Wikimedia Deutschland/Planung 2020/Ziele und Erfolgskriterien

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Planung 2020 Ziele & Erfolgskriterien Wirtschaftsplan 2020

Ziel 1: Die Communitys für Freies Wissen sind stark. [edit]

Mehr und unterschiedliche Menschen finden Zugang zu den Wikimedia-Communitys und entscheiden sich, dazu beizutragen.[edit]

Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Menschen freien Zugang zum gesammelten Wissen der Menschheit haben. Die Wikipedia, Wikidata und alle Wikimedia-Projekte sind ein großer Schritt in diese Richtung – und sie sind auf starke Communitys angewiesen. Wir finden darum neue Wege, wie wir für diese Communitys, allen voran die von Wikipedia, erfolgreich Freiwillige gewinnen können und begleiten unsere Community aktiv dabei, Freiwillige aufzunehmen und zu integrieren. Damit sichern wir die dynamische Entwicklung der Enzyklopädie.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Die Wikimedia-Communitys sind ausreichend groß, um Freies Wissen zu pflegen und zu erweitern.
Über verschiedene Kampagnen vermitteln wir, dass Menschen sich bei Wikipedia und Freiem Wissen beteiligen können. Ein Teil dieser Menschen zeigt erstes Interesse und Bewusstsein für Beteiligungsmöglichkeiten. Über mindestens 2 Kampagnen zeigen mehr Menschen als 2019 (Baseline ca. 5.000) Interesse für Beteiligungsmöglichkeiten durch Klick oder sonstige Interaktion.
Im Rahmen des Aktionstags gemeinsam mit lokalen Gruppen informieren sich mindestens 700 Menschen offline zur Mitarbeit bei Wikipedia.
Menschen, die aus einer in den Wikimedia Communitys unterrepräsentierten Gruppen kommen, die wir mit einer Kampagne adressieren, geben uns positive Rückmeldungen zum Beteiligungsangebot.           
An Freiem Wissen Interessierte finden digital über Wikimedia die für sie passende Form des Engagements in Wikipedia, Wikidata und darüber hinaus. Ein von WMDE entwickelter Überblick über verschiedene Engagementformen in den Wikimedia-Communitys wird von Interessierten genutzt und als hilfreich bewertet, um die für sie passende Form des Engagements zu finden.
Verschiedene Menschen fühlen sich in den Wikimedia-Communitys willkommen und werden dort aktiv.
Bedarfsgerechte Hilfsangebote erleichtern neuen Freiwilligen, die über WMDE-Aktivitäten bei Wikipedia beginnen wollen, den Einstieg. Mindestens drei unter Beteiligung der Community bearbeitete Onboarding-Angebote wurden von neuen Freiwilligen genutzt und als hilfreich bewertet.
Die Community arbeitet gemeinsam mit WMDE daran, das Onboardingerlebnis für Neue Freiwillige zu verbessern. Fünf Communitymitglieder arbeiten gemeinsam mit WMDE über das Jahr an einem Onboardingprogramm.
Die Bedarfe von erfahrenen Community-Mitgliedern, die Neuen helfen wollen (z.B. Mentorinnen und Mentoren), gehen in die Entwicklung des Onboarding-Programms ein.
Die begonnene Diskussion zu wissenschaftlich als problematisch beurteilten Regeln für die Zusammenarbeit in Wikipedia als Hürde im Onboarding wurde lösungsorientiert fortgeführt und führt zu einem Ergebnis.

Freiwillige haben in den Communitys optimale Arbeitsbedingungen für die gemeinsame Arbeit an Freiem Wissen.[edit]

Die Wikimedia-Communitys sollen möglichst optimale Arbeitsbedingungen für die gemeinsame Arbeit an Freiem Wissen haben. Mit unseren Formaten unterstützen wir Menschen dabei, möglichst einfach und mit großem Nutzen zu Freiem Wissen beizutragen. Gemeinsam mit den Communitys entwickeln wir diese Formate weiter und stoßen bewusst Entwicklungen an, die eine konstruktive, wertschätzende und integrative Zusammenarbeit fördern.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Mitglieder der Communitys können ihre Beiträge zu Freiem Wissen bestmöglich leisten.
Alle Förderprogramme sind für Freiwillige leicht zugänglich und nützlich, verstärkt auch für bisher in den Wikimedia-Projekten unterrepräsentierte Gruppen. Die Geförderten bewerten alle Förderprogramme sehr positiv (mind. 9 von 10 bei Zufriedenheit und Nützlichkeit im Förderbarometer).
Usability-Test belegen, dass es vor allem für bisher noch nicht geförderte Freiwillige leichter wird, Förderung zu beantragen.
Mindestens 10 Anfragen bisher nicht geförderter Netzwerke/ Personen aus unterrepräsentierten Gruppen (z.B.Frauen) liegen WMDE vor.
Mindestens 10 Förderanträge mit Fokus auf unterrepräsentierte Gruppen wurden von WMDE bewilligt.
Mehr Beitragende lösen Bearbeitungskonflikte und können ihre Bearbeitungen damit erfolgreich speichern. Der Anteil der gelösten Bearbeitungskonflikte erhöht sich insgesamt auf mindestens 50 % (Baseline: 29 % mit der bisherigen Oberfläche gelöste Bearbeitungskonflikte im Zeitraum vom 01.01.2019 bis 30.6.2019).
Auch bei neuen/weniger erfahrenen Beitragenden (weniger als 100 Bearbeitungen) erhöht sich der Anteil der gelösten Bearbeitungskonflikte um mindestens 15 Prozentpunkte. (Baseline: wird nachgereicht)
Beitragende können leichter und effizienter Dateien von ihrem Wiki nach Wikimedia Commons verschieben. Beitragende, die besonders viele Dateien verschieben, empfinden die von uns umgesetzte Lösung als Verbesserung.
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren verfügen über das Wissen und die Fähigkeiten ihre Vorhaben umzusetzen.
Freiwillige fühlen sich gut vorbereitet, eine Rolle als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Communitys des Freien Wissens auszufüllen. Die Wikipedia-Community hat mit uns auf Wikimedia-Konferenzen die zentralen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kommunikationskultur in den Wikimedia-Projekten reflektiert.
Handlungshilfen für Veranstaltungen wurden mit Freiwilligen entwickelt und diese werden von Organisatorinnen und Organisatoren in geförderten Community-Projekten eingesetzt.
In persönlich begleiteten Community-Projekten werden Risiken identifiziert und bearbeitet, so dass die Projekte auch bei Konfliktfällen erfolgreich durchgeführt werden können.
Community-Mitglieder setzen sich mit Wikimedia Deutschland gemeinsam für eine konstruktive und wertschätzende Konfliktbearbeitung ein.
Gemeinsam mit der Wikipedia-Community sind Strukturen des Konfliktmanagements im Wiki analysiert und bewertet. Bis Ende 2020 engagieren sich mind. 50 Community-Mitglieder offline/online konstruktiv mit Wikimedia Deutschland zum Thema. Davon sind 20 Personen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sichtbar aktiv. 
Die Community hat mit Unterstützung von WMDE eine Zielvorstellung zur verbesserten Konfliktbearbeitung entworfen.
Die Communitys gestalten mit, wie Wikimedia Deutschland sie am Besten unterstützen kann.
Unterschiedliche Personengruppen sind an den Entscheidungsprozessen zu Verbesserungen an MediaWiki beteiligt. Es beteiligen sich Menschen mit diverser Soziodemographie (Sprach-Community, Geschlecht, Alter, Berufsfeld, usw.) an den Entscheidungsprozessen. 
Mehr Menschen, die noch nicht lange in den Wikimedia-Projekten aktiv sind, beteiligen sich an den Entscheidungsprozessen. (Baseline für die Umfrage Technische Wünsche 2019: z.B. 305 Menschen mit weniger als 100 Edits)
Die Orgateams der lokalen Community-Räume teilen Wissen und Erfahrung miteinander und arbeiten mit Wikimedia Deutschland eng zusammen. Dadurch wird es für Orgateams leichter einen lokalen Raum zu führen und zu bespielen. Die Orgateams der lokalen Community-Räume legen den Grundstein für mindestens ein konkretes raumübergreifendes Projekt.
Die Lokale-Räume-Teams beurteilen eine überarbeitete und erweiterte Fassung des Handbuchs zum Betrieb eines Lokalen Raums als hilfreich.

Ziel 2: Wikidata und Wikibase stützen als grundlegende Infrastruktur das Ökosystem des Freien Wissens. [edit]

Alle Menschen können mit Hilfe der Wikidata-Plattform auf allgemeine Daten über die Welt zugreifen und diese teilen, unabhängig von Sprache und Technologie.[edit]

Wikidata ist eine freie Wissensdatenbank, die von Menschen und Maschinen gelesen und bearbeitet werden kann. Aus diesen Daten können eine Vielzahl von Anwendungen erstellt werden, unabhängig von Sprache und Technologie. Dies wird der Wikimedia-Bewegung helfen, Innovationen zu fördern, weniger privilegierten Sprachen und Gruppen mehr Einfluss zu verleihen und Maschinen in die Lage zu versetzen, die Komplexität der Welt besser zu verstehen.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Menschen und Maschinen bearbeiten die Inhalte von Wikidata.
Eine größere Anzahl an Menschen mit höherer Diversität bearbeitet die Daten in Wikidata (z.B. über die Wikidata-Oberfläche oder über spezialisierte Beitragswerkzeuge). Editierende beginnen mit Hilfe eines Beitragstools mit der Bearbeitung von Wikidata aus ihrem ursprünglichen Wiki heraus und die Anzahl der Co-Editierenden von Wikidata steigt um mindestens 8 % (Baseline 2019: ca. 37.000 Co-Editierende).
Wikidata ist eine Quelle hochqualitativer Daten.
Für Wikidata-Nachnutzende ist die Datenqualität spezifischer Themenbereiche transparenter. Alle Nachnutzenden von Daten können leicht auf nützliche Informationen zur Datenqualität der spezifischen Bereiche von Wikidata, die für ihre Arbeit relevant sind, zugreifen.
Nachnutzer der Daten unterstützen Wikidata.
Nachnutzende von Daten in Organisationen und Unternehmen haben ein gutes Verständnis dafür, wie sie in einer Art und Weise Inhalte zurückgeben können, die unserer Community zugute kommt (z.B. indem sie ihre Berichte über Fehler und Inkonsistenzen zur Verfügung stellen oder Wikidata öffentlich als Quelle benennen). Mindestens zwei der großen Datennachnutzenden geben konstruktives Feedback zu einem Prozessentwurf, den wir auf der Grundlage ihres Inputs entwickelt haben.

Das Netzwerk offener, verlinkter, strukturierter Daten (Linked Open Data Web) wächst und gedeiht, unterstützt durch das Wikibase-Ökosystem.[edit]

Wikibase ist die Softwaregrundlage für Wikidata, die Wikimedia-Plattform für strukturierte, offene Daten. Schon jetzt nutzen immer mehr Menschen und Institutionen Wikibase – dafür sollen Wikidata und die verschiedenen Wikibase-Installationen (sog. Instanzen) vernetzt werden, und ein gegenseitiger Datenaustausch und ein Bearbeiten der Daten von Mensch und Maschine möglich und leicht sein. Davon profitiert nicht nur Wikidata als eine starke Quelle hochqualitativer Daten, sondern auch die Beitragenden in den Wikimedia-Projekten und das gesamte Netzwerk offener, verlinkter, strukturierter Daten (Linked Open Data Web). Die einzelnen Wikimedia-Communitys erhöhen damit die Reichweite ihrer Arbeit, über Sprach- und Projektgrenzen hinweg.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Im Wikibase-Ökosystem bilden sich Unterstützungsstrukturen.
Das Wikibase-Ökosystem verfügt über eine nachhaltige Service-Infrastruktur. Die Wikibase Community hat sich gemeinsam auf Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten für Dienstleistende im Ökosystem geeinigt und diese veröffentlicht.
Mehr Organisationen nutzen Wikibase in ihren Vorhaben.
Bibliotheken und andere Institutionen nutzen Wikibase zunehmend auf eine Weise, die für das Ökosystem sichtbar und von Vorteil ist.  Mindestens 3 andere Institutionen als Bibliotheken (z.B. wissenschaftliche Einrichtungen) beginnen damit, Pläne zu evaluieren, eine offene Wikibase-Installation aufzusetzen und langfristig zu pflegen.
Wikidata ist ein zentraler Knotenpunkt im Wikibase-Ökosystem.
Wikidata und Wikibase-Instanzen sind miteinander verbunden und Inhalte werden erstmals ausgetauscht. Mindestens zwei Wikibase-Instanzen außerhalb von Wikimedia nutzen erstmals einen Teil der Ontologie von Wikidata.

Ziel 3: Die Wikimedia-Bewegung bleibt innovationsfähig. [edit]

Menschen mit Ideen realisieren innovative Produkte und Dienste für Freies Wissen.[edit]

Die Welt dreht sich immer weiter und gerade in der Entwicklung von Produkten und Diensten werden die Innovationszyklen immer schneller. Das betrifft auch unsere Vision des Freien Wissens, denn dafür müssen unsere Wikimedia-Projekte gegenüber unfreien Alternativen auch in Zukunft attraktiv sein. Um mit dem Strom neuer Entwicklungen mithalten zu können, muss die Wikimedia-Bewegung innovationsfähig bleiben. Wir möchten dafür auf unseren bereits vorhandenen Arbeitsweisen aufbauen und diese auf eine neue Grundlage stellen. Dazu ermöglichen wir es Menschen mit Ideen für Freies Wissen, diese Ideen mit unserer Unterstützung zu funktionsfähigen Produkten und Diensten weiterzuentwickeln.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Menschen entwickeln Ideen für innovative Produkte und Dienste für Freies Wissen.
Menschen entwickeln Lösungsideen für besonders relevante Problemstellungen mit Bezug zur strategischen Ausrichtung von Wikimedia 2030. Mindestens 20 Bewerbungen wurden beim Ideenaufruf eingereicht.
Mindestens 90% aller Bewerber bewerten den Open Call Prozess als verständlich und einladend.
Mindestens 50% der eingesendeten Bewerbungen haben keinen direkten Bezug zu den aktuell bestehenden Wikimedia-Projekten.
Gruppen von Menschen mit aussichtsreichen Ideen entwickeln Prototypen für ihre Konzepte.
Gruppen von Menschen mit aussichtsreichen Ideen entwickeln ihre Konzepte unterstützt durch das Accelerator Programm zu funktionsfähigen Prototypen (MVPs) weiter. Mindestens 3 Teams (2-5 Menschen pro Team) mit aussichtsreichen Ideen durchlaufen das Accelerator Programm vollständig.
Die Angebote im Accelerator Programm (z.B. Coaching, Mentoring, Experten-Netzwerk,) werden von den Teilnehmenden als hilfreich für die Weiterentwicklung ihrer Idee bewertet.
Jedes Team entwickelt mindestens einen funktionsfähigen Prototypen (MVP), der anhand eines noch zu entwickelnden Bewertungsschemas bewertet wird.

Rahmensetzungen auf allen politischen Ebenen begünstigen Freies Wissen.[edit]

Was mit Freiem Wissen in Deutschland erreicht werden kann, wird von politischen Rahmensetzungen stark beeinflusst. Das Internet kennt dabei keine Grenzen: wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen werden auf internationaler Ebene entschieden und anschließend auf nationaler Ebene umgesetzt. Um alle wichtigen Entscheidungen zugunsten Freien Wissens zu beeinflussen, müssen wir darum auf allen politischen Ebenen mitverhandeln – das können wir nicht alleine schaffen. Wir bauen darum ein weltweites, aktives Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Partnern und Organisationen auf, das unseren Argumenten für Freies Wissen im politischen Diskurs Gehör verschafft.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Es besteht ein aktives Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Partner-Organisationen, die sich weltweit koordinieren.
Unter relevanten Organisationen, die für ein freies Netz und freie Inhalte eintreten, ist ein Grundkonsens entstanden, dass es eine kontinuierliche internationale Vernetzung braucht, um auf Ebene zwischenstaatlicher Abkommen gehört zu werden. Eine Gruppe überregionaler Organisationen unterzeichnet eine gemeinsame Absichtserklärung und entwickelt gemeinsame Ziele hierzu.
Unsere Argumente für Freies Wissen werden bundesweit gehört.
Wichtige Persönlichkeiten der Leitungsebene von Exekutive, Behörden und Verbänden befassen sich inhaltlich mit einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freies Wissen. Mindestens zwei Funktionstragende der bundesministeriellen Ebene (Staatssekretärin/Staatssekretär bzw. Abteilungsleitung) sowie mindestens zwei leitende Funktionstragende von bundesweit tätigen nicht-staatlichen Organisationen zeigen öffentlichkeitswirksam, dass sie sich mit einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freies Wissen befassen.
Rahmensetzungen auf allen politischen Ebenen begünstigen Freies Wissen.
Das im Zuge der EU-Urheberrechtsreform gelungene Einfügen eines Regelungsvorschlags zum Schutz des gemeinfreien Status’ bei Digitalisaten wird EU-weit in unserem Sinne implementiert. Der Kern der Regelung bleibt auf nationaler Ebene in Deutschland und in den meisten weiteren EU-Mitgliedstaaten erhalten.
Argumente für eine Öffnung von Bildung finden Eingang in Strategien und Positionen von politischen Entscheidungstragenden und Bildungsinstitutionen Politische Entscheidungstragende (Ministerien, Parteien, Landtags- und Bundestagsabgeordnete) beteiligen WMDE oder das Bündnis Freie Bildung in 5 Fällen an der Erarbeitung von Positionen und Strategien.
Bildungsinstitutionen oder Verbände beteiligen WMDE oder das Bündnis Freie Bildung in 2 Fällen an der Erarbeitung von Positionen und Strategien.

Die Arbeitspraxis von Institutionen und gesellschaftlichen Akteuren trägt zu einer freien und diversen Wissensallmende bei.[edit]

Die Menschen, die zu Wikipedia und Co. beitragen, sind auf öffentlich zugängliche Medien, historische Quellen und vieles mehr angewiesen, um Inhalte für die Wikimedia-Projekte zu erstellen. Welche Inhalte als Freies Wissen verfügbar, nutzbar und erkennbar sind, hängt oft von der gelebten Arbeitspraxis von Institutionen und andere gesellschaftlichen Akteuren ab. Um diese davon zu überzeugen, systematisch zu Freiem Wissen beizutragen, braucht es attraktive Vorbilder, Wissen und Fähigkeiten, und vor allem praktische Erfahrungen. Wir unterstützen Institutionen und andere gesellschaftliche Akteure auf diesem Weg und gewinnen sie als Mitstreiter für Freies Wissen.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Gesellschaftliche Akteure verfügen über Erfahrungen aktiv zu Freiem Wissen beizutragen.
Mehr Kultur- und Gedächtnisinstitutionen tragen zu Freiem Wissen bei. Mindestens 50 Kultur- und Gedächtnisinstitutionen sammeln erste Erfahrungen darin, zu Freiem Wissen beizutragen und mit Freiwilligen-Communitys zusammenzuarbeiten.
Mindestens 3 Kultur- und Gedächtnisinstitutionen engagieren sich mit eigenen Initiativen und unserer Begleitung für eine langfristige institutionelle Öffnung.
Mindestens 2 partnerschaftliche Projekte mit Institutionen oder anderen Akteuren (gegebenenfalls auch über Kultur- und Gedächtnisinstitutionen hinaus) tragen dazu bei, marginalisierte Wissensbestände als Freies Wissen nutzbar zu machen.
Die Arbeitspraxis von gesellschaftlichen Akteuren begünstigt die Erstellung und Verbreitung Freien Wissens.
Dass Inhalte aus Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch als frei veröffentlicht werden können, wird schon zu Produktionsbeginn stärker berücksichtigt In mindestens einem neuen Standardvertrag öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten sind Klauseln zur späteren Freigabe von Inhalten unter CC BY und/oder BY-SA enthalten.
Gesellschaftliche Akteure sind zu Mitstreitenden für Freies Wissen geworden.
Mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bilden eine lebendige Community, um offene Wissenschaft stärker in der Arbeitspraxis von Wissensinstitutionen zu verankern. Aus der Community, die wir im Bereich offene Wissenschaft vernetzen, entstehen eigeninitiativ 20 gemeinschaftliche Aktivitäten, um offene Wissenschaft in Institutionen, Netzwerken und Communities zu verankern.

Die von Wikimedia Deutschland initiierte partnerschaftliche Initiative zu Digital Literacies gewinnt organisatorisch und inhaltlich an Kontur.[edit]

Damit Freies Wissen aktiv gestaltet wird, müssen Menschen und Institutionen das Netz als offene und öffentliche Ressource verstehen und nutzen. Um dies zu fördern wird Wikimedia Deutschland gemeinsam mit Partnern digitale Fähigkeiten und Kompetenzen und das Verständnis zur Nutzung des digitalen Raums (sog. „Digital Literacies“) breit angelegt in Deutschland fördern.

Erfolgskriterien 2020
Was wir 2020 erreichen wollen Woran wir entscheiden, ob wir erfolgreich dabei waren
Unsere Positionen und Perspektiven werden öffentlich wahrgenommen.
Die Positionen und Perspektiven der partnerschaftlichen Initiative zu Digital Literacies werden öffentlich wahrgenommen. In mindestens 5 Fällen werden in der öffentlichen oder politischen Debatte Positionen oder Perspektiven der Initiative unter namentlicher Nennung der Initiative oder eines der Partner aufgegriffen.
Das Netzwerk der Initiative profitiert von Synergien.
Die Partner nutzen Synergien des weiteren Netzwerkes der Initiative. In mindestens 5 Fällen unterstützen sich Akteure aus dem weiteren Netzwerk der Initiative gegenseitig bei eigenen Aktivitäten zu Digital Literacies.