WissensWert/67 - Free Culture Incubator - Workshopserie für freie Kultur- und Kreativarbeiter

From Meta, a Wikimedia project coordination wiki
Jump to: navigation, search

67 -

Free Culture Incubator - Workshopserie für freie Kultur- und Kreativarbeiter.
Praktische Erfahrungen, Wissensaustausch und gemeinsame Suche nach neuen Lösungen.

Zur Idee[edit]

Kurzbeschreibung deiner Idee und deren Beitrag zur Förderung Freien Wissens[edit]

Ein Jahr lang, jeden Monat ein Workshop – mit wechselnden Partnern aus der Free Culture- und Kreativszene als Gastgeber. Die Serie richtet sich an Selbständige aus verschiedensten kreativen und künstlerischen Berufen und soll im Verlauf des Jahres ein breites Spektrum an Wissen & Know How vermitteln sowie Teilnehmer und Partner effektiv und langfristig miteinander vernetzen. Auf Basis dieser Workshops wird ein Toolkit entstehen, in dem der gesammelte Erfahrungsschatz aus den Workshops enthalten ist. Wichtig dabei: hier handelt es sich um praxisnahes Wissen, das innerhalb der Kreativszene weitergegeben und auch anderen Interessenten zur Verfügung gestellt wird. Dieses Toolkit setzt sich aus der Dokumentation der einzelnen Workshops zusammen und solll für alle frei im Netz verfügbar sein. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, dafür werden die Teilnehmer in die Dokumentation der Veranstaltungen eingebunden.

Welches Ziel soll mit deiner Idee erreicht werden?[edit]

Kurze Rückschau, aus der sich die Ziele ergeben:
Vor genau 8 Monaten haben wir den Free Culture Incubator während der transmediale.10 ins Leben gerufen. Einer unserer wichtigsten Punkte war die Fortsetzung der Workshops, die während der transmediale ihren Anfang genommen haben. Dort haben wir gemerkt, wie groß die Nachfrage von freien Kreativen und Kulturarbeitern nach alternativen Formen der Wissensvermittlung ist. Und damit ist nicht nur das Wissen gemeint, was an Universitäten oder in Fachbüchern zu bekommen ist – sondern praxisnahes, gelebtes Know-How von Menschen die selbst etwas auf die Beine gestellt haben, die wissen wovon sie reden und ihre Erfahrungen mit anderen teilen möchten.
Somit sind die wichtigsten Ziele dieser Workshopreihe:

Angebot einer neuen Art der Wissensvermittlung: aus der Szene selbst kommend, dezentral, relevant und praxisnah.
Vermittlung von Wissen nach Open Web-Standards: frei zugänglich, editier- und kommentierbar.
Künstler, Kreative und Kulturarbeiter stärker mit den Akteuren und Zielen der Free Culture Bewegung vernetzen.
Langfristige Projektpartnerschaften etablieren.
Die lokale Szene sichtbar machen und stärken.
Aus dem Online-Toolkit in regelmäßigen Abständen Print-Publikationen mit Schwerpunktthemen erstellen, die dann verkauft werden können. Den Erlös entweder auf die Partner umlegen oder damit den Fortbestand der Workshopserie auch über 2011 hinaus sichern.

Wie lässt sich messen, ob dieses Ziel erreicht wird?[edit]

Wir sehen anhand der Anmeldungen zu den Workshops wie groß das Interesse an den Themen ist. Wir bitten die Teilnehmer auch, uns bei der Bewerbung um einen der kostenlosen Workshop-Plätze etwas über sich zu erzählen, damit wir ihren beruflichen Hintergrund und die jeweiligen Erfahrungen abschätzen können.
Auch die Nachfrage nach der Dokumentation der Workshops lässt sich quantitativ messen. Zudem werden wir direkt beim Workshop selbst Feedback bekommen, wie die Veranstaltung angekommen sein wird.
Das Projekt ist dann erfolgreich, wenn wir viele Anmeldungen zu den Workshops haben, viele Leute die an der Dokumentation mitarbeiten - und viele, die sich für die Dokumentation bzw. das Toolkit interessieren und daran weiterarbeiten wollen. Ein weiterer Projekterfolg wäre, wenn wir bei den teilnehmenden Künstlern und Kreativen eine stärkere Sensibilisierung für die Themen Free Culture & Open Web erreichen könnten.

Was ist die Zielgruppe deiner Idee?[edit]

Freie Kultur- und Kreativarbeiter in und außerhalb Berlins.
Künstler, die neue Methoden und Arbeitspraktiken rund um das Offene Web und Free Culture kennenlernen wollen.
Open Web-Enthusiasten, die sich besser vernetzen und sichtbarer werden wollen.

Wie erreichst du diese Zielgruppe?[edit]

Zum einen hat der Free Culture Incubator eine stets anwachsende Mailingliste, über die wir alle Interessenten regelmäßig mit Infos versorgen. Zudem gibt es eine Facebook-Fanpage, auf der regelmäßig Links und Aktionen aus dem Free Culture-Bereich gepostet werden. Auf der Website des FCI http://www.transmediale.de/en/fci sind alle Infos rund um das Projekt, die bisherige Dokumentation, sowie die Workshop-Ankündigungen zu finden.
Die transmediale nimmt regelmäßige FCI-Updates in ihren Newsletter auf und auch die einzelnen Partner (= Workshop-Gastgeber) promoten die Workshops und Events über ihre Kanäle. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes veröffentlicht ebenfalls alle Workshop-Ankündigungen und Projekt-Infos über ihre Verteiler.
Auf diesem Weg können wir viele Menschen erreichen. Spannend ist auch, dass viele Interessenten die Infos auch unter sich weitergeben und wir dann direkt angeschrieben werden.

Beschreibe, welche Tools, Technologien oder Hilfsmittel du für die Umsetzung benötigst[edit]

Neben der Website, auf der die Workshops angekündigt, live gestreamt und dokumentiert werden brauchen wir noch für jeden Workshop je nach Thema spezifische Materialien. Der aufwändigste Aspekt hierbei ist die Dokumentation: wir wollen jeden Workshop live streamen, damit auch ein internationales Publikum daran teilhaben kann. Dafür werden neben der entsprechenden Expertise auch Kamera, Mikro, Mixer etc. benötigt. Dann geht es darum, die Ergebnisse der Workshops in Form von Bildern, Protokollen, Videos oder Audiofiles aufzubereiten. Hier ist oftmals Video- und / oder Audioschnitt erforderlich sowie eine gewisse redaktionelle Erfahrung, für die wir auch eine Person bereitstellen müssen. Die Dokumentation wird momentan aus unserer Eigeninitiative ermöglicht, aber für diesen Bereich ist eine finanzielle Unterstützung erforderlich. Nur so kann das Toolkit auch die Qualität bekommen, die es als Aggregator der Workshops braucht.

Wird deine Idee weiterleben, nachdem die Förderphase beendet ist? Wie nachhaltig ist dein Projekt?[edit]

Auf jeden Fall! Der Free Culture Incubator hat auch nach dem Launch auf der transmediale ein eigenständiges Leben entwickelt und viele Leute zusammengebracht. So hat beispielsweise die Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Kulturarbeit, eine dreiteilige Veranstaltungsreihe rund um den FCI ins Leben gerufen, wo wir gemeinsam mit Studenten eine inhaltliche Sammlung für ein FCI-Toolkit entwickelt haben.
Die Workshopserie, die am 23, Oktober beginnt, soll erst der Auftakt sein zu einer fortlaufenden Reihe, die auch noch über das Jahr 2011 hinaus besteht. Es melden sich immer mehr interessierte Parter und Organisationen, die sich hier einbringen wollen. Und nachhaltig ist die Workshopserie allein auch schon deswegen, weil sich ständig neue Formen der kulturellen Praktiken und Wissensvermittlung ergeben, über die sich freie Kreativarbeiter informieren wollen. Das Netzwerk, das mit der Zeit aus den Workshops entsteht, führt nicht nur zu einer Verdichtung von Wissen sondern auch zu einer Verbesserung der Kontakte und beruflichen Chancen der einzelnen Teilnehmer.

Lässt sich deine Idee auch von anderen Zielgruppen, Orten, Projekten nutzen? Wenn ja, wie und von wem?[edit]

Ja, die FCI Workshopserie lässt sich als dezentrales, mobiles Wissensformat im Prinzip überall dort anwenden, wo es bereits eine Free Culture / Open Web Szene gibt (und sei sie noch so klein). Die Grundidee, die einzelnen Akteure aus dieser Szene untereinander zu vernetzen und ihr gebündeltes Know-How einer breiten, heterogenen Zielgruppe zur Verfügung zu stellen kann auch in anderen Städten zur Stärkung und Sichtbarmachung der lokalen Szene und ihrer Arbeitspraktiken angewendet werden.

Zur Person[edit]

Name[edit]

Ela Kagel

Website des Einreichers oder Projektes[edit]

http://www.transmediale.de/fci

Profil des Einreichers[edit]

Ich bin freie Kuratorin und Produzentin mit Schwerpunkt
Medienkunst und Free Culture und arbeite derzeit an der Programmentwicklung
des transmediale Festivals. Dort habe ich 2009 den Free Culture Incubator
initiiert, ein fortlaufendes Programm das sich der Frage nach dem freien
Kulturunternehmen der Zukunft widmet. Ich bin Mitglied von Public Art Lab,
Initiatorin der Upgrade! Events in Berlin und am Aufbau vieler
Kulturplattformen beteiligt, zum Beispiel der Mobile Studios. Ansonsten
organisiere ich Veranstaltungen, halte Vorträge, schreibe – und tausche mich
gern mit Menschen über die oben genannten Themen aus.