Wikimedia Deutschland/Progress Report 2015 de

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Global Metrics Übersicht alle Programme[edit]

Programm 1: Unterstützung von Freiwilligen[edit]

Diagramm WMDE: direkte vs. indirekte Unterstützung von Freiwilligen (Jan.–Juni 2015)
Diagramm WMDE: direkte vs. indirekte Unterstützung von Freiwilligen (Jan.–Juni 2015)
Global Metrics: Unterstützung von Freiwilligen
Metrik Erzieltes Ergebnis Erläuterung
1. Anz. aktiver Autoren 326 Ohne Doppelzählungen, nur Programmleitende (ohne Teilnehmende)
2. Anz. neuer Autoren 809
3. Anz. beteiligter Personen 1.944 Nur offline, Teilnehmende und Organisatoren
4. Anz. neuer, zu Wikimedia-Artikeln/-Seiten hinzugefügter Bilder/Medien Uploads in Commons gesamt: 45.853

Zu WM Seiten/Artikeln hinzugefügt: 10.231

Hinweis: Normalerweise steigen die Nutzungsraten hochgeladener Objekte mit der Zeit langsam an. Die ungewöhnlich hohe Nutzungsrate von 22 % zum Ende von Q2 rührt von einem einzelnen Wiktionary-Projekt her (näheres siehe Abschnitt „Programme“) bei dem 5.000 Dateien mit einer Nutzungsrate von über 95 % generiert wurden.
5. Anz. Artikel, die zu Wikimedia-Projekten hinzugefügt/verbessert wurden 18.466 Basierend auf Projektdokumentationen zu verbesserten/erstellten Artikeln und zur Einbindung von Mediendateien in Artikel.
6. Bytes (absoluter Wert), die bei Wikimedia-Projekten hinzugefügt/gelöscht wurden k. A. Hinweis: Diese Metrik zeichnet WMDE aus 2 Gründen nicht auf: 1) das Tool Wikimetrics ist nicht anwenderfreundlich genug und daher zu zeitaufwändig, insbesondere angesichts der sehr zahlreichen Aktivitäten, 2) das Tool würde die Aufzeichnung der Benutzernamen erfordern, um Gesamtsummen für „hinzugefügte Bytes“ zu berechnen. Aufgrund der EU-Datenschutzbestimmungen und der Vorbehalte der Autoren im deutschsprachigen Raum sehen wir davon ab.

Hinweis: Freiwilligenförderung und geförderte Aktivitäten laufen bei uns kontinuierlich. Daher ist dies nur eine vorläufige Analyse für den vorliegenden Fortschrittsbericht. „Aktivitäten“ sind alle von Freiwilligen geleiteten Projekte/Programme/Initiativen, die durch den Bereich Ideenförderung bei WMDE unterstützt wurden. Eine umfassendere Analyse erfolgt dann im Impact Report. Die Tabelle oben beruht auf einer Teilanalyse von 112 direkt geförderten, abgeschlossenen Aktivitäten (von insgesamt 260 Aktivitäten wurden bisher 171 abgeschlossen). Viele weitere geplante Aktivitäten wurden noch nicht begonnen oder noch nicht abgeschlossen bzw. ihre Dokumentation ist noch nicht fällig (siehe Grafik rechts).

Rund die Hälfte (47 %) der abgeschlossenen Aktivitäten konzentrierte sich direkt auf die Bearbeitung von Inhalten durch bestehende oder neue Autoren, mit direkter Auswirkung auf die Global Metrics.

Programm 2: Software-Entwicklung[edit]

Global Metrics: Software-Entwicklung
Metrik Erzieltes Ergebnis Erläuterung
Hinweis: Auf das WMDE-Programm Software-Entwicklung sind Global Metrics größtenteils nicht anwendbar. Zur Einschätzung unserer Online-Arbeit, z. B. mit der Autoren-Community, siehe unten die Tabelle „Wikidata-Übersicht“.

Für mehr Daten über die Aktivitäten zu FOSS Outreach und Kommunikation (Communitys) siehe unten die Tabelle „Weitere Metriken“.

1. Anz. aktiver Autoren k. A. Keine Angabe. Unsere „FOSS Outreach“-Aktivitäten zielen nicht auf die „klassischen“ Autoren oder die Gewinnung von FOSS-Entwicklern als „neue Autoren“ ab. Bei den „Tech on Tour“-Workshops haben die Mitarbeitenden gemäß unserer Datenschutzleitlinien nicht den Autorenstatus der Teilnehmenden aufgezeichnet.
2. Anz. neuer Autoren k. A.
3. Anz. beteiligter Personen Offline: 250 Teilnehmende von „Tech on Tour“-Workshops und Tech-Events bei WMDE
4. Anz. neuer, zu Wikimedia-Artikeln hinzugefügter Bilder/Medien k. A. Keine Angabe. Zwar gibt es meist Fotodokumentationen der Events, die in Commons hochgeladen werden, aber die Bilder werden für diese Metrik nicht mitgezählt.
5. Anz. Artikel, die zu Wikimedia-Projekten hinzugefügt/verbessert wurden. k. A. Keine Angabe, da die entsprechenden Aktivitäten auf mittel- bis langfristige Ergebnisse abzielen (z. B. Beteiligung von FOSS-Entwicklern an Wikimedia-Projekten oder effektive, an der Community orientierte Software-Entwicklung).
6. Bytes (absoluter Wert), die bei Wikimedia-Projekten hinzugefügt/gelöscht wurden k. A.
Wikidata-Karte Juni 2015. Die Karte zeigt einen Pixelpunkt für jedes Wikidata-Objekt mit Koordinatenangabe.
Wikidata-Karte Juni 2015. Die Karte zeigt einen Pixelpunkt für jedes Wikidata-Objekt mit Koordinatenangabe.
Weitere Metriken: Wikidata-Übersicht
Autoren
Metrik 06/2015 12/2014 01-06/2015
Autoren (1+/ 30 Tage) 15.074 13.344 +13%
Aktive Autoren (5+/ 30 Tage) 6.005 5.377 +12%
Sehr aktive Autoren (100+/ 30 Tage) 915 800 +14%
Neue aktive Autoren (Grenzwert: 10. Bearbeitung, 01-05/2015) 3.689
Inhalte
Metrik 06/2015 12/2014 01-06/2015
Seiten 18.284.555 16.871.369 +8%
Objekte 17.880.164 16.668.610 +7
Objekte mit referenzierten Aussagen 10.017.235 8.423.002 +19%
Bearbeitungen (gesamt) 227.708.671 182.571.317 +25%
Aussagen (gesamt) 65.993.797 53.020.002 +24%
Aussagen mit Referenzierung zu Wikipedia 20.135.242 18.692.336 +8%
Aussagen mit Referenzierung zu anderen Quellen 11.677.032 8.010.042 +46%


Weitere Metriken: Kommunikation (Communitys) und FOSS Outreach
Global Metric

Äquivalent

Weitere Metriken Q1/Q2 2015 Q3/Q4 2014 Änderung ggü. Q3/Q4 2014 (ggf.) Erläuterung
Kommunikation (Communitys)
Beteiligte Personen Abrufe Umfrage (gesamt) Technische Wünsche/TOP 20 2.234 1.113 + 101% Zeigt die Beteiligung von Wikidata-Nutzern, deWP-Autoren, freiwilligen Entwicklern usw. an der Community-zentrierten Software-Entwicklung.
Seitenabrufe Tech on Tour (gesamt, nur Q1/Q2) 1.578 k. A. k. A. Diese Seite war nur in Q1+Q2 aktiv, zur Koordinierung der „Tech on Tour“-Events und während der Vorbereitung des Konzepts Technische Wünsche.
Teilnehmende (vor Ort): Teilnehmende an Workshops bzw. Events (nur offline) 53 k. A. k. A. Q1+Q2: Bezieht sich auf die „Tech on Tour“-Workshops zur Vorbereitung des Konzepts Technische Wünsche.
Anz. beteiligter Wikimedia-Organisationen 2 k. A. k. A. Ständige Kommunikation und Koordinierung mit WMF-Mitarbeitenden, Gespräche mit Wikimedia Israel über Einbeziehung der Community und die WMDE-Erfahrungen mit ihrem kollaborativem Ansatz zur Software-Entwicklung.
FOSS Outreach und Mentoring
Neue beteiligte Personen Medienaktivität 18 Keine Erhebung k. A. Anzahl der von WMDE-Software-Entwicklung veröffentlichten/initiierten Tech-Artikel (Blogs, andere Medien).
Seitenabrufe Software-Entwicklung auf wikimedia.de (gesamt) 843 643 +31 % Webseite von WMDE-Software-Entwicklung, zeigt das allgemeine Interesse an Software-Entwicklung bei WMDE an.
Reaktion Social Media, Anzahl Retweets, Follower, Facebook-Likes 387 58 + 567 % Zeigt Beteiligung/Austausch der FOSS-Community mit WMDE-Software-Entwicklung an.
WMDE-Tech-Events, Anzahl der von WMDE-Software-Entwicklung veranstalteten oder organisierten Events 24 14 +71 % Zeigt Beteiligung/Austausch der FOSS-Community mit WMDE-Software-Entwicklung an.
Teilnehmende (vor Ort)/Besuchende bei Tech-Events 197 Keine Erhebung k. A. Zeigt Beteiligung/Austausch der FOSS-Community mit WMDE-Software-Entwicklung an.
Podcast Source Code Berlin 7.467 2.421 +208 %

Anzahl Zuhörer bei unserem FOSS-Podcast Sourcecode Berlin.

Mentees/Teilnehmende bei WMDE-Mentoring-Aktivitäten 5 + Studierendengruppe (6 Studierende) k. A. k. A. Wir sind derzeit als Mentoren für fünf Einzelpersonen (Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen, Schulpraktikanten) und eine Studierendengruppe am Hasso-Plattner-Institut aktiv.

Programm 3: Institutionen[edit]

Global Metrics: Institutionen
Metrik Erzieltes Ergebnis Erläuterung
1. Anz. aktiver Autoren 68 68 aktive Wikimedianer als Organisatoren oder Teilnehmende bei den Events GLAM on Tour bzw. KulTour. Nicht relevant für die anderen in diesem Bericht erwähnten Events (Coding da Vinci usw.), weil sich diese nicht vorrangig an Wikimedia-Autoren richten.
2. Anz. neuer Autoren 3 Vertreter von GLAMs, die während der Events GLAM on Tour und KulTour ihre Autorentätigkeit begonnen haben, wie auf der Projektseite dokumentiert.
3. Anz. beteiligter Personen Offline: 723

Online: 56.000

Hinweis: Die Offline-Zahl beinhaltet ganz unterschiedliche Gruppen: Autoren, GLAM-Vertreter, Hacker/Entwickler, Teilnehmende an Podiumsdiskussionen. Hinweis: Die Online-Zahl speist sich aus vielen verschiedenen Datenquellen, darunter Betrachter von Videostreams (2.617), E-Mail-Kontakte (1.609), Website-Besucher (50.466), Tweets (824) und Facebook-Follower (1.234).
4. Anz. neuer, zu Wikimedia-Artikeln hinzugefügter Bilder/Medien Neu auf Commons: 48.309

Zu WM- Seiten/Artikeln hinzugefügte Dateien: 416

Hinweis: Die riesigen Datenmengen, die bei dem im Juli abgeschlossenen Kultur-Hackathon Coding da Vinci angefallen sind, werden erst seit kurzem nach und nach in Commons hochgeladen bzw. in Wikimedia-Seiten eingearbeitet.
5. Anz. Artikel, die zu Wikimedia-Projekten hinzugefügt/verbessert wurden. 84 hinzugefügte oder verbesserte Artikel

430 neue Bilder zu WP-Seiten hinzugefügt

6. Bytes (absoluter Wert), die bei Wikimedia-Projekten hinzugefügt/gelöscht wurden k. A. Hinweis: Diese Metrik zeichnet WMDE aus 2 Gründen nicht auf: 1) das Tool Wikimetrics ist nicht anwenderfreundlich genug und daher zu zeitaufwändig, und 2) das Tool würde die Aufzeichnung der Benutzernamen erfordern, um Gesamtsummen für „hinzugefügte Bytes“ zu berechnen. Aufgrund der EU-Datenschutzbestimmungen und der Vorbehalte der Autoren im deutschsprachigen Raum sehen wir davon ab.

Programm 4: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen[edit]

Global Metrics: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Metrik Erzieltes Ergebnis Erläuterung
1. Anz. aktiver Autoren k. A. Hinweis: Mit Themenanwaltschaft und politischer Arbeit – also dem Kern des Programms „Gesellschaftliche Rahmenbedingungen“ von WMDE – sollen auf höheren Ebenen Änderungen gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen bewirkt werden, um die Vision, Ziele und Werte der Wikimedia-Bewegung durch Schaffung von Rahmenbedingungen, unter denen Freies Wissen florieren kann, zu fördern. Aktivitäten in diesem Bereich zielen also nicht auf direkte Auswirkungen für Wikimedia-Projekte wie die Gewinnung neuer Autoren oder Inhalte ab. Einen Überblick über die durch WMDE unterstützte politische Arbeit geben die Zahlen unten.
2. Anz. neuer Autoren k. A.
3. Anz. beteiligter Personen n/a
4. Anz. neuer, zu Wikimedia-Artikeln hinzugefügter Bilder/Medien k. A.
5. Anz. Artikel, die zu Wikimedia-Projekten hinzugefügt/verbessert wurden. k. A.
6. Bytes (absoluter Wert), die bei Wikimedia-Projekten hinzugefügt/gelöscht wurden k. A.
WMDE-Infographik – Themenanwaltschaft und politische Arbeit
WMDE-Infographik – Themenanwaltschaft und politische Arbeit
Weitere Metriken: Themenanwaltschaft und politische Arbeit
Metrik Q1/Q2 2015 Erläuterung
Anz. beteiligter Freiwilliger > 4,500 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: eine Kerngruppe von 7 Freiwilligen, die bei besonderen Events oder Kampagnen auf 46 Freiwillige aufgestockt wird; Hunderte Briefe an Europaabgeordnete; im Juni 2015 verfassten 4.235 deutsche Wikipedia-Aktive einen offenen Brief an das Europäische Parlament zur Panoramafreiheit. Auch 4.464 Nicht-Autoren wurden einbezogen und unterstützten den Brief durch ihre Unterschrift.
Anz. beteiligter Wikimedia-Organisationen 19 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: WMF, 14 Länderorganisationen/thematische Organisationen/Benutzergruppen aus der EU, 4 von außerhalb der EU
Anz. veranstalteter Events/Vernetzungstreffen 10 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: Workshop Panoramafreiheit, Gastgeber Pavel Svoboda (EVP) / Pressekonferenz zur Urheberrechtsreform TACD, EDRi und BEUC / Filmvorführung zum Thema Informationsfreiheit, moderiert von Marietje Schaake (ALDE) und Julia Reda (Grüne) / Pressekonferenz für deutsche Presse am 30. Juni 2015'OER und mehr: 6 Themen-Events zu Freiem Wissen bei WMDE veranstaltet/5 Events inoffiziell unterstützt
Anz. Verbündeter und Partner > 50 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: 22 nationale bzw. transnationale Organisationen arbeiten mit uns zusammen.

OER und mehr: 20 Partner beim Bündnis Freie Bildung/verschiedene Interessenvertreter arbeiten mit uns zusammen an der neuen Initiative „Mapping OER“.

Anz. Teilnahmen bei Anhörungen und Fachausschüssen 93 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: 88 (konservative Zählung)

OER und mehr: 5

Anz. veröffentlichter Erklärungen/Positionspapiere 4 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: 1 Positionspapier/1 offener Brief

OER und mehr: 1 Positionspapier/1 Erklärung

Anz. politischer Entscheidungen/Änderungen 2 Themenanwaltschaft auf EU-Ebene: Verabschiedung des „Reda“-Berichts durch das Europäische Parlament/schlägt positive Regelungen zur Panoramafreiheit und zu anderen Themen vor, welche Vision, Ziele und Werte der Wikimedia-Bewegung betreffen.

OER und mehr: Die deutsche Bundesregierung stellt Mittel für die Einführung von OER in Deutschland bereit, ein großer Teil davon für das WMDE-Projekt „Mapping OER“.

Berichte aus den Programmen – alle Programme[edit]

Überblick[edit]

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben wir die Jahresplanung überarbeitet, die dann im April durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Der neue Vorstand von WMDE, Christian Rickerts, wurde in sein Amt eingeführt. Die Organisation bekam den Zuschlag für einen großen Vertrag mit der Bundesregierung zur Förderung von Open Educational Resources in Deutschland, war Gastgeberin der Wikimedia Conference und trug erfolgreich dazu bei, dass ein Gesetzesvorschlag zur Einschränkung der Panoramafreiheit in Europa zurückgezogen wurde. Der Bereich Software-Entwicklung entwickelte einen innovativen Mechanismus zur Arbeit in Communitys. Wikidata wuchs deutlich, nicht zuletzt durch die große Mengen von Daten aus Freebase. Bei der Unterstützung von Freiwilligen entwickelten sich alle lokalen Räume in Deutschland sehr gut und führten zahlreiche Aktivitäten durch. Zum Sommeranfang hin begann das Präsidium mit der Überarbeitung der Jahresplanung und erstellte in einem partizipatorischen Verfahren, an dem Communitys, Geschäftsstelle und Vorstand als Inputgebende beteiligt waren, den Jahreskompass 2016 als strategische Orientierung für die derzeit laufende operative Jahresplanung.

Programmbericht 1: Unterstützung von Freiwilligen[edit]

WMDE-Diagramm: die wichtigsten Projektziele der von Jan.–Juni 2015 abgeschlossenen Projekte
WMDE-Diagramm: die wichtigsten Projektziele der von Jan.–Juni 2015 abgeschlossenen Projekte
Freiwillige und Gruppen (Stand: 30. Juni 2015)
Programmleiter / Organisatoren von Aktivitäten (konservative Zählung) > 135
Aktive Wikimedianer, beteiligt an durch WMDE geförderten Aktivitäten > 326
Teilnehmende an durch WMDE geförderte Freiwilligen-Aktivitäten > 1.944
Lokale Gruppen 42
Davon lokale Community-Räume (Städte mit förmlich organisierten Wikimedia-Gruppen) 8

Bei der Unterstützung von Freiwilligen gab es einige Änderungen, bei Personal und Budget ebenso wie hinsichtlich einer kontinuierlichen Verbesserung von Strategien und Prozessen. Es wurden einige Anpassungen vorgenommen, teils als Reaktion auf Kritik und Anregungen der deutschen Communitys und des FDC. In einigen Fällen standen sich dabei auch konträre Vorschläge gegenüber. Die Anpassungen erfolgten dann größtenteils auf Basis der Erfahrungen des Bereichs Ideenförderung bei WMDE. Förderungsstrukturen und Zielvorgaben wurden seit der Erstellung des APG-Proposals (Jahresplanförderung der Wikimedia Foundation) stark verändert und vereinfacht. Die Änderungen finden sich in der überarbeiteten WMDE-Jahresplanung 2015 unter 1) Freies Wissen in den Wikimedia-Projekten.

In letzter Zeit haben wir als Maß für unseren Erfolg die Leistungen und Ergebnisse der Aktivitäten herangezogen, welche die Communitys und WMDE gemeinsam oder unabhängig voneinander abschließen. Um unser System zur Ergebnismessung zu verbessern, arbeitet der Bereich Ideenförderung derzeit mit dem Bereich Zusammenarbeit und Entwicklung (ZEN) zusammen. Wir wollen die Fähigkeiten unserer Organisation bei Monitoring und Evaluation ausbauen, damit wir auch zu relevanten Global Metrics berichten können, nicht nur zu den Metriken der Zielvorgaben der WMDE-Jahresplanung.

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben wir die Neuausrichtung unseres Programms Unterstützung von Freiwilligen konsolidiert, die bereits in der zweiten Hälfte 2014 begonnen hatte. Finanzielle und nicht finanzielle Förderung konzentrieren sich nun auf Projekte und Ideen, die Potenzial für skalierbare, nachhaltige Wirkungen und für gemeinsame Lernprozesse für die Bewegung für Freies Wissen haben. Die Unterstützung von Freiwilligen konzentriert sich nun zunehmend auf die Förderung von Ideen: Statt Einzelbemühungen werden nun eher Gruppen von Freiwilligen unterstützt, die gemeinsam Projekte umsetzen. Es geht um Projekte, die potenziell skalierbar, von Nachhaltigkeit geprägt, auf Wirkung ausgerichtet sind und gemeinsame Lernprozesse anstoßen.

Größtenteils tun wir das, indem wir den Aufbau lokaler Kapazitäten und Partnerschaften fördern. Mit diesen lokalen Kapazitäten wollen wir den Weg bereiten, damit zukünftige Projekte eigenständig und mit weniger direkter Förderung durch die WMDE-Geschäftsstelle in Berlin umgesetzt werden können. Lokale Gruppen werden zunehmend lokal verfügbare Ressourcen gewinnen und nutzen – finanzieller und nicht finanzieller Art.

Bild erstellt für Wiki Loves Earth 2015

Wir gehen davon aus, dass die begrenzten Ressourcen der Bewegung mit dieser Strategie nun effektiver und wirksamer verteilt werden. Beispiele:

  • Statt einzelnen Freiwilligen die Reisekosten zu erstatten, um Fotos zu machen, unterstützen wir nun lokale Organisatoren von Foto-Touren. So schaffen wir eine lokale Infrastruktur mit Aktivitäten, durch die wir innerhalb und außerhalb von Wikimedia neue Freiwillige gewinnen und einbinden können.
  • Statt nur einzelne Freiwillige immer wieder spontan zu fördern, unterstützen wir nun zunehmend die Umsetzung von Ideen in Projekten, die durch lokale und thematische Gruppen mithilfe regelmäßiger Formate verwirklicht werden.
  • Bei der Auswahl der Förderprojekte achten wir sehr auf eine nachweislich gute Planung und aktive Beteiligung der Community.

Worin genau besteht die Arbeit des Teams Ideenförderung von WMDE?

  • Wir unterstützen Projektleiter bei der Ausarbeitung von Anträgen gemäß den von der Community erarbeiteten Richtlinien.
  • Wir beraten Projektleiter in allen Phasen des Lebenszyklus eines Projekts.
  • Wir unterstützen Vernetzung und ständigen Wissensaustausch über spezielle Online-Bereiche:
    • Das Ideenportal – diese Seite bietet Freiwilligen Raum, um Ideen vorzustellen, Partner zu finden und Stimmen zu gewinnen, ähnlich wie beim Crowdfunding oder Social Media.
    • Wissensbörse – Hier können Freiwillige Wissen und Erfahrungen austauschen und Gleichgesinnte mit Tipps und erfolgreichen Lösungen unterstützen.
    • Liste aller durch WMDE geförderten Projekte auf  Meta.
    • Monatsberichte geförderter Projekte von Freiwilligen, verbreitet als Blog und per E-Mail.
    • Wikimedia Woche – wöchentlicher Newsletter zur Information der deutschen Communitys über Ereignisse innerhalb der Bewegung, verbreitet als Blog, per E-Mail und über Wikimedia.
  • Als „lebende Datenbank“ für Wissen und Verbindungen unter Menschen kennen unsere Mitarbeitenden die sehr aktiven Ehrenamtlichen und Leiter von Aktivitäten und wissen, woran sie gerade arbeiten. Täglich arbeiten sie mit diesen Freiwilligen zusammen und schaffen engagiert Verbindungen zwischen Projekten, Menschen und Ideen. Diese Tätigkeit wird nicht nur durch die Mitarbeitenden ausgeführt, sondern auch durch ständig weiter verbesserte Strukturen zum Informationsmanagement, wie die Datenbank für Community-Projekte.
  • Um den Wissenstransfer innerhalb der Community und in die Bewegung hinein zu erleichtern, unterstützen wir das Erstellen von Learning Pattern und Anleitungen.
  • Unsere Richtlinien, Strukturen und Programme zur Förderung werden mit den und durch die Freiwilligen entwickelt und aktualisiert: Alle sechs Monate halten wir ein Arbeitstreffen gemeinsam mit Mitgliedern der Community ab. Diese Offline-Arbeit wird dann mit der Zeit durch kontinuierliche Formate zur Beteiligung online im Wiki vernetzt. Richtlinien, Tools zur Projektentwicklung, die entsprechenden Diskussionen und eine Liste der kürzlich unterstützten Projekte sind unter WP:FÖ zu finden.
  • Das Team Ideenförderung arbeitet zusammen mit dem WMDE-Bereich Software-Entwicklung an der Umsetzung der Community-zentrierten Software-Entwicklung, indem Verbindungen zwischen den SE-Kommunikationsmanagern und Freiwilligen, lokalen Räumen, Gruppen und Ressourcen geschaffen werden.
  • Regionale Kooperation mit WMAT und WMCH, um die Anstrengungen zur Förderung der Wikimedia-Communitys im deutschsprachigen Raum zu koordinieren.

Erfolgsgeschichte: Lokale Räume und Gruppen

Studierende beim Editieren im lokalen Raum Hamburg
Studierende beim Editieren im lokalen Raum Hamburg

Das offensichtlichste Anzeichen dieser Verlagerung hin zum Kapazitätsaufbau durch die Community selbst sind die dezentralen lokalen Gruppen und Räumlichkeiten, die seit kurzem überall in Deutschland entstehen. Früher waren viele Aktivitäten abhängig von Koordination und Verwaltung durch die WMDE-Geschäftsstelle in Berlin. Dadurch waren Freiwillige in anderen Städten in Hinblick auf Zugang zu und die Organisation von Offline-Aktivitäten benachteiligt. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind in Köln, Hamburg, Berlin, Hannover, Bremen, München und Stuttgart lokale Community-Räume aktiv geworden. Diese Räume sind ganz unterschiedlich: Es sind Ladengeschäfte, gemeinschaftlich genutzte Büroräume oder auch regelmäßige Sprechstunden in Bibliotheken oder bei gemeinnützigen Partnerorganisationen. Andere, wie die Dresdner Gruppe, sind informeller organisiert und einfach Gruppen von sehr aktiven Leuten, noch ohne festen Standort. Wo nötig und angemessen, fördert WMDE die Einrichtung von lokalen Räumen mit Mietzuschüssen. Mithilfe dieser grundlegenden Ressourcen können die Freiwilligen dann Projekte, Treffen und Aktivitäten unabhängig initiieren und durchführen. Dadurch sind diese lokalen Aktivitäten sehr breitgefächert, denn jeder lokale Raum entwickelt Strategien und Aktivitäten, die genau dort und zu diesem Zeitpunkt relevant sind. Tätigkeiten der lokalen Räume für die Bewegung:

  • Lokale Partnerschaften mit Communitys, Bibliotheken, GLAMs schaffen und damit lokale Ressourcen erschließen.
  • Arbeitsräumlichkeiten für Gruppen von Freiwilligen bereitstellen, die an inhaltsorientierten Aktivitäten interessiert sind.
  • Die Bewegung repräsentieren, ihr ein „Gesicht“ geben, neue Freiwillige durch Aktivitäten sowohl zu festen Terminen als auch spontan gewinnen und Gruppen zusammenbringen, die bisher isoliert gearbeitet haben.
  • Räumlichkeiten für gesellschaftliche Aktivitäten von Online-Gruppen wie die Jungwikipedianer bereitstellen und so die persönlichen Beziehungen für die Online-Arbeit stärken.
  • Räume für Workshops und Schulungen bereitstellen.
  • Die Community-Räume arbeiten dezentralisiert und lokal, inspirieren sich aber dennoch gegenseitig, und die Freiwilligen übernehmen Ideen, deren Umsetzung sie in anderen lokalen Räumen erleben konnten. Diese gegenseitigen Anregungen unterstützen wir mit Reisestipendien und indem wir die Vernetzung der Wikimedia-Aktiven untereinander fördern.

Die lokalen Gruppen führen ähnliche Aktivitäten wie die lokalen Räume durch, nur ohne feste Räumlichkeiten und teils weniger unabhängig. Derzeit gibt es 42 lokale Gruppen, die auf verschiedenen Ebenen arbeiten und eine Vielzahl an Aktivitäten durchführen. Viele profitieren von unserer Förderung, und einige sind potenziell neue lokale Räume. Allgemein ist der Anteil an Freiwilligen-Aktivitäten, die sich aus der Beteiligung lokaler Freiwilligengruppen speisen, auf über 54 % gestiegen (von allen direkt durch WMDE geförderte Aktivitäten). Zählt man auch Aktivitäten lokaler Räume mit, die indirekt durch WMDE gefördert werden, ist der Anteil noch höher (74 %).

Was die Zahl der von ihnen gestarteten Aktivitäten betrifft, sind die lokalen Räume schon lange ein Erfolg. Zusätzlich zu den direkt durch die WMDE-Freiwilligenförderung unterstützten Aktivitäten fanden in Q1/Q2 ganze 162 Aktivitäten statt, die weitgehend eigenständig und regelmäßig durch die lokalen Räume initiiert und durchgeführt wurden.

WMDE-Diagramm Aktivitäten in lokalen Räumen nach Arten
WMDE-Diagramm Aktivitäten in lokalen Räumen nach Arten

Wir haben nun begonnen, die Aktivitäten und Ergebnisse der lokalen Räume in der ersten Jahreshälfte 2015 nach qualitativen Gesichtspunkten auszuwerten. Es zeichnet sich folgendes Bild ab:

  • Es finden viele themenbezogene gemeinschaftliche Aktivitäten statt, z. B. regelmäßige Edit-a-thons, wöchentliche Editier-Sessions oder spontane Fotosessions (41 % aller Aktivitäten der lokalen Räume).
  • Die lokalen Räume sind häufig Gastgeber von Partner-Events und dienen so als Ansprechpartner für gleichgesinnte Organisationen.
  • Off-Wiki-Meetings sind oft der Einstieg für eine dauerhafte On-Wiki-Zusammenarbeit.
  • Lokale Räume mit ihren bereitstehenden menschlichen und technischen Ressourcen helfen dabei, Projekte rasch, ohne langen Vorlauf für Förderanträge bei WMDE zu starten.
  • Lokal organisierte Freiwillige stellen Kontakte zu Partnern bei lokalen Einrichtungen her und loten Verbindungen zu den Communitys und Projekten innerhalb der Wikimedia-Bewegung aus.
  • Es sind neue Verbindungen zu lokalen Einrichtungen zustande gekommen: An über 33 % der in den lokalen Räumen durchgeführten Aktivitäten sind öffentliche Einrichtungen oder regionale Organisationen als Partner beteiligt.
WMDE-Diagramm Aktivitäten im Lokal K nach Arten
WMDE-Diagramm Aktivitäten im Lokal K nach Arten
Beispiel: Lokal K (lokaler Raum in Köln)[edit]

Das Lokal K in Köln ist einer der ältesten und etabliertesten lokalen Räume (er wurde im April 2014 eröffnet). Er ist ein Treffpunkt für Freiwillige in und um Köln. In Q1/Q2 gingen von diesem Raum 61 verschiedene Aktivitäten aus (plus neun Treffen anderer Regional- oder Themengruppen von Wikimedia, die dafür nach Köln kamen).

Einer der größten Vorteile dieser lokalen Räume – ihre Flexibilität – zeigt sich gut an der raschen Adaption der französischen Wikicheese-Challenge durch Lokal K. Kurz nachdem die Franzosen dieses tolle Projekt gestartet und über eine Crowdfunding-Kampagne zusätzliche Mittel und Aufmerksamkeit gewonnen hatten, organisierte die Freiwilligengruppe im Lokal K ihr „eigenes“ Wikicheese: Eine Reihe von Foto- und Bearbeitungs-Sessions im Lokal K, mit lokaler Ausrüstung und viel Begeisterung. Bisher hat diese schnelle Reaktion zu 63 appetitanregenden Bildern geführt.

Außerdem dient der lokale Raum in Köln auch als leicht zugänglicher Ansprechpartner für regionale öffentliche Einrichtungen. Im April 2015 beispielsweise trafen sich mehrere Vertreter der Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib ist ein umfassendes Online-Verzeichnis für Bücher, Zeitschriften und andere Medien mit Bezug zum Land Nordrhein-Westfalen) im Lokal K mit Wikipedia-Aktiven, um über eine Nutzung der NWBib für Wikipedia, deren Verlinkung mit Wikidata und weitere Entwicklungen mit Blick auf die Bedürfnisse von Wikipedia-Autoren zu sprechen.

Bis dato ist die Entstehung lokaler Räume und Gruppen ein Phänomen, das wir genau beobachten und fördern. Es gibt noch viel durchzuarbeiten, auszuwerten und zu erfahren, ehe dieses Modell für mehr lokale Unabhängigkeit ganz begriffen ist und sich übertragen lässt. Im Jahreskompass 2016 werden lokale Räume und Gruppen als Priorität genannt, mit Schwerpunkt auf weiteren Analysen, Belegen und dem Teilen von Erfahrungen mit der Wikimedia-Bewegung.

Weitere Erfolgsgeschichten

Die folgenden Beispiele zeigen Aspekte unserer Vorgehensweise bei der Unterstützung von Freiwilligen und wie sie zum Erfolg geführt haben:

Uploads WLE Deutschland 2015 (Diagramm Deutschland)

Neue Autoren gewinnen – Wieder einmal hat Wiki Loves Earth Deutschland zahlreiche neue Aktive gewinnen können (809 von 1.000 / 81 %) die zusammen 14.115 hochwertige, topographisch breit gefächerte Bilder einreichten, die für die Enzyklopädie wertvoll sind. Neun von zehn der TOP 10 stammten von neuen Aktiven. Die Herausforderung besteht nun darin, diese neuen Aktiven für Wikimedia-Projekte zu binden. Die Communitys diskutieren viel darüber, wie sich neue Autoren binden lassen, und haben schon begonnen, einige Strategien zu testen. Neue Benutzer werden in der WLE TOP 100-Liste mit einem Hinweis versehen, um sie leichter ausfindig zu machen und kontaktieren zu können. Um Offline-Strategien zur Bindung neuer Autoren zu erproben, werden während eines von WMDE finanzierten Projekts, der „Kräutergarten und Klosterküche“, zehn Teilnehmende eine Exkursion in zwei Klöster in Sachsen unternehmen, um Fotos zu machen und Material für Artikel zu zwei denkmalgeschützten Klöstern und den dort angebauten und verarbeiteten alten Heilpflanzen und Kräutern zu sammeln. Sieben der Teilnehmenden sind neue Freiwillige (davon zwei WLE-Gewinner). Als Vorbereitung zu Wiki Loves Monuments werden Freiwillige während eines Vernetzungstreffens im Juli in Weimar (mit Unterstützung von WMDE bei Reisekosten und Organisation) neue Strategien zur Bindung neuer Autoren erarbeiten. Die Strategien zur Gewinnung und Bindung neuer Autoren befinden sich noch in der Entwicklungs- und Erprobungsphase. In Hinblick auf WLE und WLM wird WMDE sich darauf konzentrieren, diese Experimente zu fördern und dabei zu helfen, die Ergebnisse auszuwerten und in der Community bekannt zu geben.

WLE 2015 Uploads Aktive

Geringe Kosten, gezielte Förderung, großer Output – Der Festivalsommer, ein Projekt, bei dem WMDE Aktive von Wikipedia und Commons als Fotografen bei Sommerfestivals akkreditiert, geht diesen Sommer ins dritte Jahr. Das Projekt wird durch einen Projektleiter aus der Community organisiert und durch WMDE gefördert. Die Fotos sollen vor allem ausfindig gemachte Lücken in Wikipedia schließen helfen. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden durch das Projekt bereits 7.959 Mediendateien in Commons generiert, die 758-mal in Artikeln in 57 Wikipedias verwendet wurden.

Punktgenaue, zeitlich begrenzte Förderung, aus der eigenständige, dauerhafte und als Multiplikatoren dienende Aktivitäten entstehen – Women Edit, mittlerweile im zweiten Jahr, erhielt anfangs logistische Unterstützung durch Mitarbeitende von WMDE, hat sich aber inzwischen als Gruppe stabilisiert. Die Berliner Gruppe trifft sich weiterhin einmal im Monat in unserer Geschäftsstelle, und kürzlich hat sich im Ruhrgebiet eine neue Gruppe gebildet. Es werden häufig spontane Edit-a-thons organisiert, es gibt Online-Förderstrukturen und persönliche Ansprechpersonen, die regelmäßig in Anspruch genommen werden. Im August bieten Teilnehmerinnen von Women Edit ein Peer-Training zur Organisation von Edit-a-thons an. Dadurch erhöht sich die Übertragbarkeit dieses Ansatzes.

Rasche und einfache Verfügbarkeit von technischer Ausrüstung bringt unmittelbare Ergebnisse  – Ein bei Wiktionary aktiver Freiwilliger hat mithilfe eines hochwertigen Mikrophons, das von WMDE gestellt wurde, über 5000 Audiodateien zu Einträgen im deutschen Wiktionary eingespielt. 97 % dieser Audiodateien werden im deutschen Wiktionary (oder anderen Wiktionarys) verwendet. Außerdem erstellte er eine Wiki-Seite mit einer Anleitung für die Aufnahme hochwertiger Audiodateien.

Hörbeispiel „Schmetterling“
Learning Pattern: Audio samples for Wiktionary Recording high-qualitiy audio samples for Wiktionary
In front of a microphone.JPG

Ideen ausbrüten, externe Ressourcen nutzen, neues Publikum erreichen  – Klexikon ist ein ehrenamtliches Projekt, das 2014 über einen Zuschuss der WMDE-Freiwilligenförderung ins Leben gerufen wurde. Es geht um den Aufbau einer Online-Enzyklopädie für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Mithilfe unserer Finanzierung konnten die Freiwilligen ein pädagogisches Konzept und eine Prototyp-Website erstellen, die mittlerweile schon über 700 Artikel zählt. Als sich die Projektleiter an unseren Bereich Ideenförderung wandten, um mit einer Anschlussförderung das Projekt auf die nächste Ebene zu bringen, halfen ihnen die Mitarbeitenden von ZEN bei der Beantragung staatlicher Mittel über ein Förderprogramm zur Entwicklung hochwertiger Websites für Kinder. Dieser Antrag wird derzeit geprüft. Wenn die Mittel genehmigt werden, wird das Projektteam weitere Autoren gewinnen und schulen, die Website bei Lehrkräften und Eltern bekannt machen sowie offline und online Verbindungen und Partnerschaften mit anderen Websites zu Freiem Wissen und OER schaffen, die sich an ein jüngeres Publikum wenden. Das Klexikon-Team stellte sein Projekt bei der Wikimania 2015 vor. Projekte wie Klexikon betrachtet WMDE als mögliche Wege zur Autorengewinnung. Hier werden jüngere potenzielle Autoren frühzeitig an freie Wissensprojekte herangeführt und auf eine Mitarbeit bei Wikipedia vorbereitet.

Erkenntnisse[edit]

In diesem Jahr setzen wir unsere Strategieverlagerung bei der Unterstützung von Freiwilligen  auch bei größeren Projekten innerhalb der Communitys um. Ein Beispiel ist die Jahreskonferenz der Freiwilligen der deutschen Wikipedia, die WikiCon. In den vergangenen Jahren hatte WMDE viele Mitarbeiterstunden und finanzielle Mittel in die Förderung der Veranstaltung gesteckt, was Fragen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis aufwarf. Nun wird die Konferenz hauptsächlich durch Freiwillige organisiert.

Dieses Jahr unterstützt das Freiwilligenteam, das 2014 die Konferenz in Köln auf die Beine stellte, das Team 2015 in Dresden. Außerdem stellt WMDE Verbindungen zu lokalen staatlichen und privaten Partnern her, um die Konferenz zu finanzieren und Ressourcen zu nutzen. So werden weniger Gelder der Bewegung ausgegeben und gleichzeitig die Grundlagen für Partnerschaften gelegt, die den lokalen Communitys von Wikimedia auch nach der Veranstaltung nutzen. Wir fördern gemeinsame Lernprozesse und hoffen, über Themen und lokale Aktivitäten während des ganzen Jahres die WikiCon-Treffen zu verbinden. WMDE und Freiwillige werden nach der diesjährigen Veranstaltung ein oder mehrere Learning Pattern erstellen, um die Erkenntnisse aus der Konferenz weiterzugeben.

Farbcode zum Fortschritt bei Zielen
Begonnen/laufend/Ergebnisse entsprechen Erwartungen
Verzögert oder bleibt hinter Erwartungen zurück
Erfüllt Erwartungen nicht
Ziel geändert/verschoben/noch keine Ergebnisse verfügbar
Ziele: Unterstützung von Freiwilligen
Ziele Fortschritt (Stand Ende Q2) Geplant (Jahresende)/Nächste Schritte/ Anmerkungen
Bis Ende 2015 berichten 75 % der Freiwilligen, die Community-Projekte initiiert haben, dass die WMDE-Förderpakete (z. B. Hilfe beim Projektmanagement, bei Events, technische Unterstützung) hilfreich waren, um ihr Projekt durchzuführen und zum Erfolg zu bringen. Dieses Ziel wurde überarbeitet und an die Verlagerung unserer Strategie für die Unterstützung von Freiwilligen angepasst:

Die Zufriedenheit mit unseren Förderpaketen sichern wir in erster Linie durch Erarbeitung der Strukturen zusammen mit der Community. Im März kamen WMDE-Mitarbeitende und Freiwillige in Hamburg zum 3. Workshop zum Thema Förderstrukturen und Bedürfnisse zusammen. Dabei fanden auch Wikipedia-Surveys (Umfragen) statt. Ergebnis waren mehrere Arbeitspakete (z. B. „Verbesserung der Förderung/Evaluation und Dokumentation“), die als Aufgabe für Teams von Mitarbeitenden und Freiwilligen vergeben wurden.

In Q3/Q4 werden wir gemeinsam die Förderstrukturen von WMDE weiter verbessern. Ob beim Projektmanagement weiterhin Unterstützung nötig ist, wird durch die Arbeitsteams beurteilt.

Wir werden ermitteln, ob zum Ende von Q4 ein Community-Survey – wie der von Wikimedia Niederlande – durchführbar ist, um die allgemeine Zufriedenheit mit den Strukturen von WMDE zur Unterstützung Freiwilliger zu messen.

Mit Unterstützung durch das WMDE-Team Ideenförderung steigt die Zahl gemeinschaftlich erstellter Learning Pattern, die vielversprechende Vorgehensweisen bei Community-Projekten beschreiben, bis Ende 2015 auf bis zu 10 an (die Learning Pattern werden übersetzt und auf Meta gepostet). Ende Q2 noch laufend: Gemeinsam wurden verschiedene wichtige Themen ermittelt, an denen nun gearbeitet wird (z. B. eine umfassende praktische Anleitung zum Hochladen großer Datensätze in Commons).

Ein gemeinschaftlich erstelltes Learning Pattern zur Aufnahme von Hörbeispielen für das Wiktionary steht bereits auf Meta zur Verfügung.

Bei der weiteren Verbesserung der WMDE-Strukturen zur Unterstützung Freiwilliger (siehe oben) werden wir darauf hinwirken, dass die Weitergabe von Erfahrungen/Learning Pattern fest in alle von Freiwilligen geleiteten Projekte integriert wird.

Bis Ende dieses Jahres werden 10 Learning Pattern eingestellt sein.

Auch 2015 ist die Anzahl neuer zu Wikimedia Commons hinzugefügter Medienobjekte mit der Kennzeichnung „gefördert durch WMDE“ vergleichbar hoch wie 2014 (Kalenderjahr 2014: 99.000). Neue in Commons eingestellte Medienobjekte mit der Kennzeichnung „gefördert durch WMDE“ (Jan. - Juni 2015): 35.714
Globale Nutzung von Medienobjekten „gefördert von WMDE“ (Verbessern von Artikeln in globalen Wikimedia-Projekten) steigt um 20 % auf ~65.000 (Ende 2014: 68.000) Globale Nutzung von Medienobjekten „gefördert von WMDE“ (Verbessern von Artikeln in globalen Wikimedia-Projekten): 83.476
Metriken und entsprechende Messverfahren werden festgelegt, um die Anzahl von Artikeln zu erfassen, die aufgrund der WMDE-Unterstützung für kleine Projekte erstellt oder bearbeitet wurden. Unsere Mitarbeitenden suchen derzeit nach geeigneten Messverfahren, die die Datenschutzbestimmungen der EU/Deutschlands einhalten und eine zeitsparendere Auswertung auch im großen Maßstab (>300 bis 400 Projekte von Freiwilligen pro Jahr) zulassen. Hinweis: Die Möglichkeiten zur Messung der Metriken zu Artikeln sind noch begrenzt.

1) Das Tool Wikimetrics ist nicht anwenderfreundlich genug. Es ist zu zeitaufwändig, insbesondere angesichts der vielen verschiedenen Freiwilligenprojekte, und 2) das Tool würde die Aufzeichnung der Benutzernamen erfordern, um Gesamtsummen für die Artikelmetriken zu berechnen. Aufgrund der EU-Datenschutzbestimmungen und der Vorbehalte der Autoren im deutschsprachigen Raum sehen wir davon ab.

Neues Ziel aus der überarbeiteten WMDE-Jahresplanung: Lokale Räume und Gruppen fördern, um zu langfristigen Aktivitäten, Bearbeitung von Inhalten, lokalen Partnerschaften und gegenseitiger Inspiration anzuregen
Erfolgsindikatoren und -kriterien (gemäß überarbeitetem Jahresplan)

Anz. Städte/Regionen mit lokalen Räumen und Aktivitäten

Anz. abgeschlossener lokaler Projekte und Aktivitäten

Anzahl und Beschaffenheit langfristiger lokaler Partnerschaften zur Unterstützung der Arbeit von Wikimedia-Projekten

Kontinuierlicher Austausch zu Erfahrungen und Erfolgstrategien für lokales Engagement von Wikimedia.

Zum Ende von Q2 sind 8 lokale Räume eingerichtet (mit einem unterschiedlichen Maß an Organisation). In Q1/Q2 haben Wikimedianer insgesamt 162 Aktivitäten an den lokalen Räumen durchgeführt.

Zusätzlich führen 42 verschiedene lokale Gruppen auf lokaler Ebene Aktivitäten durch, bauen Partnerschaften auf und inspirieren sich gegenseitig.

Insgesamt beruhen >54 % der direkt geförderten Aktivitäten in Q1/Q2 auf der Arbeit lokaler Freiwilliger, die in ihrer Region kooperieren (indirekte Förderung lokaler Räume eingerechnet: 74 %). 

Erste Beispiele zeigen eine rasche Übertragung erfolgreicher Formate zwischen den Regionen, gegenseitige Beratung und Wissensaustausch unter den Gruppen/Räumen. 

Bestehende lokale Räume und thematische Gruppen werden weiter gestärkt und bei ihren Anstrengungen für innovative, Wirkung zeigende Aktivitäten unterstützt.

Programmbericht 2: Software-Entwicklung[edit]

Wikidata war weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt für den WMDE-Bereich Software-Entwicklung. Aber auch bei anderen Aktivitäten gab es Fortschritte:

Im vorgeschlagenen Jahresplan war für 2015 die Einrichtung eines neuen Entwicklerteams innerhalb des Bereichs Software-Entwicklung vorgesehen. Dieses Team soll sich um technische Anfragen aus der Community kümmern, MediaWiki gemäß den Bedürfnissen der Community-Projekte weiterentwickeln und an Softwareprojekten arbeiten, die wie der Lizenzverweisgenerator und das WLM-Hochladetool von WMDE-Bereichen in Auftrag gegeben werden.

In der ersten Jahreshälfte 2015 wurde das neue Team Community Bedarfe eingerichtet. Es entwickelte seine internen Arbeitsprozesse und außerdem Prozesse zur effektiven Zusammenarbeit innerhalb des Bereichs Software-Entwicklung und mit den anderen Bereichen von WMDE. Das neue Team besteht aus einer Produktverantwortlichen und Entwicklern, die Belegschaft wird Ende Juli komplett sein. Das Team wird gemäß agilen Prinzipien arbeiten und ständigen Kontakt mit dem Team Engineering der WMF und den beteiligten Länderorganisationen halten.

Innerhalb des Bereichs wurde außerdem ein zweites, kleineres Team gebildet, das Team Kommunikation (Communitys) mit zwei Funktionen: Projektmanagerin für Kommunikation (Communitys) und Community Strategist. Arbeitsschwerpunkt der ersteren war bisher die partizipative Erarbeitung eines neuen Prozesses zur Verbesserung von Software-Produkten und Plattformen zusammen mit den Communitys. Im APG-Proposal hatten wir diese Aktivität im Bereich Ideenförderung verortet. Bei der Aufstellung der Teams und Aufgaben wurde jedoch angesichts der positiven Erfahrungen mit dem Wikidata-Team in den vergangenen zwei Jahren schnell klar, dass eine Zuordnung zum Bereich Software-Entwicklung sinnvoller war. Das Team Kommunikation (Communitys) übernahm zudem die Aufgaben von Outreach und Mentoring für die Community der FOSS-Entwickler und kümmerte sich um die Anwerbung neuer Leute, damit Berlin als wachsender Standort für Software-Entwicklung von professionellen Mitarbeitenden mit guten Verbindungen zu den Open Source- und Wikimedia-Communitys unterstützt wird. Diese Aufgaben übernimmt die neue Funktion „Community Strategist“.

Wikidata[edit]

Wikidata hat ein erstes Halbjahr 2015 mit viel Arbeit, Anregungen und Herausforderungen hinter sich. Die geplante Schließung von Googles Freebase-Dienst war zugleich Segen und Herausforderung für das Projekt. Google erklärte im Dezember 2014, zukünftig Wikidata zu unterstützen, da es den entwicklungsfähigeren Ansatz darstelle, um Wissen durch die Arbeit von Communitys zu strukturieren. Die Freebase-Daten sollen in Wikidata exportiert werden.

Das hat zu Prioritätsverschiebungen im WMDE-Bereich Software-Entwicklung geführt. Das Berliner Team legt nun noch mehr Augenmerk auf Datenqualität und Vertrauen, damit die riesigen, von Freebase „geerbten“ Datenmengen so in Wikidata integriert werden können, dass die Gesamtqualität hoch bleibt und die Wikidata-Community nicht „erschlagen“ wird.

Andererseits hat die Aufmerksamkeit, die Wikidata durch die Freebase-Ankündigung bekommen hat, das Projekt bekannter gemacht und Interesse geweckt, sodass seit Januar 1.000 neue Autoren hinzugekommen sind. Die Gesamtzahl der Autoren bei Wikidata ist bis Juni 2015 auf über 15.000 gestiegen (siehe Grafik „Autoren“ unten). Das nützt dem Projekt, denn mit mehr Autoren lassen sich mehr Daten pflegen und integrieren. Allerdings müssen die Tools, Infrastrukturen und Prozesse, mit denen die Autoren arbeiten, ständig optimiert und neue entwickelt werden. Die Sicherstellung von Datenqualität und Vertrauen – dies war bereits in der Jahresplanung und dem APG-Proposal ein Schwerpunkt – hat sich in der ersten Jahreshälfte 2015 für das Team als zentrales Thema herauskristallisiert. Dazu gehören auch die Referenzen: 55 % der Einträge in Wikidata enthalten inzwischen Aussagen mit Referenzierung (entweder innerhalb von Wikipedia oder auf externe Quellen), dies entspricht einem Anstieg von 6 % im Vergleich zum Vorjahr (mit 49 %). Allerdings ließe sich dieser Prozentsatz noch weiter erhöhen, um allgemein für Vertrauen in die Datenqualität zu sorgen.

Eine Initiative für mehr Datenqualität und Vertrauen ist zum Beispiel die Arbeit des Wikidata-Quality-Teams, eines Teams von Bachelorstudierenden am Hasso Plattner Institut in Potsdam. Sie gehören auch zum unten beschriebenen Mentoring-Programm. Die Studierenden arbeiten an zwei Projekten: Erstens an der Entwicklung eines Tools, das die in Wikidata vorhandenen Daten mit anderen Datenbanken abgleicht (beginnend mit der Deutschen Nationalbibliothek) und bei Diskrepanzen Aussagen zur Bearbeitung durch einen Autor markiert; und zweitens an einem Projekt, das bestimmte Vorgaben prüft (z. B. „Geburts- und Todesdatum einer Person dürfen nicht mehr als 150 Jahre auseinander liegen“) und Besucher der Artikelseiten auf problematische Punkte aufmerksam macht. So lässt sich leichter feststellen, welche Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind, und Autoren werden angeregt, Fehler zu korrigieren. Diese Arbeit basiert auf einer früheren, durch die Community entwickelten Version, die erweitert und verbessert wurde, um das Feature einheitlicher, verständlicher und leichter auffindbar zu machen.

Die Gesamtstatistik für Seiten, Aussagen und Objekte in Wikidata zeigt ebenfalls ein beeindruckendes Wachstum: Bis Ende Juni 2015 war die Gesamtzahl der Objekte auf 17,8 Mio. angestiegen, und die der Aussagen auf fast 65 Mio.

Wikidata-Seiten / Objekte / Objekte mit referenzierten Aussagen (Juni 14–Juni 15)

Eine Reihe von Online-Ressourcen für Outreach und Bildung soll es Einrichtungen erleichtern, Datensätze zu Wikidata beizutragen. Sie richten sich an bestimmte Zielgruppen, etwa ein allgemeines Publikum oder GLAMs. Der Open Data Award 2014 hat Wikidata viel Aufmerksamkeit verschafft. Vor kurzem wurde Wikidata zudem durch die anspruchsvolle Initiative „Land der Ideen“ als eines von 100 Gewinnerprojekten unter 1.000 Teilnehmenden des Wettbewerbs 'Stadt, Land, Netz!’ ausgewählt. Die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung wird am 29. Oktober 2015 in der Geschäftsstelle von WMDE in Berlin stattfinden.

Wikidata-Referenzen (Jan.-Juni)

Durch die gezielten Outreach-Aktivitäten, durch Preise und Medienberichte wird Wikidata von immer mehr Menschen und Einrichtungen kreativ genutzt: Viele Organisationen, die mit Daten zu tun haben, ziehen nun mit ihren Links von Wikipedia zu Wikidata um, darunter Musicbrainz und die Virtual International Authority File (VIAF). Andere Beispiele sind das Buchverzeichnis Inventaire und Histopedia, ein Tool für die Erstellung von Zeitleisten.

Das technische F&E-Team von Europeana hat während der GLAM-WIKI-Konferenz im April in den Niederlanden Zukunftspläne für eine enge Vernetzung mit Wikidata vorgestellt:

„[Wikidata] stellte sich als eines der Hauptthemen der Konferenz heraus, da es für für viele GLAM-Wiki-Projekte weltweit zunehmend interessant wird. Nachdem GLAM jahrelang Linked Open Data und von Behörden kontrollierte Metadaten zusammengetragen haben, die sie weitergeben möchten, betrachten nun viele GLAM-Wiki-Kooperationen Wikidata als den gangbarsten Weg zur Vernetzung mit der Arbeit anderer. Der potenzielle Wert von Wikidata für Europa ist offensichtlich – die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, von der Verbesserung mehrsprachiger Suchergebnisse bis hin zur Schaffung von Verbindungen zwischen Aufzeichnungen einzelner Partner."

Europeana Blog, April 20, 2015

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Wikidata während der ersten sechs Monate 2015 sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wikimedia-Bewegung in Hinblick auf Anwendungsbereiche, Größe und Reichweite stark gewachsen ist. Angesichts der Bedeutung von Wikidata als einer der Beiträge von Wikimedia Deutschland zur globalen Bewegung und als eines der Wikimedia-Projekte, die eine deutliche Zunahme bei den ehrenamtlichen Autoren zu verzeichnen haben, wird WMDE mit Sicherheit auch weiterhin in dieses Projekt investieren. Dieses Engagement zeigt sich auch an dem kürzlich fertig gestellten WMDE-Jahreskompass 2016, wo Wikidata und das Software-Entwicklungsprogramm als eine von den drei höchsten Prioritäten innerhalb der Organisation aufgeführt sind. Die damit verbundene Arbeit wird durch kontinuierliche Zuteilung von personellen und finanziellen Ressourcen bewältigt, außerdem durch Nutzung und Ausbau des Know-hows von WMDE bei der Zusammenarbeit mit der wachsenden Autoren-Community. Mehr strategischer Outreach in Richtung externe Partner, die Daten liefern, und die Zusammenarbeit mit ihnen werden zunehmend in den Mittelpunkt des Projekts rücken. Die enge Zusammenarbeit mit dem Team Engineering der WMF und den Management-Teams wird fortgesetzt und intensiviert, zugleich werden die Abläufe für Planung, Entwicklung und Überwachung vereinheitlicht und verbessert.

Programm FOSS Outreach und Mentoring[edit]

Zuhörer SCB Podcast

Für die Wikimedia-Bewegung ist Open Source Software eine Voraussetzung für die Verbreitung von Freiem Wissen. Open Source Software wiederum ist unter anderem abhängig von den engagierten Entwicklern, Programmierern und FOSS-Aktivisten, die den Code weiterschreiben. 2015 engagiert sich WMDE aktiv dafür, diese Community zu fördern, unsere Arbeit bekannter zu machen (insbesondere Wikidata), Möglichkeiten für gemeinsame Lernprozesse und Communitybildung zu schaffen sowie im Rahmen der Gewinnung neuer Talente junge Programmierer zu unterstützen. Die Website Sourcecode.Berlin dient der gemeinsamen Nutzung von Informationen und Dokumentation zu Aktivitäten.  Das Team Kommunikation (Communitys) plant bisher zwei Events, die Gelegenheiten darstellen, offline eine Community von Programmierern aufzubauen sowie das WMDE-Team Software-Entwicklung und seine Aktivitäten besser kennen zu lernen. Der erste Event, die EnthusiastiCon, fand im Juni 2015 mit 16 Rednern und 50 Teilnehmenden in der Geschäftsstelle von WMDE statt. Es ging darum, innerhalb der Berliner Open Source-Entwicklercommunity die Begeisterung für das Programmieren zu teilen. Zwei Tage lang berichteten die Teilnehmenden in kurzen Vorträgen, was sie am Programmieren begeistert – kuriose, elegante und schlaue Lösungen für ungewöhnliche Fragestellungen. Inhalt und Format wurden positiv begrüßt, aber die Teilnehmendenzahl hätte etwas höher liegen können. Im Follow-up werden unter anderem die Videos der Vorträge auf der Website von Sourcecode.Berlin veröffentlicht, außerdem eine Dokumentation der aus dem Event hervorgegangenen Netzwerkaktivitäten. 

Das zweite Event, der Free Knowledge Game Jam, ist für Oktober 2015 angesetzt. Auch dieses zielt darauf ab, die Aktivitäten von WMDE bei der Software-Entwicklung in der FOSS-Szene bekannter zu machen. Die Wikidata-API wird im Zentrum eines 24-stündigen Hackathons stehen, bei dem Entwickler Spiele unter offenen Lizenzen kreieren und dabei die Wikidata-API nutzen. Auch dies soll den Bekanntheitsgrad von Wikidata steigern und mehr Open Source-Entwickler für die Wikidata-Community gewinnen.

Der englischsprachige Podcast Sourcecode.Berlin dient ebenfalls dazu, WMDE als Vordenker innerhalb der deutschen Open Source-Bewegung zu etablieren und neue Netzwerke zur Weiterentwicklung und Förderung von Open Source als Thema und als Community zu schaffen. Der Podcast Sourcecode.Berlin berichtet zu Open Source-Themen in Berlin. Zukünftig werden auch Videos und Events hinzukommen, und wir hoffen, ihn so bekannt machen zu können, dass er die Schnittstelle zum Berliner Standort des WMDE Software-Entwicklungszentrums wird. Bisher wurden 19 Podcasts im Zwei-Wochen-Rhythmus gesendet. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurde jede Folge im Durchschnitt 500-mal heruntergeladen, und bis Juni 2015 hatte der Podcast 9.941 Zuhörer. Bei der Kommunikationsstrategie für alle FOSS-Aktivitäten nutzen wir die sozialen Medien, was sich bei dieser Zielgruppe anbietet.

Inzwischen haben wir immer mehr Anfragen von Gruppen und Organisationen aus der FOSS-Szene, die ihre Events und Aktivitäten bei WMDE in Berlin abhalten möchten. Auch das hilft, WMDE sichtbarer zu machen und unsere Arbeit mehr Entwicklern vorzustellen. Ein Beispiel: die node.js meetups mit über 100 Teilnehmenden.

FOSS Partner-Events
FOSS Partner-Events

WMDE beschäftigt nun schon seit einigen Jahren Werkstudierende und Praktikanten. Die Werkstudierenden führen bei uns zum Beispiel Projekte für ihre Abschlussarbeiten durch, programmieren oder schreiben Code, und manche werden später als Mitarbeitende übernommen. Mithilfe des WMDE Mentoring-Programms möchten wir diese guten Ergebnisse langfristig sichern und übertragbar machen, damit sowohl die Nachwuchs-Entwickler als auch WMDE von ihnen profitieren. Ziel des Mentoring-Programms ist es, begabten Entwicklernachwuchs zu finden und diesen Personen unsere Arbeit, die Grundsätze der Open Source-Entwicklung und der Bewegung für Freies Wissen nahezubringen und potenzielle neue Mitarbeitende für das Berliner Software-Entwicklungszentrum zu finden. Das Konzept für das Programm wird noch gemeinsam mit bereits bei uns tätigen Praktikanten und Studierenden (zum Beispiel mit den am Projekt Wikidata Quality beteiligten Bachelorstudierenden) entwickelt.

Erfolgsgeschichte: Software zusammen mit Communitys verbessern[edit]

Wikipedianer, Autoren und alle aktiven Nutzer der Wikimedia-Plattformen haben viele Vorschläge und ganz unterschiedliche Wünsche, Sorgen und Anfragen. Nicht alle können bearbeitet werden, aber viele sind entscheidend für die Verbesserung unserer Plattformen. Diese Initiative soll daher die wichtigsten technischen Anliegen der verschiedenen Nutzergruppen ermitteln und transparent über Prioritätensetzung und Machbarkeit angefragter Features berichten. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden bei der Arbeit zur Einbeziehung technischer Wünsche in die Software-Entwicklung bei WMDE große Fortschritte erzielt.

Die Arbeit basiert auf der Liste Technische Wünsche, die 2014 von einem aktiven Mitglied der Community zusammengetragen wurde. Die Wünsche auf der Liste wurden nach und nach durch den Bereich Software-Entwicklung und durch Freiwillige aus der Community abgearbeitet. Das neue Verfahren wird sogar noch mehr Mitbestimmung bieten:

Während der Veranstaltungsreihe Tech on Tour in fünf deutschen Großstädten wurden unter Freiwilligen bei Wikipedia und anderen Projekten der Bewegung Wünsche und Vorschläge zum Konzept gesammelt. Es nahmen 53 Freiwillige teil. Die Events wurden durch lokale Aktive in Zusammenarbeit mit der Projektmanagerin für Kommunikation (Communitys) organisiert. Viele der Freiwilligen sind in durch uns geförderten lokalen Räumen aktiv und koordinieren sich gut mit dem Bereich Ideenförderung bei WMDE.

Abrufe Umfrage Technische Wünsche

Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Workshops brachten Licht in die große Vielfalt an Interessen der Community, Problemen und Herausforderungen. Anhand der Teilnehmerempfehlungen wurden für das Programm folgende Grundsätze aufgestellt:

  • Berücksichtigung verschiedener Interessen und Wissensstände, Einstellungen und Bedürfnisse
  • transparente Kommunikation, klare Ansprechpartner und leicht verständliche Informationen
  • Weiterentwicklung und Verbesserung erprobter Methoden
  • Identifikation neuer Ansätze und Wege, um die verschiedenen Nutzergruppen zu erreichen
  • Nutzung bekannter und erprobter Kommunikationskanäle und -orte
WMDE Technische Wünsche – Kooperation und Kommunikation

Der neue, zusammen mit den Communitys über Tech on Tour und sonstige Kommunikationskanäle entwickelte Prozess macht die Entgegennahme, Umsetzung, Verarbeitung, Überprüfung und Eingliederung von technischem Input aus der Community effizienter und strukturierter. Auf dieser Grundlage hat die Projektmanagerin für Kommunikation (Communitys) ein Konzept Technische Wünsche erarbeitet (in deutscher Sprache, die englische Version erscheint in Q3), das einen strukturierten, transparenten Ansatz zur Bearbeitung technischer Wünsche vorgibt. Das Konzept wird derzeit durch die Beteiligten geprüft. Auf einer Informationsseite in Wikipedia ist für die Communitys alles Wissenswerte darüber zusammengefasst, wie man technische Wünsche einreichen und sich an der Entwicklung von anwenderfreundlicher, hilfreicher Software beteiligen kann.

Außerdem sieht das Konzept vor, technische Wünsche kontinuierlich entgegenzunehmen und mittels erprobter Verfahren wie Umfragen oder themen- und anwenderspezifische Workshops zu priorisieren. In den Umfragen können die Nutzer abstimmen und so Prioritäten für die Wunschliste festlegen. Anschließend werden die Anfragen in strukturierte Arbeitspakete für unser neues TCB-Team umgewandelt. Dieses Team kümmert sich um die Umsetzung der technischen Anfragen mit Vorrangstatus aus der Community. Das Neueste zu Machbarkeit und Status der einzelnen Anfragen gibt es auf der Wiki-Seite zu den Technischen Wünschen und auf phabricator. Andere Anfragen werden durch die Community-Mitglieder selbst bearbeitet.

Viele der fertig bearbeiteten Anfragen tragen zur Verbesserung von Bearbeitungsumgebung und Anwenderfreundlichkeit der Projekte bei. Integration und Iteration von Feedback aus der Community passen gut zu unseren etablierten agilen Prozessen. So lässt sich wertvoller Input aus der Community mithilfe effektiver Kommunikation und Kooperation in Code umsetzen.

Dieser innovative Ansatz beinhaltet viel mehr als nur die Nutzung von Community-Input für die Software-Entwicklung. Hier wird die Community zur treibenden Kraft, die technische Anfragen ermittelt, priorisiert und gemeinschaftlich bearbeitet. Durch Community-zentrierte Software-Entwicklung entstehen bessere Produkte und die Zufriedenheit der Anwender steigt.

Das bisherige Feedback aus den Communitys im deutschsprachigen Raum war ausgesprochen positiv – die Leute äußern über soziale Medien und innerhalb von Wikimedia immer wieder große Zufriedenheit mit der partizipatorischen Arbeitsstruktur.

Während einer Sitzung auf der Wikimedia Conference in Berlin und im Rahmen des Hackathons in Lyon haben Mitarbeitende von WMDE mit der Weitergabe der Erkenntnisse aus dieser Initiative begonnen. Diese internationalen Outreach-Aktivitäten sind eine Reaktion auf Anfragen seitens der Teams und Länderorganisationen der WMF, die diesen partizipativen Ansatz für die Zusammenarbeit mit ihren Communitys übernehmen möchten.

Wikimedia Commons[edit]

An den Zielen, die Wikimedia Commons betreffen, wurde in der ersten Hälfte dieses Jahres kaum gearbeitet. Das liegt an zwei Faktoren: Erstens war ein Großteil der Ressourcen des Wikidata-Produktteams durch die „Datenspende“ von Google im Dezember 2014 gebunden. Die Eingliederung der großen Datenmengen aus Freebase in Wikidata bedeutete für das Team viel zusätzliche Arbeit. Diese wurde im Vergleich zu den Commons-Zielen als vorrangig betrachtet, weil es darum ging, die Qualität und Vertrauenswürdigkeit der Daten in Wikidata zu wahren. Zweitens gab es in dem für Commons zuständigen Engineering-Team der Wikimedia Foundation größere personelle Veränderungen, so dass unsere Entwickler schließlich keine Ansprechpartner mehr für die Arbeit an Commons-Themen hatten. Wir warten derzeit die Entwicklungen in der WMF-Engineering-Abteilung ab, um dann zu prüfen, welche Schritte in Bezug auf Wikimedia Commons nützlich und realistisch sind.

Farbcode zum Fortschritt bei Zielen
Begonnen/laufend/Ergebnisse entsprechen Erwartungen
Verzögert oder bleibt hinter Erwartungen zurück
Erfüllt Erwartungen nicht
Ziel geändert/verschoben/noch keine Ergebnisse verfügbar


Ziele: Software-Entwicklung
Ziele Fortschritt (am Ende von Q2) Erwartet (Jahresende) / Nächste Schritte / Kommentare
Wikidata

Den Nutzern von Wikidata steht bis Ende 2015 für die Bearbeitung von Referenzen eine verbesserte Funktionalität zur Verfügung, die ein schnelles und einfaches Verweisen möglich macht (Kriterium: Sechs Monate nach Einführung der Funktionalität gibt es 15 % mehr Aussagen mit Referenzen außerhalb von Wikimedia).

Die Funktionalität ist verfügbar, wurde aber noch nicht weiter verbessert.

Aussagen mit Referenzen auf externe Quellen (Stand: 22.6.2015): 11,333,403 (17.45 %)

Ziel wurde übertroffen. Einführung der ersten verbesserten Version geplant für Q3.
Das neue Feature zur Verbesserung der Liste der letzten Änderungen ist für Nutzer von Schwesterprojekten spätestens Ende 2015 verfügbar. Wir haben Community-Feedback zu Verbesserungen bei der Integration der Beobachtungsliste (darunter das Feature zur Verbesserung der Liste der letzten Änderungen) gesammelt und den erforderlichen technischen Aufwand abgeschätzt. Arbeit daran, in Q3 aussagekräftigere Bearbeitungszusammenfassungen bereitzustellen (entsprechend Community-Feedback).

Die Weiterentwicklung des Features zur Verbesserung der Liste der letzten Änderungen hängt auch von der Zusammenarbeit mit den WMF-Entwicklungsteams ab, die an Verbesserungen der letzten Änderungen und der Beobachtungsliste arbeiten.

Das Wikidata-Feature „Constraint Reports“ (Bericht zu Einschränkungen bei der Dateneingabe durch Nebenbedingungen) wird verbessert/erweitert und den Benutzern von Wikidata bis Ende 2015 zur Verfügung gestellt. An den Statistiken der Constraint Reports wird derzeit gearbeitet.

Das Feature Check against third parties wird derzeit von einer Gruppe von HPI-Studierenden eingerichtet.

Einführung einer ersten Version der Constraints Reports am 8.7.2015, Abschluss in Q3 (zusammen mit dem Team der HPI-Studierenden).
Wikimedia Commons
Bis Ende Q2 2015 wird den Autoren von Wikimedia Commons eine Verschlagwortungsfunktionalität zur Verfügung stehen. Änderungen bei der Priorisierung durch einen stärkeren Fokus auf Datenqualität und Vertrauen (siehe https://phabricator.wikimedia.org/T76230) sowie durch personelle Veränderungen in den WMF-Entwicklungsteams (Details s. o.).

Einige kleinere Verbesserungen wurden jedoch am Backend umgesetzt. Weitere Schritte hin zu diesem Ziel werden in Q3 definiert.

Bis Ende 2015 können Nutzer von Wikimedia Commons Medieninhalte durchsuchen, indem sie nach Themen und anderen Mediendaten suchen.
Bis Ende 2015 werden Datentypen verfügbar gemacht, um z. B. Institutionen, Autoren oder Lizenzen zu spezifizieren.
Bis Ende 2015 werden den Nutzern von Wikimedia Commons optimierte Nutzerfunktionen (wie beispielsweise „Eingabe“ und „Bearbeiten“) zur Verfügung gestellt.
Software-Entwicklungszentrum in Berlin
Es wird ein Community-Projektteam gebildet, das nach den Prinzipien der agilen Software-Entwicklung arbeitet und bis Ende 2015 anfängt, die technischen Bedarfe von Community-initiierten Softwareprojekten zu unterstützen. Q1/Q2: Team wird derzeit gebildet, Einrichtung agiler Prozess läuft, die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden für die technikbezogene Kommunikation mit den Communitys wird etabliert   Q3: Das TCB (Team Community-Bedarfe) wird wie in unserem Jahresplan vorgesehen im Juli mit einer Minimalkapazität starten.

(Es unterstützt außerdem bereits Software-Entwicklungs-Aufgaben für andere WMDE-Programmteams, z. B. Upload-Tools für Fotoveranstaltungen wie Wiki Loves Monuments 2015.)

Monatliche Audio-Podcasts und Videos von technischen Gesprächen werden veröffentlicht, mit mindestens 200 Downloads pro Episode bis Ende Q3. Zwei praxis- und ergebnisorientierte Technikveranstaltungen werden von mindestens 60 Community-Mitgliedern besucht. Zwischen Januar und Juni wurden 13 neue englischsprachige Audio-Podcasts  (Sourcecode Berlin) mit insgesamt 6533 Zuhörern, durchschnittlich 502 pro Episode veröffentlicht.

Im Juni fand die FOSS-Veranstaltung EnthusiastiCon statt (16 Vortragende, 50 Teilnehmende vor Ort, 45 Zuschauer per Livestream, 175 Aufrufe auf YouTube).

Es kommen immer mehr Entwickler aus der FOSS-Szene zu uns, um ihre Technikveranstaltungen in unseren Räumen durchzuführen.

Videos von den technischen Vorträgen (z. B. von der EnthusiatiCon) werden im Laufe von Q3 auf Sourcecode Berlin veröffentlicht.

Fortsetzung der derzeitigen Arbeit daran, unsere neuen Kontakte zu Mitgliedern der FOSS-Community für weitere Kooperationen zu nutzen.

Eine zweite FOSS-Veranstaltung (Game Jam) ist für 23.-25. Oktober 2015 geplant: ein Hackathon mit Schwerpunkt Entwicklung von Open-Source-Spielen (evtl. unter Verwendung des Wikidata-API sowie von APIs für andere Wikimedia-Projekte).

Das Format der EnthusiastiCon-Veranstaltung erwies sich als vielversprechender Weg für Wikimedia-Länderorganisationen, um mit der lokalen FOSS-Community in Kontakt zu treten.

Bis Ende 2015 wird das Mentorenprogramm öffentlich zugänglich gemacht, und freiwillige Open-Source-Entwickler erhalten erstmals Unterstützung (z. B. Stipendien für Hackathons oder andere Veranstaltungen, Coworking-Arbeitsplätze in der WMDE-Geschäftsstelle usw.). In der Pilotphase sind wir bereits für einen Oberstufenschüler, der derzeit ein Praktikum bei uns macht, 4 Werkstudierende (die bei WMDE auch ihre Bachelor- bzw. Master-Arbeit schreiben) sowie eine Projektgruppe aus 6 Studierenden des HPI als Mentoren tätig.   Das Konzept des Mentorenprogramms wird in Q3/Q4 iterativ entwickelt und formalisiert (unter Einbeziehung der derzeitigen und früheren Praktikanten, Werkstudierenden und studentischen Projektgruppen) und bis Ende Q4 öffentlich verfügbar gemacht.

Das Mentoring der HPI-Studierendengruppe hat sich bereits als sehr produktiv herausgestellt, weil hier junge Entwickler für unsere gemeinsame Arbeit im Bereich Datenqualität und Vertrauen von Wikidata gewonnen werden konnten.

Kommunikation (Communitys)
Es wurde ein Mechanismus geschaffen, mit dem die Freiwilligen Vorschläge und Ideen zu Software und Technik einreichen können, die dann von den Teams Ideenförderung bzw. Software-Entwicklung effizient beantwortet werden (Hinweis: Im ursprünglichen Antrag wurde dieses Ziel unter „Freiwilligen-Unterstützung“ geführt). Auf Basis der Initiative „Technische Wünsche“ aus dem Jahr 2014 fanden in Q1/Q2 sowohl online als auch offline ausführliche Konsultationen mit Community-Mitgliedern statt (Details dazu s. o., „Erfolgsgeschichte: Software verbessern zusammen mit Communitys“):
  • 6 Tech on Tour-Workshops in ganz Deutschland mit 53 Teilnehmenden aus der Community
  • Insgesamt 2.596 Aufrufe der Tech on Tour-Seite und dadurch mehr Aufrufe auf der Technische Wünsche-Seite (von 1.113 für Q3/Q4 2014 auf 2.234 für Q1/Q2 2015) 
  • 108 Postings vom Team Kommunikation (Communitys) auf Mailinglisten, Wiki-Seiten und in Online-Foren
Eine detaillierte Analyse der Community-Konsultationen wurde im Juli zusammen mit den vorgeschlagenen Maßnahmen für die Beteiligung der Communitys auf Deutsch veröffentlicht. Analyse und Maßnahmen werden derzeit mit den beteiligten Communitys diskutiert. Eine englischsprachige Version wird dem Movement in Q3 vorgestellt.

Auf der Grundlage dieser Arbeit werden wir unseren Beteiligungsprozess für die Community-orientierte Software-Entwicklung sowohl in Bezug auf die Kommunikation als auch in Bezug auf die technischen Prozesse weiter testen und effizienter machen. Wir werden unsere Erkenntnisse bis Ende 2015 veröffentlichen.

In Q3/Q4 werden technische Wünsche aus den Communitys gemäß diesem neuen Mechanismus verarbeitet und vom TCB-Team umgesetzt.

Bis Ende 2015 werden mindestens 5 Vorschläge/Ideen/Tools eingeführt, die den neuen iterativen Mechanismus durchlaufen haben. Vier Vorschläge/Ideen/Tools aus der Liste Technische Wünsche/Top 20 von 2014 werden derzeit in enger Zusammenarbeit mit den WMF-Teams bearbeitet und getestet, wurden jedoch noch nicht zum Abschluss gebracht.

Andere Länderorganisationen (z. B. Wikimedia Israel) haben Interesse daran, unseren Ansatz zu übernehmen.

Der Aufbau des TCB-Entwicklungsteams war Ende Q2 noch nicht abgeschlossen, weil die Einstellung lange dauerte.

In Q3/Q4 wird das neue Team (in einer Minimalbesetzung) damit anfangen, die technischen Bedarfe von Community-initiierten Softwareprojekten immer stärker zu unterstützen. Deshalb sind wir optimistisch, das Ziel bis Ende 2015 erreichen zu können.

Eine kontinuierliche Überwachung und Dokumentation des Community-Feedbacks zeigt bis Ende 2015 überwiegend positive Bewertungen für die Software-/Technik-Features und für den Prozess der Community-Beteiligung. Unser Team für die Kommunikation mit den Communitys hat eine kontinuierliche Überwachung und Dokumentation des Community-Feedbacks eingerichtet. Dieses Feedback fließt in den Entwicklungs- und Bereitstellungsprozess ein.

Im Allgemeinen sind die Reaktionen sehr positiv, und die Beteiligung ist gut. Eine Wikipedia-Umfrage (Juni 2015) zur Nutzung von Daten aus Wikidata im Artikelnamensraum der deutschsprachigen Wikipedia stieß auf reges Interesse und zeigte, dass das Vertrauen bei der Arbeit mit Wikidata wächst.

Ein für Oktober geplanter Workshop („InfoCamp“) wird eine weitere Gelegenheit darstellen, Feedback zu sammeln und die Diskussion zu vertiefen.

Weitere Elemente unseres Beteiligungsprozesses werden in Q3/Q4 initiiert und getestet: On-Wiki-Umfragen zu technischen Wünschen, Online-Diskussionen und Off-Wiki-Workshops („InfoCamp“).

Im gesamten Jahr 2015 findet ein lebhafter, respektvoller Austausch zu den Software-Entwicklungsaktivitäten statt, der durch die WMDE-Projektmanagerin Kommunikation (Communitys) moderiert wird. Gleichzeitig nehmen die Kontroversen über die Implementierung von softwarebezogenen Änderungen ab. Es werden regelmäßige Konsultationen zwischen dem WMF Community Engagement-Team (Engineering Community-Team und Community Liaison-Team) und dem WMDE-Team für die Kommunikation mit den Communitys eingerichtet.

Unsere Mitarbeitenden für die technikbezogene Kommunikation mit den Communitys nehmen an relevanten WMF-Technikveranstaltungen teil (z. B. Lyon Hackathon, Wikimania), was bereits zu über 20 Gesprächen mit WMF und Movement-Mitgliedern geführt hat, z. B. zu unserem Konzept der Community-orientierten Software-Entwicklung.

Programmbericht 3: Institutionen[edit]

Die Zusammenarbeit von WMDE mit institutionellen Partnern wurde im ersten Halbjahr 2015 hinsichtlich Menge, Bereichsvielfalt und Qualität intensiviert. Unser wichtigster strategischer Fokus bleibt es, die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Movement-Communitys und Freiwilligen zu fördern und einen Weg zu finden, diese Kooperationen in Gang zu halten, um Inhalte zu befreien. Wie im APG-Proposal beschrieben, liegt unser Schwerpunkt weiterhin auf GLAM-Institutionen sowie auf einer Intensivierung der Outreach-Aktivitäten in den Wissenschafts-Communitys. Zentrale Projekte waren hier das zweite Jahr des Kultur-Hackathons Coding Da Vinci sowie GLAM on Tour.

Erfolgsgeschichte: Coding Da Vinci[edit]

Beispiel aus dem Wettbewerb: Imperii-viz

Der Kultur-Hackathon Coding da Vinci ist ein Gemeinschaftsprojekt von WMDE, der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN) sowie der beiden institutionellen Partner Deutsche Digitale Bibliothek und digiS (Servicestelle des Landes Berlin für die Digitalisierung von Kulturgütern). Die Veranstaltung wurde dieses Jahr zum zweiten Mal durchgeführt. Die Preisverleihung fand am 5. Juli im Jüdischen Museum Berlin statt. Als Rohmaterial für die Entwicklung ihrer Apps dienten den Programmierern exklusive kulturelle Daten aus Archiven, Bibliotheken und Museen. Alle Daten sowie die neu programmierten Apps sind unter freier Lizenz verfügbar. 33 Kultureinrichtungen lieferten Daten, davon 22, die dieses Jahr neu zum Projekt gestoßen sind. 150 Hacker nahmen an der Veranstaltung teil. Insgesamt wurden 28 Projektideen entwickelt, und 20 davon wurden bei der Preisverleihung präsentiert. Die Projekte machten die endlosen Möglichkeiten und das innovative Potenzial sichtbar, das in einer Öffnung von kulturellen Datensätzen steckt. Die enthusiastische und produktive Interaktion zwischen den GLAMs und der Programmierer-Community rund um das Event war beeindruckend. Fünf Projekte wurden von der Jury ausgewählt, ein weiteres wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet..

Daten von Coding da Vinci 2015

Zum zweiten Mal wurde durch Coding da Vinci das unglaubliche Potenzial sichtbar, das sich aus der Verbindung von Programmierer-Community und Kultureinrichtungen ergibt. Die aus dieser Verbindung entstehenden Projekte und Apps eröffnen anschauliche, intuitive und spielerische Zugänge zu kulturellem Wissen – nicht nur für die Hacker, sondern auch für die Allgemeinheit. Die kulturellen Datensätze werden miteinander verbunden und mit Wissen aus Wikipedia und Wikimedia Commons kombiniert. Die Einrichtungen haben keine Angst mehr, ihre digitalisierte Sammlung zugänglich zu machen, und lernen, mit Freiwilligen zu arbeiten. Im Laufe des Events bilden sich Kontakte und Beziehungen.

2015 haben die vier Organisationen, die hinter Coding da Vinci stehen, damit begonnen, in einem Collective Impact-Framework zu arbeiten. Die Partner trafen sich im Mai und im Juni 2015 auf zwei vom Bereich Zusammenarbeit und Entwicklung (ZEN) moderierten strategischen Planungssitzungen, wo sie sich auf eine gemeinsame Vision für Coding da Vinci über die Veranstaltung hinaus verständigten. Entsprechend wird das Jahr 2016 genutzt, um das Projekt von einer jährlichen Veranstaltung zu einem ganzjährigen Programm auszubauen, das eine kontinuierliche Förderung der Beziehungen zwischen Programmierern und Einrichtungen sicherstellt und eine bessere Infrastruktur für das Arbeiten mit Daten schafft. Im Rahmen des Programms soll zudem ein strukturierter Ansatz für die Sammlung und Präsentation von Projekten und Daten, die Arbeit an der Nutzbarkeit der Daten für Wikimedia-Projekte und die Erstellung von Lernmaterialien entwickelt werden, damit andere Organisationen und Zusammenschlüsse die Praktiken übernehmen und ihre Aktivitäten dem gemäß ausbauen können. Für 2017 ist der Veranstaltungsteil des Programms in einer vergrößerten Version mit mehr Standorten und mehr lokalen Partnern angedacht.

GLAM on Tour[edit]

GLAM on Tour fördert die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Wikipedia-Aktiven und GLAMs auf lokaler Ebene. Wikipedia-Aktive und GLAMs organisieren, unterstützt von WMDE-Mitarbeitenden, gemeinsam spezielle Führungen, Präsentationen zu aktuellen Exponaten, Fototouren und Schreibworkshops. Außerdem geben Wikipedia-Aktive Einführungs- und Bearbeitungs-Workshops für die Kultureinrichtungen. Die lokale Zusammenarbeit beginnt häufig mit einer eintägigen Einführungsveranstaltung, auch KulTour genannt. Dabei erhalten die Wikipedia-Aktiven eine Einführung zur jeweiligen Kultureinrichtung und eine Führung. Erste Kontakte werden geknüpft, und es wird ein Wikipedia-Workshop durchgeführt.

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben wir eine Zunahme bei den Aktivitäten erlebt, die sich eigenständig entwickelt haben – Aktivitäten, die auf den entstandenen lokalen Beziehungen aufbauen und ohne zusätzliche Hilfestellung durch WMDE-Mitarbeitende oder Ressourcen zur Entwicklung von Open Content führen. Dieses Ergebnis entspricht genau unserer oben beschriebenen Strategie für die Unterstützung von Freiwilligen.

Open Science-Modellprojekt[edit]

In der ersten Jahreshälfte 2015 haben Mitarbeitende des WMDE-Bereichs Bildung, Wissenschaft & Kultur daran gearbeitet, Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ermitteln. Wir haben recherchiert, welche wissenschaftlichen Institutionen bereits Prinzipien der offenen Wissenschaft in ihre Arbeit integrieren bzw. als Partner für ein Modellprojekt in Frage kämen. Mitarbeitende haben Konferenzen und Meetings besucht und mit führenden Personen sowie Interessenvertretern aus der Wissenschaft gesprochen. Wir haben versucht, die Bedürfnisse, das Potenzial und die Grenzen von Open Science auszuloten. In einem zweiten Schritt haben wir einige sehr allgemeine Ziele für WMDE im Bereich Wissenschaft entwickelt:

  1. In der Forschung und im Hochschulbereich werden zunehmend die Prinzipien der offenen Wissenschaft angewendet.
  2. Wikipedia und Wikidata sind in die tägliche Arbeit von wissenschaftlichen Einrichtungen integriert.
  3. Freie Lizenzen werden eine funktionierende Alternative zu den herkömmlichen Pfaden des wissenschaftlichen Publizierens.

Basierend auf der Feldforschung und den WMDE-Zielen haben wir ein Konzept für ein Modellprojekt entwickelt: ein Fellowship-Programm mit dem Ziel, Nachwuchswissenschaftler mit den Prinzipien und Praktiken der offenen Wissenschaft vertraut zu machen. Das Programm informiert über die Philosophie von Open Science und die Chancen, die der Ansatz für Wissenschaftler und ihre Communitys bietet. Außerdem werden Werkzeuge und Services vorgestellt, die es Wissenschaftlern in Institutionen erleichtern, die Prinzipien von Open Science in ihrer täglichen Arbeit anzuwenden. Ein Förderprogramm unterstützt die Fellows finanziell, während sie das Gelernte auf ein Forschungsprojekt in ihrer Disziplin anwenden. Aktuell suchen wir aktiv nach Partnern für die Pilotphase eines solchen Programms. Dabei wenden wir uns an Universitäten und Forschungsfördereinrichtungen. Die Verhandlungen mit einigen interessierten potenziellen Partnern befinden sich in einer frühen Phase. In der zweiten Jahreshälfte 2015 werden wir eine formelle Partnerschaft eingehen und daran arbeiten, das Konzept sowie die Finanzierung des Programms für das Jahr 2016 abzuschließen.

Misserfolg[edit]

Anfang 2015 haben OKFN und WMDE auf StartNext eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel gestartet, die für Coding da Vinci 2015 verfügbaren externen Mittel zu erhöhen. Von der Durchführung einer Crowdfunding-Kampagne versprachen wir uns auch Erkenntnisse über diese Finanzierungsstrategie, speziell darüber, wie sie auf Projekte zu freiem Wissen angewendet werden kann. Leider hat die Kampagne das Finanzierungsziel von 10.000 € nicht erreicht. Dass unsere Kampagne nicht genügend Unterstützer gefunden hat, lag unserer Vermutung nach an folgenden Punkten:

  • Der direkte Nutzen war nicht ersichtlich, und es fehlte ein konkretes, anschauliches Dankeschön für die Teilnehmenden.
  • Das Thema der Kampagne (die Finanzierung eines komplexen Projekts zur offenen Kultur) war zu abstrakt.
  • Ungünstig war, dass die Veranstaltung unabhängig vom Ergebnis der Kampagne stattfinden sollte.
  • Die Kampagne hätte von verstärkter Werbung und von der Ansprache zusätzlicher Zielgruppen profitiert (Outreach).

Es ist bekannt, dass eine funktionierende Kommunikationsstrategie entscheidend ist, um genügend Unterstützer zu gewinnen. Unsere Social Media-Kanäle und die Homepage der deutschen Wikipedia waren letztlich nicht genug, um eine kritische Masse von Unterstützern aus den Kultur- und den Open Knowledge-Communitys zu erreichen. Wir haben diese und weitere Erfahrungen in Form eines Lernmusters auf Meta veröffentlicht (siehe unten).

Learning Pattern: Crowdfunding CdV Failing at a crowdfunding campaign and what we can learn from it
Coding da Vinci Sticker.png


Farbcode zum Fortschritt bei Zielen
Begonnen/laufend/Ergebnisse entsprechen Erwartungen
Verzögert oder bleibt hinter Erwartungen zurück
Erfüllt Erwartungen nicht
Ziel geändert/verschoben/noch keine Ergebnisse verfügbar
Ziele: Institutionen
Ziele Fortschritt (am Ende von Q2) Erwartet (Jahresende) / Nächste Schritte / Kommentare
Freiwillige, die an unseren Schulungs-Workshops teilnehmen und mit den Leitlinien von WMDE für Kooperationen arbeiten, beschreiben beides als eine hilfreiche Unterstützung, um eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Institutionen aufzubauen. Kein Fortschritt in Q1/Q2. Aufgrund von Budgetkürzungen (in Folge der FDC-Entscheidung) sowie einer Verschiebung von Personalmitteln hin zu unserem großen Projekt „Mapping OER“ haben wir den Ansatz von Schulungs-Workshops und speziellen Leitlinien für Freiwillige, die mit GLAM-Einrichtungen zusammenarbeiten, nicht weiter verfolgt.

Als Unterstützungsmaterial für Freiwillige und Institutionen haben wir auf Commons ein Video-Tutorial über das GLAM on Tour-Veranstaltungsformat veröffentlicht  (in deutscher Sprache, englische Untertitel verfügbar).

Weitere Einrichtungen mit hoher Priorität nehmen teil, und zehn potenzielle Partner sind an Folgegesprächen bzw. fortlaufenden Interaktionen mit WMDE beteiligt. Insbesondere mit Blick auf GLAM-Kooperationen war Q1/Q2 ein sehr dynamisches Halbjahr:
  • Beim GLAM-Hackathon  Coding da Vinci 2015haben 33 GLAM-Einrichtungen (22 neue und 11, die zum zweiten Mal teilnahmen) über mehrere Wochen mit uns zusammengearbeitet, um ihre Datensätze im großen Maßstab bereitzustellen.
  • 3 renommierte Museen haben „ihre Türen“ erstmals für die Outreach-Formate GLAM on Tour und KulTour geöffnet (z. B. während der bedeutenden Pissarro-Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum) und dabei insgesamt 62 Teilnehmende (Freiwillige und Vertreter der Einrichtungen) gezählt.
  • Freiwillige übernehmen zunehmend die Koordination mit lokalen Museen, um diese Veranstaltungen durchzuführen (so z. B. beim LVR-Industriemuseum Cromford).
  • Konferenzvorträge von Freiwilligen zu diesen Veranstaltungen, z. B. auf der Tagung museums and the internet, haben bereits zu neuen GLAM-Kontakten und Initiativen geführt.
  • Zahlreiche GLAM-Vertreter (insgesamt 90) haben an unseren „CCChange it“-Workshops oder an direkten Beratungen zum Upload von Inhalten (Consulting-Format „Prepare your data“) teilgenommen.
Ein wesentlicher Aspekt der Veranstaltungsformate GLAM on Tour und KulTour besteht darin, dass sie auf der Initiative und den Kontakten von Freiwilligen zu lokalen GLAM-Einrichtungen beruhen.

KulTour ist ein Kurzveranstaltungsformat (niederschwellig, flexibel, eintägig), um Kooperationen zwischen Freiwilligen und GLAM-Einrichtungen zu starten.

CCChange ist ein Rollenspiel-Workshop-Format, das GLAM-Vertretern hilft, Abläufe für die Befreiung von Inhalten einzuüben und ihre Ansichten dazu zu ändern. (Dabei wird die spezifische Situation der jeweiligen Einrichtung berücksichtigt.) WMDE hat das Format in der ersten Jahreshälfte 2015 getestet.

„Prepare your data“ ist ein Format, bei dem GLAM-Einrichtungen direkt zur Befreiung ihrer Inhalte beraten werden. WMDE hat das Format in der ersten Jahreshälfte 2015 getestet.

Generell ist 2015 eine Testphase für verschiedene Beratungsformate, die wir analysieren und dem Movement bis Ende des Jahres vorstellen werden.

Bis Ende 2015 erklärt sich eine renommierte Wissenschaftseinrichtung bereit, für ein Pilotprojekt zum offenen Wissen in der Wissenschaft mit WMDE zusammenzuarbeiten. In Q1/Q2 haben Mitarbeitende mehrere potenzielle Partner angesprochen (direkt oder bei Open Science-BarCamps), um die Bedürfnisse und Chancen in Bezug auf die offene Wissenschaft systematisch zu erkunden. Daraus entstand der Plan, die offene Wissenschaft durch ein Fellowship-Programm zu fördern, das wir zusammen mit Partnern initiieren. Im zweiten Halbjahr werden die Mitarbeitenden weiter daran arbeiten, ein Open Science Fellowship-Programm für Nachwuchswissenschaftler einzurichten. Ein Konzeptentwurf liegt vor und kann mit potenziellen Partnerinstitutionen aus der Wissenschaft diskutiert werden. Erste Gespräche fanden im Juli statt.
Von den existierenden GLAM-Partnerschaften (Ausgangspunkt: 21 in 2014) werden 2015 mindestens acht bei unseren Aktivitäten zur Befreiung von Inhalten mitwirken. Wir möchten mindestens zehn neue GLAM-Einrichtungen dafür gewinnen, dass sie Zugang zu ihren Daten bzw. Inhalten gewähren. Coding da Vinci 2015: 11 GLAM-Einrichtungen, die schon 2014 teilgenommen haben, stellen auch dieses Jahr wieder ihre Daten bzw. Inhalte zur Verfügung. Zudem sind 22 GLAM-Institutionen 2015 neu zur Veranstaltung hinzugestoßen. Während des 10-wöchigen Wettbewerbs wurden insgesamt 620.000 Mediendateien und 65 Millionen Metadaten unter freier Lizenz verfügbar. Der Hauptfokus für Q3/Q4 liegt darauf, die befreiten Daten in Wikimedia-Projekte (Commons, Wikipedia) zu integrieren und ihre Nutzung voranzubringen. Diese Aufgabe wird gemeinsam von WMDE-Mitarbeitenden und Freiwilligen- bzw. Autoren-Communitys übernommen. Bislang wurden 48.000 Dateien auf Commons hochgeladen.
Das eingesetzte technische Unterstützungspaket (Informationen und Beratungsmodule) wurde dem Movement durch Veröffentlichung auf Meta bzw. als Lernmuster mit Praxisbeispielen zur Verfügung gestellt. Drei Module, um GLAMs bei der Befreiung ihrer Inhalte zu unterstützen, wurden definiert und werden entwickelt. Lernmuster werden derzeit entwickelt (einschließlich eines umfassenden Praxishandbuchs zum Upload von großen Datensätzen auf Commons) und in Q3 veröffentlicht. 2015 wird eine Testphase für diese Pilotmodule.

Links[edit]

https://outreach.wikimedia.org/wiki/GLAM/Newsletter/June_2015/Contents/Germany_report

Programmbericht 4: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen[edit]

Open Educational Resources[edit]

Open Educational Resources (OER) sind ein strategisch wichtiges Thema für die Wikimedia-Bewegung. Wikipedia, Wikidata und Commons sind offene Ressourcen, von denen das Bildungswesen bereits auf viele Arten profitiert und die verbreitet für Unterricht und Forschung im Schul- und Hochschulbereich eingesetzt werden. OER verfügen über ein großes Potenzial, den Zugang zu freiem Wissen für neue Zielgruppen zu verbessern und die Werte und Praktiken von Wikimedia in neue Bereiche zu übertragen.

Seit 2013 ist WMDE in Deutschland ein wichtiger Unterstützer von OER als einer Strategie, um Bildung zu öffnen und Bildungsmaterialien unter freier Lizenz zugänglich zu machen. Mittlerweile sind OER ein fester Bestandteil der allgemeinen politischen Debatte über die Reform des Bildungswesens in Deutschland und über die Verbesserung der digitalen Kompetenz von Schülern und Lehrern. Dies betrifft alle Bildungsbereiche: die Grund- und weiterführenden Schulen ebenso wie die Hochschulen, die Berufsschulausbildung und die Erwachsenenbildung.

Ziel von WMDE war und ist es, die Vernetzung, den Dialog und den Wissenstransfer unter den Stakeholdern im Bildungsbereich zu fördern, die Entwicklung und Verteilung von politischen Erklärungen zu unterstützen und von den Aktivitäten und Fähigkeiten der Partner zu profitieren. WMDE hat 2013 und 2014 die OER-Konferenz organisiert, ist mit Mitarbeitenden in verschiedenen Beratungsgremien präsent, hat öffentliche Statements veröffentlicht und die Interessengruppe Open Education Alliance mitbegründet.

Nachdem wir zwei Jahre lang das öffentliche Profil von WMDE aufgebaut und uns für OER als festen Bestandteil einer Reform des Bildungswesens eingesetzt hatten, trat im Dezember 2014 das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Aufforderung an uns heran, Konzepte zu der Frage einzureichen, wie die Nutzung von OER bundesweit gefördert und unterstützt werden könnte. Auf unsere Einreichungen folgte eine Zeit intensiver Verhandlungen, aus denen sich schließlich das Projekt „Mapping OER“ entwickelte. Das Projekt läuft von April 2015 bis April 2016 und wird mit über 600.000 € aus Bundesmitteln gefördert.

„Mapping OER“ wird die Bedingungen erforschen, unter denen eine umfassende Nutzung von OER im gesamten Bildungswesen möglich ist. Die Schwerpunktbereiche des Projekts ergeben sich aus unserer Arbeit in den vergangenen zwei Jahren: Qualitätssicherung, Modelle für die Qualifizierung, Geschäftsmodelle und rechtliche Fragen/Lizenzfragen. Zu den Projektteilnehmenden gehören Experten aus der OER-Community, Bildungseinrichtungen aus allen Bereichen, Schulverwaltungsbeamte, Vertreter aus Forschung und Lehre, Unternehmen und Verlage sowie die wichtigsten Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene, nämlich das BMBF und die Kultusministerkonferenz (KMK), in der die Bundesländer sich untereinander in bildungspolitischen Fragen koordinieren.

Im Rahmen von „Mapping OER“ wird WMDE mehrere Arbeitssitzungen, eine öffentliche Konferenz sowie Experteninterviews durchführen. Die Ergebnisse werden auf einer zentralen Website veröffentlicht. Abschließend wird ein Praxisrahmen erarbeitet, der die Ergebnisse zusammenfasst und konkrete Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der weiteren Umsetzung von OER in Deutschland benennt.

Von dem Projekt wird WMDE entscheidend profitieren: Es stärkt unsere Rolle als wichtiger Interessenvertreter und als treibende Kraft in dem Prozess, das deutsche Bildungssystem im Hinblick auf die Möglichkeiten und Anforderungen einer digitalen Gesellschaft zu verändern. Die jüngste, vielzitierte ICIL-Studie zeigte, dass Deutschland, was die digitale Kompetenz der Lehrer und Schüler betrifft, weit abgeschlagen ist. Diese Tatsache führt zu einem zunehmenden Interesse am Thema OER seitens der Politik und auch der Geldgeber. Dadurch, dass WMDE zwei Jahre lang viele Ressourcen investiert und das Thema vorangebracht und sich einen Namen als Experte und Befürworter gemacht hat, sind wir jetzt in der Position, die politischen Konzepte und die konkreten Aktivitäten in diesem Bereich für die nahe Zukunft mitgestalten zu können. Das bedeutet, dass wir im Bildungsbereich für die Werte der Wikipedia-Bewegung eintreten und für offene und freie Lizenzen, die gemeinschaftliche Schaffung von Wissen und gleiche Chancen bei der Bildung argumentieren können.

Dimi, Gnom und Karl Sigfrid vor dem Berlaymont-Gebäude
Dimi, Gnom und Karl Sigfrid vor dem Berlaymont-Gebäude

Themenanwaltschaft (Advocacy) auf EU-Ebene[edit]

Für unsere Aktivitäten in Brüssel ist der so genannte Wikimedianer in Brüssel zuständig, der gemeinsam von neun europäischen Ländervertretungen finanziert wird, die der aus 14 Mitgliedern bestehenden Free Knowledge Advocacy Group EU (FKAGEU) angehören. Diese Aktivitäten haben sich größtenteils gemäß den im Antrag festgelegten Zielen entwickelt. In vielen Fällen wurden die Ziele sogar übertroffen. Wikimedia-Organisationen und -Interessen waren bei Konsultationen, Treffen und Grundsatzdiskussionen präsent. Bündnisse mit Gleichgesinnten von außerhalb des Wikiversums wurden durch Outreach und Kooperationen gestärkt.

Durch ein gut etabliertes Netzwerk und den Wikimedianer in Brüssel konnten die Wikimedianer schnell und deutlich vernehmbar reagieren, als im Juni durch den Bericht von Julia Reda das Thema der Panoramafreiheit aktuell wurde. Der Vorschlag, die Panoramafreiheit im Zuge der Urheberrechtsreform auf die nicht kommerzielle Nutzung einzuschränken, wurde am 9. Juli 2015 fürs Erste abgewehrt. Doch auch das eigene Kommunikationsteam von WMDE spielte dabei eine entscheidende Rolle:

Die öffentliche Debatte über Freies Wissen fördern[edit]

Medienberichterstattung über WMDE-Veranstaltungen
Medienberichterstattung über WMDE-Veranstaltungen

Zur Advocacy-Strategie von WMDE gehört es, dafür zu sorgen, dass eine kontinuierliche und differenzierte öffentliche Debatte über die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Dimensionen von Freiem Wissen in Deutschland stattfindet. Dazu veranstalten wir in unseren Räumen öffentliche Podiumsdiskussionen mit hochrangigen Politikern und Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Bildung und Internet. Der Wikimedia-Salon „Das ABC des Freien Wissens“ beschäftigte sich 2015 bereits mit der EU-Urheberrechtsreform, dem Thema Open Culture und dem wirtschaftlichen Überleben von Künstlern im Digitalzeitalter.

2015 haben diese Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit in den Medien erhalten, und die Zahl der Teilnehmenden vor Ort hat sich verdoppelt. Alle Veranstaltungen werden aufgezeichnet und auf YouTube veröffentlicht. Wir sind überzeugt, dass unsere Veranstaltungen dem Konzept des Freien Wissens zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und die Qualität und Differenziertheit der Debatte zu umstrittenen Fragen wie dem Urheberrechtsschutz verbessern. Außerdem etablieren sich WMDE und die Wikimedia-Bewegung dadurch als feste Größen, wenn es um den respektvollen und lebendigen Dialog zu Freiem Wissen geht. Dies wiederum stärkt unsere Position, wenn wir bei politischen Entscheidungen mit am Tisch sitzen.

Teilnehmende und Youtube-Aufrufe je Veranstaltung (Mittelwert)
Teilnehmende und Youtube-Aufrufe je Veranstaltung (Mittelwert)

Es gibt weitere, sehr willkommene Nebeneffekte (die sich auf Ziel 1.2 unter „Programminstitutionen“ im WMDE-Antrag für Runde 1 beziehen): Sowohl die Diskussionsteilnehmenden als auch die Gäste im Publikum unserer Veranstaltungen kommen aus einflussreichen Institutionen, die für uns wichtige Partner bei der Förderung Freien Wissens sind. Infolge der Diskussionen führen sie weitere gemeinsame Aktivitäten mit uns durch oder werden Multiplikatoren in ihrer Einflusssphäre. 2015 sind durch den Wikimedia-Salon bereits mehrere Partnerschaften neu entstanden oder wurden intensiviert, z. B. mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und dem Museum für Naturkunde. Diese institutionellen Partner werden nun mit uns bei zukünftigen Veranstaltungen zusammenarbeiten. Außerdem haben wir unsere Medienpartnerschaften deutlich erweitert und vertieft.

WMDE ist entschlossen, seine politischen Aktivitäten und seine Themenanwaltschaft in Deutschland und in Brüssel künftig fortzusetzen und diese Arbeit auf eine nachhaltige, strategische und kooperative Grundlage zu stellen. Von dieser Ausrichtung zeugt auch der vor kurzem fertig gestellte Jahreskompass 2016, der die Themenanwaltschaft zu den drei wichtigsten Prioritäten zählt. Das bedeutet, dass WMDE 2016 personelle und finanzielle Ressourcen für diese Aktivitäten zur Verfügung stellen wird.

Learning Pattern: Movement communication Sharing relevant information with the Wikimedia movement
Open Content A Practical Guide to Using Creative Commons Licences web-1.png
Farbcode zum Fortschritt bei Zielen
Begonnen/laufend/Ergebnisse entsprechen Erwartungen
Verzögert oder bleibt hinter Erwartungen zurück
Erfüllt Erwartungen nicht
Ziel geändert/verschoben/noch keine Ergebnisse verfügbar
Ziele: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Ziele Fortschritt (am Ende von Q2) Erwartet (Jahresende) / Nächste Schritte / Kommentare
Open Educational Resources

Bis Ende 2015 sind dem Bündnis Freie Bildung fünf neue Partner (Organisationen und Einzelpersonen) beigetreten. Zudem hat die Vielfalt des Bündnisses in Bezug auf Art und Tätigkeitsbereich unserer Partner zugenommen.

Bis Juni 2015 waren dem Bündnis Freie Bildung vier neue Partner (Organisationen und Einzelpersonen) beigetreten.

Im Februar haben wir ein Positionspapier zu OER und eine Erklärung zu einem Bericht der Bundesländer und der Bundesregierung zu OER veröffentlicht.

Die Mailingliste des Bündnisses dient als stark frequentiertes Forum für den Austausch zu OER.

Das Bündnis erhält häufig Anfragen, z. B. zur Prüfung von parlamentarischen Anfragen sowie zur Stellungnahme bei OER-Veranstaltungen und Expertenrunden. 

Da das Bündnis derzeit seine Ziele und Koordinationsprozesse verfeinert, wurde bezüglich der Anwerbung neuer Partner eine Pause eingelegt.
WMDE wird 2015 in Deutschland weiterhin zu wichtigen Konsultationen und Anhörungen zur offenen Bildung auf Länderebene eingeladen und spielt dort meist eine aktive Rolle (Präsentation eigener Positionspapiere, Hinzufügen neuer Tagesordnungspunkte usw.). Teilnahme an 5 Anhörungen/Fachausschüssen (hauptsächlich beratend):
  • Berliner Abgeordnetenhaus: Erklärung zur Digitalisierung von Kulturgütern
  • 2 Expertenrunden beim Berliner Senat: Konsultation zur Einführung von OER im Bundesland Berlin
  • Advisory Board der Bertelsmann Stiftung: Entwicklung eines „Monitors Digitale Bildung“, Beratung zu Lizenzierung und Kollaboration
  • Beirat des Goethe-Instituts: Entwicklung von konkreten Maßnahmen, um die weltweiten Goethe-Institute jeweils mit den regionalen Wikimedia-Organisationen zu verknüpfen
Wir werden regelmäßig zu relevanten Konsultationen eingeladen, auch aufgrund unseres neuen Projekts „Mapping OER“, das auch seitens der Länderbehörden viel Aufmerksamkeit erhält.

Ob unsere Positionen zur Lizenzierung und zu den potenziellen Verbindungen zu Wikimedia-Projekten bzw. -Communitys im OER-Bereich konkrete politische Veränderungen bewirken können, wird sich Ende 2015 und danach zeigen.

Bis Ende 2015 erklärt sich eine politische Stelle auf Länderebene bereit, für ein OER-Pilotprojekt mit WMDE zusammenzuarbeiten. Q1/Q2: Q1/Q2: Initiierung und Start des umfangreichen Projekts „Mapping OER“ (gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Themenanwaltschaft auf EU-Ebene
Wikimedianern steht eine spezielle Kontaktdatenbank für die Themenanwaltschaft auf EU-Ebene zur Verfügung, und der Wikimedia-Bewegung werden Broschüren zu politischen Themen in mindestens drei verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt. Unser Wikimedianer in Brüssel liefert eine Datenbank, die aus 202 relevanten Kontakten besteht.

Die Broschüren sind noch in Arbeit und noch nicht veröffentlicht.

Die Kontaktdatenbank wird bis Ende 2015 auf mindestens 260 Einträge erweitert.

Aufgrund von Datenschutzvorschriften in Belgien und der EU haben sehr wenige Personen direkten Zugriff. Der Wikimedianer in Brüssel stellt die Kontaktinformationen auf Anfrage zur Verfügung.

2015 werden zehn neue Arbeitsbeziehungen zu MdEPs geschaffen. Dadurch entstehen laufende Konsultationen durch freiwillige Wikimedianer (in Form von Treffen, E-Mail-Korrespondenz, Telefonaten). Ende Q2: 11 freiwillige Wikimedianer haben Beziehungen zu mehr als 20 MdEPs geknüpft.
WMDE/FKAGEU nimmt 2015 an allen relevanten Dialogen, Treffen und Konsultationen zum EU-Urheberrecht teil und spielt bei allen Gelegenheiten eine aktive Rolle. FKAGEU und unser Wikimedianer in Brüssel haben bislang keine einzige Brüsseler Veranstaltung zum Thema Urheberrecht versäumt: 88 Diskussionen / Treffen bis Ende Q2 (konservative Zählung)

Wir haben eine Filmvorführung und ein Expertenseminar zur Panoramafreiheit (mit Blick auf Wikimedia-Themen im Europäischen Parlament) mitveranstaltet, wobei jeweils MdEPs die Gastgeber waren (3 MdEPs aus 3 verschiedenen politischen Gruppen).

Die Anzahl der besuchten Veranstaltungen ist schwer festzulegen, weil sie davon abhängt, wie man „Diskussion“ bzw. „Treffen“ definiert.
Bis Ende 2015 haben mindestens zwei freiwillige Wikimedianer das Arbeitsstipendium bei unserem Wikimedianer in Brüssel absolviert und an unseren Advocacy-Aktivitäten auf EU-Ebene mitgewirkt. Der erste „Visiting Weasel“ war Federico Leva von WMIT. („Weasel“: „Wikimedia European Action System for Enthusiastic Lobbying“, die Mitglieder der Free Knowledge Advocacy Group EU.) Als Nächstes soll im Herbst ein Freiwilliger aus Spanien teilnehmen. Andere haben Interesse bekundet. Diese Aktivität benötigt finanzielle Unterstützung, um nachhaltig zu sein.
2015 werden weitere Arbeitspartnerschaften geschlossen, und die vorhandenen werden vertieft. Unser Positionspapier zur Urheberrechtsreform wurde von 18 Nicht-Wikimedia-Organisationen mit unterzeichnet.

Wir haben begonnen, bei Communia mitzuwirken, einer Kooperationsplattform für die Förderung der Gemeinfreiheit, zu deren führenden Partner OKFN, Creative Commons und Kennisland gehören:

  • Ca. 7 aktive Nicht-Wikimedia-Teilnehmende als Partner beim Lobbying für Freies Wissen

Wir haben zusammen mit der Right to Research Coalition/SPARC Pläne entwickelt für ein gemeinsames Lobbying für echten Open Access (d. h. CC-BY oder kompatibel) im EU-Förderprogramm Horizont 2020:

  • 3 Wikimedia-externe Personen als Partner

Wir haben eine Veranstaltung mit dem Transatlantischen Verbraucherdialog (Trans-Atlantic Consumer Dialogue) organisiert und wurden eingeladen, die Organisation der  OpenCon in Brüssel zu beraten:

Wir haben zusammen mit EDRi und Amnesty International ein NGO Networking Lunch organisiert:

  • 18 Nicht-Wikimedia-Teilnehmende

Wir haben die Mozilla Foundation zu ihren Aktivitäten und Zielen in Brüssel und zur Eröffnung einer Vertretung in Brüssel beraten.

Die Mitgliedschaft bei Communia bezieht sich derzeit auf Einzelpersonen, sollte aber durch eine Übertragung auf Wikimedia Deutschland formalisiert werden.

Arbeit von Wikimedia Deutschland für das globale Movement[edit]

Als älteste und größte Länderorganisation und als zweitgrößte Wikimedia-Organisation weltweit strebt WMDE verstärkt danach, zum globalen Movement beizutragen. Im Folgenden wird beschrieben, in welcher Form diese Arbeit für das Movement stattfindet.

Fundraising für das Movement[edit]

Wie im Bericht zu den Finanztrends der Wikimedia-Länderorganisationen 2013 angegeben, hat WMDE an die WMF für die programmatische Arbeit des Movements nicht zweckgebundene Mittel in Höhe von 6,4 Mio. USD überwiesen. 2014 hat sich diese Summe auf 7,33 Mio. EUR erhöht (ohne Berücksichtigung der APG-Fördermittel und der Fundraising-Kosten). Dies ist nur möglich aufgrund der sehr ausgeklügelten Methoden der Wikimedia Fördergesellschaft (der Fundraising-Organisation von WMDE) und aufgrund der Tatsache, dass deutsche Spender ihre Spenden an einen gemeinnützigen Verein mit Sitz in Deutschland richten können, so dass die Spenden steuerlich absetzbar sind. Das eigene laufende Budget von WMDE für 2015 beträgt 4,7 Mio. EUR, d. h. die Organisation wirbt Mittel in einer Höhe von mehr als 100 % ihres eigenen Budgets für das Movement ein und gibt diese Mittel an das Movement weiter.

Learning Pattern: Fundraising Developing strong relationships with donors - more than communication via banners
Growth of memberships since 2011.png

Wikimedia Conference 2015 und darüber hinaus[edit]

Gruppenfoto von der Wikimedia Conference 2015
Gruppenfoto von der Wikimedia Conference 2015

2014 erklärte sich WMDE bereit, für die nächsten drei Jahre die jährliche Konferenz der Wikimedia-Organisationen auszurichten, finanziert über eine PEG-Förderung (Project and Event Grants). Unser Ziel ist es, den Teilnehmenden ein unkompliziertes und erfreuliches Konferenzerlebnis zu bieten (wofür unser professionelles Eventmanagement-Team sorgt). Aber vor allem möchten wir sicherstellen, dass die Konferenz das Potenzial für eine Kooperation unter der Movement-Führung voll ausschöpft. Das bedeutet konkret

  1. dass die gemeinsame Zeit auf der Konferenz effizient für den Erfahrungsaustausch genutzt wird,
  2. dass die für das Movement zentralen Themen gemeinsam vorangebracht werden (mit einer starken Ergebnisorientierung),
  3. dass die Zeit zwischen den Konferenzen durch kontinuierliche Arbeit an den Themen (online und offline) überbrückt wird.

Bei der Wikimedia Conference 2015 haben wir erstmals mit diesem Ansatz gearbeitet. Die Sitzungen waren mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit konzipiert, und es wurde ein Follow-up zu den Themen über das gesamte Jahr sichergestellt. Der von WMDE eigens eingesetzte Program and Engagement Coordinator (PEC) arbeitet seither daran, die Sitzungen sorgfältig zu dokumentieren und Folgeaktivitäten zu fördern. In manchen Fällen führten diese Folgeaktivitäten direkt zu weiteren Sitzungen und Treffen auf der Wikimania-Konferenz 2015. Auf der Wikimania fand ein eigener WMCON Follow-up Day statt. Zu den Themen, die auf der diesjährigen Wikimedia-Konferenz weiterverfolgt werden sollen, gehören: Movement Roles (Rollen im Movement), Grantmaking and Impact (Förderung und positive Wirkung), Fundraising, Advocacy (Themenanwaltschaft), Community Support (Unterstützung der Communitys), Communication (Öffentlichkeitsarbeit) und Governance. Weitere Informationen dazu enthält der PEG-Bericht.

Infografik mit den wichtigsten Fakten der Wikimedia Conference 2015
Infografik mit den wichtigsten Fakten der Wikimedia Conference 2015

Darüber hinaus steuerten WMDE-Mitarbeitende Inhalte zu den Sitzungen der Wikimedia Conference 2015 bei. Das Team Zusammenarbeit und Entwicklung (ZEN) veranstaltete zusammen mit WMF-Mitarbeitenden den Vor-Konferenz-Workshop „Learning and Evaluation“ (Blogbeitrag) sowie zwei Sitzungen zum Collective-Impact-Modell (Blogbeitrag) bzw. zu externem Fundraising, die sehr positiv aufgenommen wurden. Auch unsere Teams für Kommunikation, Software-Entwicklung und Internationale Beziehungen gaben auf entsprechenden Sitzungen ihr Wissen weiter und tauschten sich mit dem Movement aus. Auf einem Treffen des Volunteer Supporters Network (Netzwerk von Wikimedia-Mitarbeitenden, die sich mit der Freiwilligen-Unterstützung beschäftigen) hatte WMDE eine Führungsrolle. Als die älteste und größte Länderorganisation verfügen wir über Kompetenzen und Erfahrungen, die wir mit den kleineren Organisationen des Movements teilen möchten.

Learning Pattern: Online Surveys Timing and tenaciousness – How to ensure high participation rates at post-conference surveys
OER Konferenz 2014 (074).jpeg

Software-Innovation für das gesamte Movement[edit]

In einem Handlungsaufruf sprach die Geschäftsführerin der WMF von der Notwendigkeit, Innovation und neues Wissen zu unterstützen. Das WMDE-Team Software-Entwicklung arbeitet mit einem starken Fokus, Innovationen für das weltweite Movement zu unterstützen. Das beste Beispiel dafür ist Wikidata. Mit Wikidata haben wir die Lücke zwischen bezahlten Software-Entwicklern und der Open Source- und Entwickler-Community geschlossen, und wir haben Mechanismen und Prozesse für die Kollaboration entwickelt, die reibungslos funktionieren, Innovation ermöglichen und das Auftreten von Konflikten fast ganz verhindern.

Die Herausforderung, Innovation durch partizipative Software-Entwicklung zu ermöglichen, kann auch auf andere Bereiche des Engineerings und der Plattformentwicklung übertragen werden: Der von der Projektmanagerin für Kommunikation (Communitys) und dem TCB-Team (siehe oben, Programm 2) kürzlich entwickelte und momentan im Test befindliche Prozess für die technischen Wünsche der Community löst viele der Probleme, die in den jüngsten Movement-Diskussionen über Community-zentrierte Software-Innovation genannt wurden. Der Prozess ist strukturiert und transparent und er verbindet die Ideen und Wünsche der Community mit den Realitäten der Implementierung so, dass ein „friendly space“ entsteht.

Wir möchten Erfahrungen, Misserfolge und Erfolge regelmäßig weitergeben und bei Bedarf anderen Akteuren in den Bereichen Engineering und Community Engagement (z. B. dem WMF Community Tech Team, das derzeit entsteht) dabei helfen, die innovativen Praktiken von WMDE anzuwenden und zu skalieren. Es handelt sich noch nicht um „Best Practices“, doch wenn die führenden Akteure im Movement zusammenarbeiten und voneinander lernen, können wir unserer Überzeugung nach das Gesamtklima und die Prozesse verbessern, um dadurch Innovation zu ermöglichen, neues Wissen zu schaffen und die Usability unserer Produkte zu verbessern.

Themenanwaltschaft und politische Arbeit[edit]

Die Vorteile einer erfolgreichen Themenanwaltschaft für die globale Free Knowledge-Bewegung liegen auf der Hand. Die EU ist eine der Bühnen, auf denen in naher Zukunft (2015/16) Entscheidungen getroffen werden, die sich massiv auf unsere Mission und unsere Fähigkeit zur Förderung des Freien Wissens auswirken werden. Doch auch Deutschland ist aufgrund seiner weltweiten Führungsrolle im politischen Bereich und bei den technischen Innovationen eine wichtige Bühne. Der Verein ist sich der Bedeutung der Themenanwaltschaft voll bewusst und möchte die entsprechenden Ressourcen und Aktivitäten 2016 verstärken. Von dieser Ausrichtung zeugt auch der vor Kurzem fertig gestellte Jahreskompass 2016, der die politische und rechtliche Arbeit zu den drei wichtigsten Prioritäten zählt.

Weitergabe von Erfahrungen[edit]

WMDE bemüht sich verstärkt darum, seine Erfahrungen zu dokumentieren und weiterzugeben:

Reports and Initiatives:

Executive Transition Report – Bericht über die Findung eines neuen Vorstands

Volunteer Supporters Network – Arbeitspapier zum Volunteer Supporters Network (VSN), einem Netzwerk von Wikimedia-Mitarbeitenden, die sich mit der Freiwilligen-Unterstützung beschäftigen

WMCON15 PEG Grant Report – Abschlussbericht zur PEG-Förderung (Project and Event Grants) für die Wikimedia Conference 2015

Videos von technischen Vorträgen und Podcasts:

Homepage von Source Code Berlin

Lernmaterialien und Learning Pattern:

Learning Material: Fundraising Report WMDE 2014 Fundraising Report
Learning Material: Wiki Dialogues Wiki Dialogues - A concept for digital learning in Wikipedia communities
Wiki Dialogues Cover eng.png
Learning Material: Klexikon Klexikon - An Encyclopedia for Kids
Learning Pattern: Fundraising Developing strong relationships with donors - more than communication via banners
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Input von WMDE auf der Wikimedia Conference 2015 und im Vorfeld:

Finanzen[edit]

Finanzen
Ausgaben

APG-Ausgaben (Annual Plan Grants) Ausgaben Q1 Ausgaben Q2 Ausgaben Q3 Ausgaben Q4
Kostenstelle Einzelposten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Kumulativ Kumulativ (USD) Bisher ausgegebener Anteil Erklärungen für Planabweichungen
Software-Entwicklung
101 Programmkoordination 5.542 € 35.893 € 15.535 € 49.944 € 106.915 € $119.351 63,86%
104 align="center" ; padding: .5em 1em; color:black;"|Urlaub (Projektmitarbeitende) - 25.294 € - 10.866 € 36.160 € $40.366 84,95%
105 align="center" ; padding: .5em 1em; color:black;"|Krankheit (Projektmitarbeitende) - 8.496 € - 5.596 € 14.092 € $15.731 77,87%
219-221 Info Camp/Ent Con/Game Jam 0 € 6.312 € 292 € 11.387 € 17.991 € $20.084 65,91%
222 Kommunikation Netzwerke 0 € 1.641 € 1.734 € 3.437 € 6.812 € $7.605 66,01%
223 Kommunikation Communitys 258 € 4.152 € 1.501 € 5.657 € 11.568 € $12.914 52,36%
224 technische Wünsche 0 € 14.717 € 0 € 24.922 € 39.639 € $44.250 82,53%
225 interne Projekte von WMDE 0 € 3.306 € 0 € 13.486 € 16.792 € $18.745 61,10%
55100 Wikidata 4.101 € 117.632 € 14.633 € 111.741 € 248.107 € $276.967 96,43%
Pauschale Projektabteilung 99.615 € $111.203
Gesamt 9.901 € 217.443 € 33.695 € 237.037 € 0 € 0 € 0 € 0 € 597.692 € $667.216
Nicht-APG-Ausgaben (Annual Plan Grants) Ausgaben Q1 Ausgaben Q2 Ausgaben Q3 Ausgaben Q4
Kostenstelle Einzelposten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Kumulativ Kumulativ (USD) Bisher ausgegebener Anteil Erklärungen für Planabweichungen
101 Programmkoordination 4.819 € 32.553 € 3.371 € 36.396 € 77.139 € $86.111 87,49%
104 Urlaub - 35.337 € - 24.600 € 59.937 € $66.909 259,06%
105 Krankheit - 14.428 € - 12.156 € 26.584 € $29.676 175,42%
132 Wikimedia Conference 1.317 € 10.024 € 72.877 € 18.736 € 102.953 € $114.929 98,05%
201 ABC des Freien Wissens 2.055 € 3.393 € 3.693 € 4.221 € 13.362 € $14.916 71,09%
202 Beratungsmodule 841 € 3.305 € 1.260 € 5.596 € 11.001 € $12.281 85,53%
203 Bündnis Freie Bildung 763 € 5.094 € 214 € 0 € 6.071 € $6.777 76,87%
204 Coding da Vinci 20.000 € 6.332 € 1.790 € 6.343 € 34.465 € $38.474 102,27%
205 Tools für Freiwillige 0 € 222 € 0 € 0 € 222 € $247 76,85%
206 Glam on Tour 4.772 € 2.707 € 811 € 1.466 € 9.756 € $10.891 118,47%
207 Materialentwicklung 19 € 3.556 € 8.333 € 1.997 € 13.906 € $15.523 70,28%
208 Open Science Project 300 € 8.469 € 630 € 6.929 € 16.328 € $18.227 73,10%
209 Monsters of Law 91 € 707 € 125 € 1.650 € 2.573 € $2.872 73,55%
210 OER Project 221 € 15.829 € 455 € 0 € 16.505 € $18.425 98,50%
211 WikiCon 0 € 1.845 € 1.312 € 1.018 € 4.175 € $4.661 284,53%
213 Freiwilligenunterstützung allg. 37.393 € 18.205 € 31.968 € 20.789 € 108.355 € $120.959 101,86%
214 Weiterentwicklung Förderung 90 € 1.684 € 11.866 € 1.990 € 15.629 € $17.447 105,86%
215 Community Großveranstaltungen 0 € 0 € 73 € 90 € 163 € $181 0,46%
216 FFW-Großprojekte 8.091 € 70 € 2.320 € 69 € 10.550 € $11.777 8,43%
217 Lokale Communityräume (aktiv) 8.813 € 225 € 8.355 € 0 € 17.393 € $19.416 57,59%
218 Lokale Communityräume (in Aufbau) 730 € 0 € 1.831 € 283 € 2.844 € $3.175 1131,85%
226 Free Knowledge Advocacy Group 7.312 € 0 € 0 € 0 € 7.312 € $8.163 104,46%
227 Mapping OER 0 € 0 € 8.858 € 37.746 € 46.604 € $52.025 114,63%
Gesamt 97.627 € 163.984 € 160.142 € 182.074 € 0 € 0 € 0 € 0 € 603.827 € $674.064
Kosten für Verwaltungs- und Programmunterstützung Ausgaben Q1 Ausgaben Q2 Ausgaben Q3 Ausgaben Q4
Kostenstelle Einzelposten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Sachkosten Personalkosten Kumulativ Kumulativ (USD) Bisher ausgegebener Anteil Erklärungen für Planabweichungen
Verwaltung
Büro des Vorstands 27.059 € 65.766 € 11.095 € 81.196 € 185.115 € $206.648 76,81%
Präsidium 9.130 € 8.043 € 11.761 € 8.043 € 36.978 € $41.279 64,37%
Finanzen, Büro, IT und Personal 122.732 € 52.365 € 147.061 € 62.800 € 384.958 € $429.736 82,76%
Event Management - 13.599 € 3.464 € 12.110 € 29.173 € $32.566 68,64%
Betriebsrat 249 € - 65 € - - - 315 € $351 4,20%
Ausgaben 2014, gezahlt 2015 32.634 € - - - 32.634 € $36.430
Program Support
Kommunikation 24.098 € 43.444 € 36.362 € 39.411 € 143.314 € $159.985 74,68%
Zusammenarbeit & Entwicklung 2.900 € 42.051 € 2.298 € 56.664 € 103.913 € $116.001 94,47%
Gesamt 218.802 € 225.268 € 212.106 € 260.224 € 0 € 0 € 0 € 0 € 916.400 € $1.022.997
Einnahmen

Q1 Q2 Q3 Q4 Kumulativ Kumulativ (USD) Bisher ausgegebener Anteil Erklärungen für Planabweichungen
Erwartet
Spenden 2.150.000 € 2.002.590 € 124.499 € 2.127.089 € $2.374.513 98,93%
APG-Förderung 840.000 € 840.000 € 840.000 € $937.709 100,00%
Mitgliedsbeiträge 1.100.000 € 598.776 € 294.124 € 228.901 € 1.121.801 € $1.252.289 101,98%
Verträge 500.000 € 106.473 € 106.473 € $118.858 21,29%
Übertrag 30.000 € 30.000 € 30.000 € $33.490 100,00%
Sonstige Einnahmen 100.000 € 42.328 € 5.836 € 48.164 € $53.766 48,16%
Fundraising-Pauschale 150.000 € 75.000 € 75.000 € 150.000 € $167.448 100,00%
Wikimedia Conference 100.000 € 108.882 € 108.882 € $121.547 108,88%
Gesamt 4.970.000 € 3.588.694 € 639.814 € 0 € 303.901 € 4.532.409 € $5.059.622

Wikimedia Fördergesellschaft
Einnahmen
Q1 Q2 Q3 Q4 Cumulative Cumulative in USD Percentage spent do date Explanation of variances from plan
Erwartet
Spenden innerhalb des Fundraising-Vertrags (Übertrag 2014) 6.602.173 € 6.602.173 € 6.602.173 € $7.370.142 100,00%
Spenden für WMDE (Übertrag 2014) 1.718.145 € 1.718.145 € 1.718.145 € $1.918.001 100,00%
Spenden innerhalb des Fundraising-Vertrags (erste Jahreshälfte 2015) 1.340.832 € 726.829 € 336.608 € 1.063.437 € $1.187.137 79,31%
Spenden für WMDE (erste Jahreshälfte 2015) 434.852 € 284.445 € 124.499 € 408.944 € $456.513 94,04%
Spenden innerhalb des Fundraising-Vertrags (zweite Jahreshälfte 2015) 7.629.463 € 0 € $- 0,00%
Spenden für WMDE (zweite Jahreshälfte 2015) 1.907.366 € 0 € $- 0,00%
Zinsen 20.000 € 6.684 € 1.164 € 7.848 € $8.761 39,24%
Gesamt 19.652.831 € 9.338.276 € 462.271 € 0 € 0€ 9.800.547 € $10.940.553
Ausgaben
Q1 Q2 Q3 Q4 Cumulative Cumulative in USD Percentage spent do date Explanation of variances from plan
Anticipated
Transfer von Spenden an WMDE am 1. Januar 1.718.145 € 1.718.145 € 1.718.145 € $1.918.001 100,00%
Transfer von Spenden an WMDE am 1. September 434.852 € 284.445 € 124.499 € 408.944 € $456.513 94,04%
Transfer von Spenden an WMF am 1. Januar 4.862.173 € 4.862.173 € 4.862.173 € $5.427.744 100,00%
Transfer von Spenden an WMF am 1. September 1.340.832 € 726.829 € 336.608 € 1.063.437 € $1.187.137 79,31%
Transfer FDC-Mittel an WMDE 840.000 € 840.000 € 840.000 € $937.709 100,00%
Personalkosten 306.000 € 46.969 € 62.158 € 109.127 € $121.821 35,66%
Sachkosten 444.000 € 59.217 € 165.313 € 224.530 € $250.647 50,57%
Pauschale Transfer an WMDE 150.000 € 75.000 € 75.000 € $83.724 50,00%
Transfer von Spenden für WMDE 2016 1.927.366 € 0 € $- 0,00%
Transfer von Spenden für WMF 2016 7.629.463 € 0 € $- 0,00%
Gesamt 19.652.831 € 8.612.778 € 564.079 € 124.499 € 0€ 9.301.356 € $10.383.295