bearbeitung von Wiki Seiten muss so einfach wie möglich gemacht werden, damit das Wissen aller dort einfließen kann. Der Beitrag zur Förderung freien Wissens besteht darin die Eintrittshürden für Autoren weiter zu senken. Die Hemmschwelle für Nicht-Tekkis ist immer noch zu hoch. Der 68 jährige ehemalige Chemiker von BASF, der sich noch mit Mühe Word beigebracht hat, kann so sein Wissen über Kopfschmerzmittel nicht mitteilen. Dieses Wissen kann der Allgemeinheit nicht zur Verfügung gestellt werden, weil es an der Eingabeschwelle bereits scheitert. Das Projekt zur Förderung älterer Leute ist ein begleitender Ansatz, die Hemm- und Frustrationsschwelle bereits im Vorfeld zu senken ein weiterer.

Der Funktionsumfang konzentriert sich auf die Texterstellung, einfache Formatierungen, Tabellenerstellung und Editierung in Tabellen. Der Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung für Wikis. Wichtig ist die vollständige Kompatibilität zu den MediaWiki Extensions und die Modularität zur späteren Erweiterung des Funktionsumfanges auf Basis von Open Source.

Welches Ziel soll mit deiner Idee erreicht werden?

Die Hürden, auf die gerade ungeübte Computernutzer stoßen, werden weiter gesenkt. Somit kann das Wissen ganz neuer Personenkreise erschlossen werden. Gerade ältere Personen haben einen großen Erfahrungsschatz, werden aber mit der MediaWiki Markup Language so ihre Probleme haben. Auch ganze neue, junge User werden an die kollaborative Arbeitsweise eines Wikis schneller herangeführt. Die Benutzung im schulischen Umfeld zum Beispiel setzt eine einfache Editierbarkeit voraus.

Mit einem leicht zu bedienenden WYSIWYG steigt nicht nur die inhaltliche Qualität von Artikeln, sondern auch die optische Qualität. Je mehr Nutzer einen Artikel "hübsch" machen können, desto größer ist auch die Akzeptanz bei Usern, die nur lesen.

Sobald der Editor bewiesen hat, dass die Fehlerquote gering genug ist, wird der Editor an einem Wikipedia-Spiegel getestet. Wenn Performance, Fehlerquote und Integration mit den übrigen Erweiterungen in einem Piloten getestet sind, wird mit der Foundation eine Migrationsstrategie entworfen, wie und wo man den Editor erstmalig in Anwendung bringen kann.

Wie lässt sich messen, ob dieses Ziel erreicht wird?

1. Gesammelte und mit Nutzerinitiativen abgestimmte Nutzererwartungen
Bsp.: -> Protokoll Nutzertreffen MediaWiki in Unternehmen und Organisationen, Prioliste
2. Akzeptanzstudien bei Usern:
a) Direktes Feedback
b) Anzahl von Autoren und Änderungen auf einer Seite vor und nach einer Einführung des Editors

Was ist die Zielgruppe deiner Idee?

Angesprochen werden sollen vor allem neue Nutzer, die sich heute noch durch die Markup abschrecken lassen

    * Schulprojekt: Junge Nutzer aus der Zielgruppe "Schulprojekt", die State-of-the-Art erwarten.
    * Generation 50plus: Ältere Mitbürger aus dem "Seniorenprojekt", die sich mit "Programmierung" nicht herumärgern wollen und können.
    * Aber auch alle anderen nicht so Technik affinen Mitbürger.
    * Alter und Geschlecht spielen soweit keine Rolle, entscheidend ist die Affinität der User in Richtung neuer Medien.
    * Jeder Nutzer von Wikipedia soll durch die Vereinfachung der Usability profitieren.

Wie erreichst du diese Zielgruppe?

  • Die eigene Kommunikation via Socialmedia-Kanäle wie XING, Facebook und Twitter wird genutzt. Des weiteren findet auch eine starke Kommunikation in der Szene via Blogs usw. statt.

    * Kommunikation über Verbände und Initiativen wie dem "Nutzertreffen für MediaWiki in Unternehmen und Organisationen", dem Bitkom oder dem Netzwerk media.net berlinbrandenburg, u.v.a.
    * Die Ideal- bzw. Wunschkonstellation wäre mittel- bzw. langfristig die Implementierung des WYSIWYG-Editors in den MediaWiki Core.
    * Der Einsatz auf Wikipedia
    * Vorbereitend die Kommunikation über die geplante Einführung eines WYSIWYG-Editors für alle Mitbürger und Nutzergruppen.
    * Vorzugsweise über herkömmliche Medien, die die Zielgruppe der weniger Technik affinen Mitbürger ermöglicht, z.B. Tagesschau, ZDF heute, etc. analog und / oder in Verbindung mit dem Schul- oder Seniorenprojekt.

Beschreibe, welche Tools, Technologien oder Hilfsmittel du für die Umsetzung benötigst

Als Hilfsmittel für den Rollout sind neben der Unterstützung durch den Wikimedia e.V. vor allem Rechnerkapazitäten für ausgiebiges Testing notwendig. Auch Tester in Form von Freiwilligen wäre äußerst hilfreich. Unterstützung bei der Bekanntmachung des Editors über die üblichen Kanäle, die dem Wikimedia e.V. ohnehin offen stehen, hinaus.

Wird deine Idee weiterleben, nachdem die Förderphase beendet ist? Wie nachhaltig ist dein Projekt?

Die Idee bzw. Umsetzung ist sehr nachhaltig, da ab der Nutzung des neuen WYSIWYG-Editors zukünftig die Wissensweitergabe einfacher sein wird und dies dauerhaft. Über die Anwender von MediaWiki in diversen Projekten, die nach einem funktionsfähigen Ersatz der FCK- und Tiny-MCE basierten Editoren suchen, wird eine permanente Weiterentwicklung als Open Source Erweiterung für MediaWiki stattfinden.

Lässt sich deine Idee auch von anderen Zielgruppen, Orten, Projekten nutzen? Wenn ja, wie und von wem?

Die Idee ist die Vereinfachung der Erfassung von Wissen mittels einer komfortablen WYSIWYG-Oberfläche. Wissen wird daher schneller und von einem größeren Nutzerkreis erfasst bzw. weitergegeben. Die Umsetzung ist allerdings speziell auf die MediaWiki-Software zugeschnitten, lässt sich aber als Ansporn auf andere Wiki und Wissensmanagementsysteme übertragen.

Eine Stärkung von MediaWiki als Unternehmensanwendung bringt direkt zwar keine Verbreitung freien Wissens. Jedoch hat die Privatwirtschaft die Mittel die Software weiter zu entwickeln. Dies wird nicht nur ganz neue Nutzungsformen, sondern immer größere Benutzergruppen ansprechen. Erst wenn MediaWiki als Standardanwendung so selbstverständlich wie Word ist, kann man das ganze Potenzial in vielfältigen Projekten erkennen und nutzen.

Als gutes Beispiel sei hier die GTZ (www.gtz.de) genannt, die bereits ein Wiki auf MediaWiki Basis einsetzt. Dieses wird genutzt um weltweit Projekte zu begleiten in Umsetzung und Dokumentation. Erste Erfolge sind der vereinfachte Bau eine Biogasanlage in Lateinamerika, welche in Afrika nachgebaut wurde aufgrund der vorhandenen Dokumentation. Auch die afrikanischen Ergebnisse wurden dokumentiert. Das eine vereinfachte Benutzeroberfläche hier bei der Kommunikation helfen kann, ist offensichtlich.

Zur Person

Name

Martin Bregulla

Website des Einreichers oder Projektes

Profil des Einreichers

Wir sind ein kleines Softwareunternehmen in Berlin, welches 2008 gegründet
wurde. Wir erstellen aktuell einen Editor, der im Gegensatz zu den
herkömmlich eingesetzten Erweiterungen von FCK und Tiny-MCE speziell für
MediaWiki entwickelt wurde. Da die Markup-Sprache von MediaWiki nicht
kontextfrei ist, zerstören die zuvor genannten klassischen, Universal
HTML-Editoren komplexere Texte bei Wikipedia. Ein Einsatz von HTML Universal
WYSIWYG-Editoren wird deshalb bis dato abgelehnt.